Zusammenfassung

  • Jupp Heynckes bringt die Bayern wieder in die Spur.

  • Spannung an der Tabellenspitze: Vier Teams trennen nur vier Punkte.

  • Neuer Saisonrekord mit den meisten Toren an einem Spieltag.

Köln - Jupp Heynckes ist zurück und führt den FC Bayern München gleich zum höchsten Saisonsieg. Durch die erste Heimniederlage von Borussia Dortmund seit zweieinhalb Jahren ist es wieder richtig spannend an der Spitze. Dahinter sorgen Gladbach, Schalke und Frankfurt für Furore. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 8. Spieltag:

1) Gelungenes Heynckes-Comeback

© DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA / Thomas Niedermueller/Getty Images

Er ist wieder da - und wie! Vier Jahre und fünf Monate war Jupp Heynckes als Pensionär im Ruhestand. Gegen den Sport-Club Freiburg gab der einstige Tripple-Coach sein Comeback auf der Bank des FC Bayern München. Und gleich läuft es beim Deutschen Meister wieder rund. Die Bayern zeigten eine starke Leistung, ließen den Breisgauern nicht den Hauch einer Chance und siegten souverän mit 5:0.

So hoch hatten die Münchner in der laufenden Saison noch keinmal gewonnen. Für Heynckes war es gleichzeitig gar sein höchster Auftaktsieg in seinen vier Amtszeiten bei den Bayern. "Die Mannschaft hat auch nach dem 2:0 immer noch auf das nächste Tor gespielt. Das ist positiv", gab sich der Altmeister zufrieden. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen - zwei Remis in der Bundesliga und der Niederlage in Paris - fuhren die Bayern endlich wieder einen Dreier ein. Und profitierten gleichzeitig von der Dortmunder Niederlage gegen Leipzig. Mit einem Schlag ist der FCB wieder voll im Titelkampf. Besser hätte es für Heynckes nicht laufen können.

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2) Erste Niederlage für den BVB

Eine ganz große Serie ist zu Ende gegangen. Mehr als zweieinhalb Jahre und insgesamt 41 Spiele in der Bundesliga in Folge war der Signal Iduna Park eine unerstürmbare Festung. Unglaubliche 34 Siege bei sieben Remis hatte Borussia Dortmund im eigenen Stadion in dieser Zeit eingefahren. In der laufenden Saison standen drei Siege bei 13:1 Toren nach drei Heimspielen in der Statistik. Und dann kam Leipzig und stoppte den sensationellen Lauf, der schon seit längerem Clubrekord für Schwarz-Gelb war.

Bitter für die Borussia: in den 90 Minuten gegen RB kassierten die Borussen mehr Gegentore (drei) als in den vorherigen sieben Partien zusammen (zwei). Und hinzu kommt auch noch die Rote Karte für Abwehrchef Sokratis, der nach seiner Notbremse mindestens im nächsten Spiel fehlen wird. Das schöne Polster von fünf Punkten auf die Verfolger ist auch zusammengeschmolzen. Auf die Bayern sind es nur noch zwei.

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3) Große Spannung an der Spitze

Durch den Sieg von RB Leipzig in Dortmund ist es wieder richtig spannend geworden im Kampf um die Tabellenspitze. Nur vier Punkte trennen den Klassenprimus BVB vom Vierten Hoffenheim, auf Platz zwei (FC Bayern) sind es sogar nur zwei Zähler. Und dazwischen stehen die Leipziger mit aktuell 16 Zählern. Auch weil die Sachsen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Niederlagen gegen Schalke und in Augsburg zuletzt wieder voll durchgestartet sind.

Drei Siege in Folge hat die Mannschaft von Coach Ralph Hasenhüttl eingefahren. Alle drei mit je einem Tor Vorsprung. Damit hat der Vorjahresaufsteiger nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison, die immerhin mit der Vizemeisterschaft endete. Und das obwohl in den letzten Spielen Topstars wie Naby Keita und Timo Werner zeitweise nicht zur Verfügung standen. "Wichtig ist, dass wir immer an uns geglaubt haben", erklärt Hasenhüttl den Aufschwung.

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4) Frankfurt, Gladbach und Schalke im Aufwind

© imago / Krieger

Eintracht Frankfurt ist auf dem Höhenflug. Nach bescheidenem Start und vier Punkten nach vier Spielen geht es steil bergauf in der Mainmetropole. Drei Siege aus den jüngsten vier Spielen haben die Eintracht nach vorne katapultiert. Platz sieben, nur drei Zähler hinter dem Dritten. Einer der Garanten für die Truppe von Coach Niko Kovac ist Ante Rebic. Der Kroate hat in den jüngsten drei Spielen stets einmal getroffen. Vor allem aber steht die Abwehr. Lediglich sieben Mal musste Keeper Lucas Hradecky bisher hinter sich greifen.

Ähnlich gut läuft es auch auf Schalke. Die Knappen haben sich mit dem 2:0 in Berlin wieder auf Platz fünf vorgeschoben, sind nach der schlechten vergangenen Saison wieder auf Kurs nach Europa. Coach Domenico Tedesco scheint im Training besonderes Augenmerk auf die Standards zu setzen. Im Vorjahr der Schwachpunkt der Königsblauen, haben sie nun schon sieben Tore nach ruhenden Bällen erzielt - genauso viele wie in der kompletten Vorsaison. Und Spielmacher Leon Goretzka wird immer mehr zum Teamleader und Antreiber. Mit drei Toren ist er Schalkes Top-Torschütze.

Klangheimlich wieder nach oben hat sich auch die Borussia aus Mönchengladbach geschoben. Die Borussia holte neun Punkte in den jüngsten vier Spielen und marschierte durch das 2:0 in Bremen auf Platz fünf. Lars Stindl schlug in Bremen schon zum dritten Mal in dieser Saison zu.

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5) Neuer Torrekord

Die Bundesliga macht ihrem Ruf als torreichste Liga Europas wieder alle Ehre. Satte 33 Treffer fielen in den neun Partien des achten Spieltags. Das ist ein neuer Saisonrekord. Bisher stand der Bestwert in dieser Spielzeit bei 28 Toren. So viele Treffer waren am vierten Spieltag erzielt worden.

Diesmal legten die Teams noch einmal deutlich zu. Gleich drei Mal standen fünf Treffer auf der Anzeigentafel: Beim 5:0 der Bayern, dem 3:2 von Mainz gegen den HSV und beim 2:3 des BVB gegen Leipzig. Keine Partie endete torlos. Insgesamt fielen im Schnitt 3,67 Tore pro Spiel.

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