Zusammenfassung

  • Andrey Yarmolenko erzielt sein erstes, Shinji Kagawa sein 38. Bundesliga-Tor

  • Fiete Arp ist der erste Bundesliga-Spieler, der im neuen Jahrtausend geboren wurde

  • Claudio Pizarro gibt sein Debüt für den 1. FC Köln

Köln - Die Dortmunder Traumtorschützen Andrey Yarmolenko und Shinji Kagawa erzielen ganz besondere Treffer, Bayern kommt auch unter Willy Sagnol nicht richtig in Schwung, Spieler des neuen Jahrtausends erhalten erstmals Einzug in der Bundesliga und Claudio Pizarro ist zurück. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 7. Spieltag:

1) Dortmunder Jubilare

© imago / Thomas Bielefeld

Borussia Dortmund bleibt auch nach dem 2:1-Sieg in Augsburg Tabellenführer. Grund dafür waren zwei herausragende Tore beim letztlich doch hart erkämpften Dreier. Neuzugang Andrey Yarmolenko erzielte dabei sein erstes Bundesliga-Tor und das dürfte der Ukrainer nicht so schnell vergessen. Per Hacke netzte Yarmolenko zum frühen 1:0 ein, die letztlich auch einzige Möglichkeit, aus dem Gewühl heraus noch das Tor zu erzielen.

Fast noch schöner war aber das 2:1 von Shinji Kagawa: Mit einem Heber vom Format Weltklasse überlupfte der Mittelfeldspieler Augsburgs Schlussmann Marwin Hitz. Auch das war ein ganz besonderes Tor, denn mit nun 38 Treffern ist Kagawa nun alleiniger japanischer Rekord-Torschütze der Bundesliga und hat damit den ehemaligen Mainzer und Stuttgarter Shinji Okazaki überholt.

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2) Generation 2000

Aufgrund der vielen Verletzten ist der Hamburger SV zum Improvisieren gezwungen. Der Trend, dabei zunehmend auf eigene Talente zu setzten, bestätigte sich auch im Nordderby gegen den SV Werder Bremen. In der Startelf standen etwa der 20-Jährige Tatsuya Ito und der 18-Jährige Vasilije Janjicic. "Mich freut es für die jungen Spieler. Sie haben sich gut präsentiert. Das kann unser Weg sein", sagte Trainer Markus nach dem torlosen Remis.

Im Mittelpunkt stand am Ende aber der erst 17-Jährige Fiete Arp. Der aktuelle Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold gab in den Schlussminuten sein Bundesliga-Debüt. Und er läutet damit ein Generationen-Wechsel ein, denn Arp, geboren am 6. Januar 2000, ist damit der erste Bundesliga-Spieler, der im neuen Jahrtausend geboren ist. Und dabei hätte Arp eigentlich gar nicht dabei sein dürfen, denn bei der U17-Nationalmannschaft, die derzeit schon in Indien ist, ist er bei der WM fest eingeplant. Dann bat ihn Gisdol kurzfristig, doch zu bleiben. Und so wird der aktuell jüngste Bundesliga-Spieler der Geschichte noch nach Indien nachreisen.

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3) Aufregendes Debüt

© gettyimages / Matthias Hangst

Mit vielversprechenden Talenten kann derzeit auch die TSG 1899 Hoffenheim auftrumpfen. Nachdem der 19-Jährige Dennis Geiger am vergangenen Samstag gegen Schalke bereits mit seinem zweiten Torschuss in der Bundesliga traf, wurde er von seinem gleichaltrigen Mannschaftskameraden Robin Hack in der Partie gegen Freiburg sogar noch übertroffen.

Hack schaffte es bei seinem Bundesliga-Debüt, gleich mit seinem ersten Torschuss in der 14. Minute zu treffen. Das nahezu perfekte Debüt endete für den Nachwuchsstürmer aber jäh: Weil er mit seinem Mitspieler Kevin Vogt beim Kopfball aneinander gerasselt war, musste Hack mit einem Brummschädel bereits vor der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Am Ende wurde eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert, der Debütant konnte nach dem für ihn sehr ereignisreichen Tag aber schon wieder mit der Mannschaft nach Hause reisen.

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4) Bayern mit Sand im Getriebe

Nach dem sich der FC Bayern München und Carlo Ancelotti unter der Woche getrennt hatten, gab Interimstrainer Willy Sagnol sein Debüt an der Seitenlinie. Doch das hatte sich der Franzose sicher anders vorgestellt. Nachdem es zunächst nach Toren von Mats Hummels und Robert Lewandowski mit 2:0 noch sehr vielversprechend aussah, verspielte der Rekordmeister den Vorsrpung noch und kassierte zwei Gegentore. Erstmals in der Geschichte der Bundesliga verspielten die Bayern damit in zwei aufeinanderfolgenden Spielen eine 2:0-Führung. Tabellenführer Dortmund hat nun bereits einen komfortablen 5-Punkte-Vorsprung.

Getrübt wurde der Eindruck zusätzlich von der Knieverletzung Franck Riberys. Der 34-Jährige rutschte ohne Gegnereinwirkung so unglücklich über den Ball, dass er mit dem Schuh im Rasen hängen blieb und unter großen Schmerzen ausgewechselt werden musste. Diagnose: offen, doch es würde nicht verwundern, wenn Ribery eine längere Pause droht.

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5) Pizarro ist zurück

In der 54. Minute wurde es plötzlich sehr laut im Rheinenergie-Stadion in Köln-Müngersdorf. Die Fans des 1. FC Köln empfingen ihren jüngsten Neuzugang Claudio Pizarro bei der Partie gegen RB Leipzig frenetisch. Der Peruaner war erst unter der Woche verpflichtet worden und ersetzte den verletzten Jhon Cordoba.

Und die Bundesliga-Legende zeigte gleich mit der ersten Aktion, dass er sofort weiterhelfen kann, legte einen Ball wunderbar ab auf Leonardo Bittencourt, dessen Tor dann jedoch wegen Abseits zurückgepfiffen werden musste. Pizarro strahlte in einer weiteren Chance Torgefahr aus, war aber vor allem auch als Leader seiner Mannschaft auffällig. Am Ende reichte es für den FC zwar wieder nicht für einen Punkt, doch Pizarro verspricht viel Hoffnung für die nächsten Wochen.

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