Köln - Ein umkämpftes Revierderby, "Robbandowski" und ein erfolgreicher Julian Nagelsmann. Darüber wird am 9. Spieltag gesprochen.

1) Umkämpftes Revierderby

80.179 Fans, 33 Fouls, acht Gelbe Karten, eine Halbzeit ohne Dortmunder Torschuss, ein Lattentreffer, keine Tore - so lässt sich das 89. Bundesliga-Revierderby zusammen fassen. Zum zehnten Mal lautete der Endstand zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Ende zwar 0:0 - im Signal Iduna Park wurde den Zuschauern aber dennoch einiges geboten. Für den BVB bedeutete die Punkteteilung übrigens das 26. Heimspiel ohne Niederlage in Folge, aber auch das vierte Bundesliga-Spiel ohne Sieg in Serie. Für die Königsblauen war es wiederum das siebte Pflichtspiel ohne Niederlage - Schalke ist wieder in der Spur!

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2) "Robbandowski"

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Nach "Robbery" nun "Robbandowski" - beim FC Bayern München hat sich im Spiel gegen den FC Augsburg mit Robert Lewandowski und Arjen Robben ein neues Traum-Duo heraus kristallisiert. Beim 3:1-Sieg des Rekordmeisters legten sich die beiden Bayern-Stars die Tore jeweils gegenseitig auf - am Ende standen für jeden jeweils drei Scorerpunkte zu Buche. Die Münchner freut’s nicht nur wegen der drei Punkte, sondern auch, weil der Pole damit die längste Torflaute (480 Minuten) seitdem er für die Bayern aufläuft beendet hat. "Wenn das immer so gut funktioniert, kann das für die ganze Mannschaft nur positiv sein", erklärte der sichtlich erleichterte Torjäger nach dem Spiel. Stimmt!

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3) Kreißsaal statt Startelf

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Man muss im Leben Prioritäten setzen - das galt am Samstag auch beim 1. FSV Mainz 05. Denn eigentlich sollte beim Spiel gegen den FC Ingolstadt Stürmer Karim Onisiwo auf der rechten Außenbahn für Gefahr sorgen - Söhnchen Leroy hatte aber etwas dagegen: "Er wurde plötzlich aus dem Kreißsaal angerufen. Er hatte gedacht, es würde erst am Abend oder am nächsten Morgen so weit sein", erklärte Mainz-Coach Martin Schmidt die Hintergründe für den kurzfristigen Wechsel in der Startformation. "Da habe ich gesagt: 'Hey Junge, hau ab, wir biegen das Ding für dich.'" Onisiwo eilte prompt ins Krankenhaus und auch der Trainer hielt Wort: Mainz gewann die Partie gegen Augsburg auch ohne den frisch gebackenen Vater mit 2:0.

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4) Leipziger Joker

© imago / Schüler

RB Leipzig ist derzeit einfach nicht zu stoppen! Der Aufsteiger holte gegen den SV Darmstadt 98 bereits den vierten Bundesliga-Sieg in Folge und bleibt weiter auf dem zweiten Platz. Ein maßgeblicher Grund für den Erfolg der Leipziger? Joker-Qualitäten! Bereits vor dem zehnten Spieltag hatten die Sachsen in dieser Kategorie den ersten Platz sicher - gegen Darmstadt folgten nun die Joker-Tore sechs und sieben der Saison. Verantwortlich dafür war dieses Mal Marcel Sabitzer, der kurz nach der Pause eingewechselt wurde und nur sechs Minuten benötigte, um das 1:0 zu erzielen. Später steuerte der Österreicher dann auch noch den zweiten Leipziger Treffer bei. Das Ganze erledigte der 22-Jährige übrigens - dick bandagiert - nur 13 Tage nach einem Außenbandriss im rechten Knöchel - beeindruckend!

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5) Shooting-Star Nagelsmann

© gettyimages / Alex Grimm

Die TSG 1899 Hoffenheim bleibt auch nach dem 9. Spieltag in dieser Bundesliga-Saison ohne Niederlage - fünf Siege und vier Remis bedeuten für die TSG derzeit den dritten Platz in der Tabelle. Auf den dritten Rang hat sich mit dem 1:0-Sieg gegen Hertha BSC nun auch TSG-Trainer Julian Nagelsmann geschoben - seit dem der 29-Jährige in Hoffenheim das Sagen hat, haben saisonübergreifend lediglich Bayern München (58) und Borussia Dortmund (48) mehr Punkte gesammelt als die TSG (42) - so kann man eine Trainerkarriere doch mal starten!

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6) Dreifacher Modeste

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Lange war das Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV ausgeglichen, dann kamen die großen 25 Minuten von Anthony Modeste. Zwischen der 61. und 86. Minute schlug der Franzose gleich drei Mal zu und schoss den HSV praktisch im Alleingang ab. Für Modeste war es nach bisher fünf Doppelpacks in der Bundesliga der erste Hattrick in Deutschland. Zuletzt war ihm ein solcher Dreierpack im November 2010 in Frankreich beim Duell Bordeaux gegen Arles-Avignon gelungen. Mit elf Treffern führt der Kölner die Torschützenliste in der Bundesliga bereits mit vier Toren vor Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang an. Elf Treffer sind für Modeste zu diesem Zeitpunkt der Saison Rekord, bisher hatte er nach neun Spieltagen noch nie mehr als sechs Tore auf dem Konto. Sein Bundesliga-Saisonrekord liegt bei 15 Treffern.

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