Köln - Die User von bundesliga.de haben abgestimmt - mehr als 400.000 Stimmen sind eingegangen - und so die Top11 der Saison gewählt. Auf der rechten Außenbahn entfielen 50 Prozent der Stimmen auf Arjen Robben. Der Linksfuß vom FC Bayern München narrte in dieser Saison so manchen Gegenspieler.

Dabei war Robben in der vergangenen Saison vom Verletzungspech verfolgt. Bereits in der Hinrunde verpasste der Niederländer vier Spiele wegen Beschwerden an einer Sehne, dem Knie und dem Oberschenkel. Danach drehte er richtig auf, ehe er sich am 22. März gegen Borussia Mönchengladbach einen Bauchmuskel riss. Etwas mehr als einen Monat später gab er im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund sein Comeback. Das war allerdings nach einer Viertelstunde beendet. Ein Muskelbündelriss in der linken Wade bedeutete das Saison-Aus für Robben.

Dennoch sind die Zahlen, die Arjen Robben in dieser Spielzeit erreichte absolut bemerkenswert. Robben war in der abgelaufenen Bundesliga-Saison in 21 Spielen an 24 Toren direkt beteiligt (17 Tore, sieben Torvorlagen). Damit ist er trotz des vorzeitigen Saison-Aus der zweitbeste Scorer der Liga. Sein Schnitt von über einer direkten Torbeteiligung pro Spiel unterstreicht die Gefahr, die er auf dem Spielfeld ausstrahlt.

Gemeinsam mit Mannschaftskollege Robert Lewandowski belegt Robben Platz zwei der Torschützenliste. Nur der Frankfurter Top-Torjäger Alex Meier war noch einen Tick erfolgreicher bei der Torausbeute. Aber: Die 17 Treffer bedeuten für Arjen Robben einen neuen persönlichen Saisonrekord. Sein bisheriger stammte aus der Saison 2009/10, als er in 24 Spielen 16 Tore erzielen konnte.

Arjen Robbens Spiel der Saison

24. Spieltag, 7. März 2015, Hannover 96- FC Bayern 1:3 (1:1)

Historischer Siegrekord: Arjen Robben feierte in seinem 126. Bundesliga-Spiel seinen 100. Sieg. Der Niederländer schrieb damit Bundesliga-Geschichte, denn so schnell hatte noch kein Spieler diese Marke erreicht.

Sebastian Stenzel und Tobias Anding

Infografik: Die Top-11 der Saison