Köln - Es ist soweit, die Bundesliga startet in ihre 53. Saison. Bereits am 1. Spieltag stehen zahlreiche Leckerbissen auf dem Programm. bundesliga.de präsentiert fünf Dinge, die Sie zum Auftakt unbedingt wissen müssen.

Robben und "sein" HSV

Seit mittlerweile sechs Jahren ist Arjen Robben ein Aushängeschild des FC Bayern und der Bundesliga. Der 31-Jährige hat im Clubfußball alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Er ist ein Muster an Einstellung, Professionalität und Leidenschaft. Nicht zuletzt deshalb ließ sich sein Coach Pep Guardiola vor einiger Zeit zu einer fast romantischen Aussage hinreißen: “Ich bin in Arjen verliebt. Wenn er fit ist, spielt er immer“, verriet der Spanier. Eine Liebesbekundung, die der Auftaktgegner Hamburger SV so mit Sicherheit nicht unterschreiben kann.

Die “Beziehung“ zwischen dem Niederländer und dem HSV ist eine ziemlich einseitige. Acht Mal durfte Robben bislang mit dem Rekordmeister gegen die Hanseaten kicken, dabei erzielte der Flügelflitzer überragende acht Tore und bereitete weitere vier vor. Besonders zu Hause ist er nicht zu stoppen, schenkte dem HSV elf der zwölf Scorerpunkte in der Allianz Arena ein. Das letzte Duell in München endete mit 8:0 für den Rekordmeister. HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer zollte danach vor allem einem Spieler Respekt: "Arjen Robben allein war das Eintrittsgeld wert.“

Der Name ist Programm

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Wenn Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach zum ersten Topspiel der 53. Bundesliga-Saison aufeinandertreffen ist der Name nicht nur auf dem Rahmenterminkalender Programm. Diese beiden Teams gehören in den letzten Jahren zu den aufregendsten, die das Oberhaus zu bieten hat. Vor allem die Art, offensiven Tempo-Fußball zu zelebrieren, begeistert die Zuschauer weit über die beiden Fanlager hinaus.

In dieser Saison heißt das Duell auf der Trainerbank dabei zum erstem Mal seit vier Jahren nicht mehr Jürgen Klopp gegen Lucien Favre. Beim BVB steht mit Thomas Tuchel aber ein nicht weniger begabter Coach an der Seitenlinie. Genau wie sein Gegenüber Favre ist der 41-Jährige ein Taktik-Fanatiker und Perfektionist. Die Paarung verspricht aber nicht nur taktisch ein Leckerbissen zu werden. In den letzten 36 Duellen zwischen Dortmund und Mönchengladbach fielen immer Tore, das letzte 0:0 gab es am 17. April 1994 auf dem Bökelberg. Das letzte torlose Remis in Dortmund gab es im August 1988.

Duell der Scharfschützen

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Das Duell Bayer 04 Leverkusen gegen 1899 Hoffenheim ist auch das Duell der beiden besten aktiven Bundesliga-Torschützen: Stefan Kießling (135 Tore) vs. Kevin Kuranyi (111 Tore). Erstmals seit der Saison 2008/09 geht Kuranyi wieder in der Bundesliga auf Torejagd. Seine bisherige Bilanz ist atemberaubend. In acht Spielzeiten netzte er jeweils zweistellig und war so immer der beste Torschütze seines Teams. Eine längere derartige Serie schafften in der Bundesliga nur Gerd Müller, Manfred Burgsmüller und Klaus Fischer.          

Vor allem gegen Bayer lief es mit vier Toren in vier Spielen zuletzt gut. Die Bilanz von Kießling ist allerdings noch etwas besser. Der 31-Jährige erzielte gegen Hoffenheim in den letzten fünf Partien insgesamt sechs Treffer. Auch seine Erfahrung dürfte ihm in diesem Duell zu Gute kommen. Kein aktueller Bundesliga-Spieler hat mehr Partien im Oberhaus absolviert als Kießling (345, wie auch Dortmunds Roman Weidenfeller). Zur Infografik: Duell der Scharfschützen >>>

Noch internationaler

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Die Bundesliga wird immer attraktiver! Auch in diesem Jahr haben sich die Bundesligisten mit zahlreichen Stars aus dem Ausland verstärkt. Vor allem der FC Bayern hat investiert und mit Arturo Vidal (Juventus Turin) und Douglas Costa (Schachtjor Donezk) zwei absolute Superstars in die Bundesliga gelotst. Die Fans dürfen sich freuen, denn beide werden wohl bereits im Auftaktspiel gegen den HSV in der Startelf stehen.

Doch nicht nur die Bayern haben ihre Scouts ausschwärmen lassen. Ob Yoshinori Muto und Fabian Frei beim 1. FSV Mainz, Luc Castaignos bei der Frankfurter Eintracht oder auch Mevlüt Erdinc bei Hannover 96. Sie alle bringen enorm viel Potenzial mit und werden wohl schon am 1. Spieltag die Bundesliga bereichern. Zu den Top-Transfers >>>

Das Team der Stunde

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Seit der letzten Saison ist endgültig klar, der VfL Wolfsburg ist angekommen in der Bundesliga-Spitze und hat sich zum Bayern-Jäger Nummer eins aufgeschwungen. Dass auch in diesem Jahr wieder mit ihnen zu rechnen sein muss, bewies die Elf von Deutschlands Coach des Jahres, Dieter Hecking, bereits eindrucksvoll im Supercup, als man dem Rekordmeister wie schon im Vorjahr auf Augenhöhe Paroli geboten und den ersten Titel der Saison entrissen hat.

Die Weichen für eine erfolgreiche Saison sind gestellt. Der Kader wurde nicht nur zusammengehalten, sondern mit Top-Einkauf Max Kruse auch noch hochkarätig verstärkt. Dass zudem auch Deutschlands Fußballer des Jahres, Kevin de Bruyne, trotz des Interesses einiger Top-Clubs ein Wolf bleibt, unterstreicht die Qualität des Kaders und die ambitionierten Ziele. Erster Prüfstein der neuen Saison ist Eintracht Frankfurt. De Bruyne, Kruse und Co. werden alles tun, um die Fans weiterhin bestmöglich zu unterhalten.

Von Thomas Ziemann