Köln - Luka Jovic schießt sich mit seinem Fünferpack in die Geschichtsbücher von Eintracht Frankfurt, die Offensive bei Borussia Dortmund ist auch an diesem Wochenende wieder heiß gelaufen, der FC Bayern München ist wieder zurück in der Erfolgsspur- die Themen des 8. Spieltags.

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1) Eintracht dank Jovic weiter im Höhenflug

Der Höhenflug der Frankfurter Eintracht geht weiter und hat nach dem 7:1-Heimsieg der „Adler“ gegen Fortuna Düsseldorf noch einmal gewaltigen Aufwind erhalten. Nach 20 zu 8 Torschüssen feierten die Hessen, die sich durch den vierten Pflichtspieltriumph in Serie in die Spitzengruppe schoben, am Freitagabend den höchsten Sieg in der Bundesliga seit 37 Jahren. Gefeierter Held bei der Eintracht: Luka Jovic, dem als erstem Frankfurter überhaupt ein Fünferpack in der Bundesliga gelang. Der junge Serbe zeigte dabei seine ganze Klasse: Ob per spektakulärem Seitfallzieher, Distanzschuss oder Kopfball – was der Angreifer gegen Düsseldorf auch versuchte, es gelang ihm wie von Zauberhand. Fünf Torschüsse, fünf Tore: Eine beeindruckende Bilanz der Leihgabe von Benfica Lissabon, die aktuell alle 82 Minuten jubeln darf – Bestwert in der Bundesliga!

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Doch nicht nur Jovic drehte beim Frankfurter Kantersieg vor den eigenen Fans mächtig auf: Sebastien Haller schoss Eintracht erst per Handelfmeter in Front, kurz nach der Halbzeit zeichnete er für das 4:0 verantwortlich. Der erste Doppelpack in der Bundesliga für den Franzosen. Dabei musste das Team von Trainer Adi Hütter auf den dritten Trumpf in der Offensive verzichten: Vize-Weltmeister Ante Rebic fehlte nach seiner Gelb-Roten Karte beim Auswärtssieg in Hoffenheim vor der Länderspielpause gegen Düsseldorf gesperrt. Mit diesem Trio stehen und fallen die Frankfurter Offensivbemühungen: An 18 der 19 Bundesliga-Tore für die Eintracht waren Haller, Jovic und Rebic direkt beteiligt. Für seine 15 Treffer benötigte das Sturmtrio lediglich 33 Torschüsse. Keine andere Offensivabteilung ist derart kaltschnäuzig.

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Historischer Fünferpack: Frankfurts Luka Jovic
Historischer Fünferpack: Frankfurts Luka Jovic © gettyimages / Alex Grimm

2) Dortmunder Offensive glänzt weiter

Borussia Dortmund schwimmt weiter auf der Erfolgswelle: Durch das 4:0 beim VfB Stuttgart verteidigte der BVB die Tabellenführung souverän und grüßt auch nach dem 8. Spieltag von der Bundesliga-Spitze. Wieder einmal war die schwarzgelbe Offensive der Erfolgsgarant der Mannschaft von Lucien Favre: Jadon Sancho brachte Dortmund früh in Führung, Marco Reus und Paco Alcacer bauten das Ergebnis noch vor der Pause komfortabel aus. "Das war ein rundum gelungener Nachmittag", schwärmte BVB-Kapitän Reus, der unter der Woche noch zum „Spieler des Monats“ September gekürt wurde, von der Leistung seines Teams: "Ich bin froh, auch in dieser Höhe gewonnen zu haben."

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Dazu trug abermals auch Top-Torjäger Alcacer bei, der zum ersten Mal in der Dortmunder Startelf stand. Das hinderte den Spanier nicht am erneuten Torerfolg - mit einem wunderbaren Heber überwand er VfB-Keeper Zieler und hat nach 106 Minuten bereits sieben Treffer auf dem Konto: Bundesliga-Rekord! Einen weiteren Bestwert stellte der BVB durch die wiederholte Offensivgala in Stuttgart auf: 27 Tore hatte Borussia Dortmund nach acht Spielen in der Bundesliga noch nicht zu verzeichnen. Da kam gerade recht, dass auch Maximilian Philipp seine Ladehemmung hinter sich ließ – sein 4:0 war der Schlusspunkt auf einen traumhaften schwarzgelben Nachmittag im Schwabenland.

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Die BVB-Offensive um Alcacer, Reus und Co. ist derzeit kaum zu bremsen © gettyimages / Matthias Hangst

3) Bayern München zurück in der Erfolgsspur

Das Aufatmen bei den Verantwortlichen des FC Bayern München dürfte groß gewesen sein: Nach solider Leistung hat der Rekordmeister beim VfL Wolfsburg wieder in die Spur gefunden und durch den hart erkämpften 3:1-Auswärtserfolg bei den Wölfen nach vier sieglosen Pflichtspielen hintereinander die Mini-Krise beendet. Dabei war vor allem Robert Lewandowski der Mann der Stunde: Nach ungewohnten 251 Münchener Bundesliga-Minuten ohne Tor erlöste der polnische Top-Torjäger den FCB nach einer halben Stunde und traf damit abermals gegen seinen Lieblingsgegner. Kurz nach der Pause erhöhte "Lewy" nach einem Fehler der Wolfsburger Abwehr auf 2:0 – nun hat er 18 Tore in 16 Partien gegen Wolfsburg auf dem Konto.

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Zum 48. Mal erzielte Lewandowski in einem Bundesliga-Spiel mehr als ein Tor, das gelang nur Gerd Müller und Jupp Heynckes öfter (87- bzw. 51-mal). Auch deshalb ließen sich die Bayern nicht davon abbringen, den wichtigen Dreier in Niedersachsen unter Dach und Fach zu bringen. Selbst die Gelb-Rote Karte gegen Arjen Robben (57.) und der kurz danach folgende Anschlusstreffer durch Wout Weghorst (63.) konnte den amtierenden Meister nur für einige Augenblicke. Die Entscheidung durch James Rodriguez (72.) folgte auf dem Fuße und ließ das Team von Trainer Niko Kovac endgültig jubeln. "Ich muss meiner Mannschaft gratulieren, das war eine runde Leistung, besonders in der Phase in Unterzahl. Auch nach dem 1:2-Anschlusstor haben wir nicht gewackelt", konstatierte Kovac nach der Partie zufrieden.

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4) Nelson schießt sich ins Rampenlicht

Lange tat sich die TSG Hoffenheim beim Aufsteiger 1. FC Nürnberg schwer: Nach dem Rückstand durch einen Foulelfmeter, den Hanno Behrens souverän verwandelte, suchten die Kraichgauer einen Weg durch die tief stehende Defensive der Gastgeber und mussten bis nach dem Seitenwechsel auf die entscheidende Erkenntnis warten. Großen Anteil daran hatte ein englischer Youngster: Reiss Nelson schnürte den ersten Doppelpack seiner Bundesliga-Karriere – als erst vierter Engländer nach Kevin Keegan (Hamburger SV), Tony Woodcock (1. FC Köln) und Ademola Lookman (RB Leipzig). Der flinke Außenstürmer zeigte sich dabei abermals sehr effizient: Zwei Torschüsse gab der 18-Jährige beim 3:1-Auswärtssieg der Hoffenheimer ab, beide fanden ihren Weg ins Club-Tor. Für seine vier Treffer brauchte Nelson nur fünf Schüsse.

Nach seinen zwei Erfolgserlebnissen als Joker im Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (1:2) und gegen Eintracht Frankfurt (1:2) durfte der TSG-Youngster erstmals jubeln, wenn er von Beginn an dabei war. Und er trug erstmals mit seinen Toren zu einem Sieg seiner Mannschaft bei. Kaum verwunderlich, dass Nelson durchweg ausgelassen war nach Abpfiff: "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Leistungen in den vergangenen Wochen. Mir gefällt es bei der TSG sehr gut und ich bin glücklich", betonte die Leihgabe des FC Arsenal. Die Visitenkarte, die er nach nur kurzer Zeit in der Bundesliga hinterlassen hat, die kann sich durchaus sehen lassen.

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Senkrechtstarter: Hoffenheims Reiss Nelson © gettyimages / Adam Pretty/Bongarts/

5) Gefährliche Mittelfeldspieler

Tabellenführer Borussia Dortmund hart zwei hartnäckige Verfolger im Nacken. Borussia Mönchengladbach und der SV Werder Bremen haben sich punktgleich (17) in der Spitzengruppe etabliert und sind dem achtmaligen Deutschen Meister (20) auf den Fersen. Und das dank richtig gefährlicher Mittelfeldspieler. Sowohl Maximilian Eggestein, als auch Jonas Hofmann traffen am achten Spieltag mehrfach und sicherten ihren Teams damit wichtige Siege.

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Mönchengladbachs Hofmann, der in dieser Saison besonders von der Umstellung auf ein 4-3-3 profitiert, blüht derzeit förmlich auf. Beim 4:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den 1. FSV Mainz 05 erzielte der 26-Jährige drei Tore. Und das gegen eine Elf, die zuvor nur vier Gegentreffer in der Bundesliga kassiert hatte. Tags zuvor hatte Maximilian Eggestein beim 2:0-Sieg der Bremer auf Schalke einen Doppelpack erzielt. Damit kletterte der 21-Jährige in der Statistik weiter nach oben und machte noch einmal deutlich, warum er für Trainer Florian Kohfeldt mittlerweile unverzichtbar ist. Dass er drei seiner vier Tore per Distanzschuss erzielte, verdankt der Jungspung übrigens einem altgedienten Teamkollegen. Claudio Pizarro (40) erklärte nach dem Spiel in Gelsenkirchen: "Ich habe Maxi gesagt, dass er mehr schießen muss, weil er einen richtig guten Schuss hat."

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Jonas Hofmann trifft zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Mainz
Jonas Hofmann trifft zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Mainz © gettyimages / Alex Grimm