Köln - Je älter die Bundesliga, desto attraktiver wird sie. Etwa 450.000 verkaufte Dauerkarten sind ein deutlicher Beweis, welche Anziehungskraft die Bundesliga auch schon vor Anpfiff ihrer 50. Spielzeit ausübt. Von Dortmund bis München, von Hamburg bis Fürth haben die Ticket-Verantwortlichen den Verkauf der Dauerkarten bereits einstellen müssen.

Der FC Bayern hat den Verkauf seiner Saisontickets nach 39.500 Bestellungen gestoppt und schon am 11. Juli gemeldet, dass alle 17 Bundesliga-Heimspiele in der Allianz Arena ausverkauft seien. "Dies zeigt erneut, wie attraktiv und beliebt der FC Bayern München ist", sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG.

Ticket-Käufer in Fürth übernachten vor Kassenhäuschen



Selbst Borussia Dortmund mit seinen mehr als 80.000 Plätzen im SIGNAL IDUNA PARK stand einer nie gesehen Dauerkarten-Nachfrage gegenüber. Nach 54.000 Tickets beendete der Deutsche Meister den Dauerkartenverkauf und musste mehr als 35.000 weitere Interessenten (!) vertrösten. Theoretisch wäre damit sogar das größte Stadion der Bundesliga zu klein, um alle Dauerkarten-Interessenten unterzubringen.

Riesengroß war und ist natürlich auch das Interesse der Fans der drei Bundesliga-Aufsteiger. Die SpVgg Greuther Fürth hat vor ihrer ersten Bundesliga-Saison alle 13.000 Saisontickets verkauft. Schon abends hatten sich einige Anhänger vor den Kassenhäuschen der Trolli ARENA und den Verkaufsschaltern in der Fürther Innenstadt eingefunden, um am Samstag, 14. Juli zu den ersten Käufern zu gehören.

Rekordjagd bei Fortuna Düsseldorf



Die Frankfurter Eintracht hat ihr Limit von 26.000 Saisontickets ebenfalls früh erreicht, während Fortuna Düsseldorf seinen eigenen Rekord noch immer ausbaut. "Es gibt eine Zahl, die mit einer drei vorne beginnt, bei der wir mit dem Verkauf aufhören würden. Zu jedem Spiel werden aber Tageskarten erhältlich sein. Das sind wir unseren Fans schuldig, die sich aus unterschiedlichen Gründen keine Dauerkarte kaufen können", erklärte Düsseldorfs Präsident Peter Frymuth bei "RP Online".

Tageskarten sind auch für die Fans von Werder Bremen, des Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach, des 1. FC Nürnberg oder des FC Schalke 04 die Alternative, um ein Heimspiel ihrer Mannschaft zu sehen. Denn auch diese Clubs haben den Dauerkartenverkauf bereits gestoppt.

Auch Auswärtsdauerkarten im Angebot



Daneben bieten einige Clubs wie Dortmund, Düsseldorf oder Frankfurt auch Auswärtsdauerkarten an. Hierbei stehen in der Regel Dauerkarten für Steh- oder Sitzplätze zur Wahl. Informationen zur Verfügbarkeit von Auswärtsdauerkarten erhalten Interessenten über die Fanbeauftragten der Bundesliga-Clubs.

Schon in der Saison 2011/12 konnte die Bundesliga erneut einen Zuschauerrekord verzeichnen. Pro Spiel wurden in dieser Spielzeit durchschnittlich 44.293 Tickets gelöst. Das entsprach einer Steigerung um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.