Derbysieger Dortmund, Torfabrik Bayern und Tabellenführer Leipzig - © Matthias Hangst/Bundesliga/via Getty Images / DFL/Getty Images/Simon Hofmann / imago images / Picture Point LE
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5. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Borussia Dortmund gewinnt das Revierderby gegen den FC Schalke 04, die Torfabrik FC Bayern München ist unermüdlich und RB Leipzig grüßt weiter von der Tabellenspitze - diese Themen stehen am 5. Bundesliga-Spieltag im Fokus.

1) Dortmund ist die Nummer eins im Revier

Nach dem schwachen Auftakt in der Champions League gegen Lazio Rom hat Borussia Dortmund die Wunden geleckt und rechtzeitig zum Revierderby die Kurve gekriegt. Gegen den FC Schalke 04 agierte der BVB deutlich stärker als noch unter der Woche, bewies nach einem 0:0 zu Pause Geduld und überrollte Schalke schließlich mit einem klaren 3:0.

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Neben Rückkehrer Manuel Akanji, der der Abwehr Stabilität zurückbrachte und gleich das Führungstor erzielte, überzeugte einmal mehr Mittelstürmer Erling Haaland. Der Norweger erzielte im fünften Ligaspiel seinen fünften Treffer. Statt der gewohnten Urgewalt bewies der 20-Jährige diesmal auch, dass er Gefühl im Fuß hat und chippte den Ball formvollendet über Schalke-Keeper Frederik Rönnow hinweg ins Tor. "Es war das erste Mal, dass ich das bei ihm gesehen habe", sagte Akanji nach dem Spiel. "Normalweise haut er die Dinger ja immer mit dem Vollspann unter die Latte."

Besonders angetan vom bulligen Stürmer ist auch der ehemalige BVB-Profi Kevin Großkreutz, der auf Instagram bereits verlauten ließ, Haaland könne nach dem Derbysieg ein Jahr lang frei in seinem Restaurant essen.

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2) Torfabrik FC Bayern weiter nicht zu stoppen

Nach dem 4:0 in der Champions League gegen Atletico Madrid unter der Woche setzte der FC Bayern München auch in der Bundesliga ein Ausrufezeichen: Gegen Eintracht Frankfurt schoss der Rekordmeister ein deutliches 5:0 heraus, überragender Mann dabei war der Dreifach-Torschütze Robert Lewandowski. Dazu gesellten sich Leroy Sane und Jamal Musiala, die kurz vor Schluss den Endstand in einer einseitigen Partie herstellten. Von Müdigkeit ob der hohen Belastung in einer Englischen Woche war bei der Mannschaft von Trainer Hansi Flick keine Spur.

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Lewandowski erzielte beim klaren Kantersieg der Münchener seine Saisontore Nummer acht bis zehn, der polnische Weltklasse-Stürmer stellte damit einen neuen Rekord nach fünf Spieltagen auf: Nie zuvor hatte ein Akteur so früh eine zweistellige Anzahl an Toren auf dem Konto. Auch als Mannschaft konnte der FCB einen neuen Bestwert aufstellen: 22 Treffer hat der FC Bayern bereits nach fünf Spieltagen auf dem Konto. Damit wurde ein neuer Rekord aufgestellt, die bisherige Bestmarke von 20 Toren stellte Borussia Mönchengladbach zu Beginn der Saison 1973/74 auf.

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Insgesamt präsentierte sich die Offensive des Rekordmeisters in herausragender Verfassung, spielfreudig wie zu besten Zeiten ließen Lewandowski, Müller und Co. den bedauernswerten Gästen keinerlei Chance. "Wir sind im Moment sehr effizient und nutzen die Chancen entschlossen", lobte FCB-Coach Hansi Flick seine "Abteilung Attacke", die einmal mehr auf ganzer Linie überzeugte. So vergoldeten die Münchener durch den nächsten Erfolg den starken Auftritt gegen Atletico. "Die Siege in der Champions League sind umso schöner, wenn man danach auch in der Bundesliga gewinnt", freute sich Flick über den Auftritt seines Teams.

3) Leipzig bleibt Tabellenführer

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Eiskalt verwandelte Marcel Sabitzer den Ball aus elf Metern unten rechts im Tor, Alexander Schwolow hatte keine Chance. Routiniert drehte der Österreicher zum Jubeln ab und formte seine beiden Hände zu einem großen Herz: ein Gruß an seine Partnerin Katja und Töchterchen Mary Lou. Nach mehrwöchiger Pause wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel war der Kapitän der Leipziger wieder zurück - und direkt wichtig: Sein Treffer war das entscheidende 2:1 für RB Leipzig gegen Hertha BSC. "Ich bin überglücklich über mein Comeback. Ich war top vorbereitet - hatte mit unserem Rehatrainer eine tolle Zusammenarbeit. Er hat mich auf ein gutes Level gebracht", sagte der Matchwinner nach der Partie.

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Die Berliner gingen in der 8. Minute in Führung. Der starke Dayot Upamecano - er gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe - erzielte aber postwendend den Ausgleich. Gegen leidenschaftlich verteidigende Berliner rannte das junge Team von Julian Nagelsmann unermüdlich an, erspielte sich zahlreiche Chancen. Ab der 50. Minute agierte Leipzig gar in Überzahl - und die Mannschaft von Bruno Labbadia igelte sich noch mehr hinten ein als zuvor. Angelino, Neuzugang Justin Kluivert sowie Christopher Nkunku zeigten eine ansprechende Leistung und kamen zu zahlreichen Chancen.

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Den Turnaround schafften die Sachsen dann aber dank der Einwechslung von RB-Urgestein Yussuf Poulsen - und vor allem dank Sabitzer, der ebenfalls rein kam und nach fünf Minuten direkt eine große Chance hatte. Nach dem von Kämpfer Willi Orban herausgeholten Elfmeter vollstreckte Sabitzer und schoss eine starke Leipziger Mannschaft dort hin, wo sie aktuell hingehört: an die Tabellenspitze.

Jonas Hofmann bringt neuen Schwung bei Gladbach ins Spiel - Alex Grimm/Getty Images

4) Gladbach im Aufwind

Borussia Mönchengladbach hat im vierten Spiel in Folge gepunktet. Am Wochenende gab es einen 3:2 (1:2)-Sieg für die Mannschaft von Marco Rose, die einen langen Atem bewies. Neu beim jüngsten Erfolg: Die Fohlen-Elf geriet erstmals in dieser Bundesliga-Saison in Rückstand, ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und hatte dann in der Schlussphase das Glück des Tüchtigen. Bis zum Ende blieb die Mannschaft auf dem Platz ruhig und glaubte an ihre Stärken.

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Trainer Rose hatte nach dem anstrengenden Champions-League-Spiel unter der Woche gegen Inter Mailand (2:2) auf einigen Positionen umgestellt, so spielte etwa Tony Jantschke von Beginn an. Und auch der gerade erst 18 Jahre alte Rocco Reitz feierte im defensiven Mittelfeld sein Bundesliga-Debüt. Doch Gladbach war anzumerken, dass in dieser Konstellation nicht alle Räder ineinander griffen, defensiv kam die Mannschaft vom Niederrhein immer wieder ins Straucheln. Nach einer Stunde hatte Rose bereits vier Mal gewechselt. Und spätestens als die etablierten Kräfte auf dem Rasen standen, kam der Zug ins Rollen.

Als nächster Gegner kommt RB Leipzig nach Mönchengladbach. Ein echtes Top-Spiel, das der Borussia womöglich aufzeigen wird, ob sie ganz oben mitspielen kann in dieser Saison.

5) Schwung und vier Tore im ersten Montagsspiel

>>> Doppelpack Alario: Leverkusen schlägt Augsburg

Am Ende einer perfekten englischen Woche fuhr Bayer 04 Leverkusen den zweiten Saisonsieg in der Bundesliga ein. Gegen Lieblingsgegner FC Augsburg gewann das Team von Peter Bosz verdient und souverän mit 3:1 (1:0). Vier Tore also im ersten Montagsspiel der Bundesligasaison 2020/21.

Zuvor hatte Bayer erst Mainz 05 mit 1:0 und am Donnerstag OGC Nizza mit 6:2 geschlagen. Die Feuerkraft aus der Europa League nahm die Werkself mit in das erste Montagsspiel der Bundesligasaison: Lucas Alario - gegen die Franzosen Schütze des 2:0 - brachte Leverkusen per Doppelpack auf die Siegerstraße, Diaby setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Der Argentinier Alario traf schon zum sechsen Mal doppelt im Bayer-Trikot und ebnete seiner Mannschaft den Weg zur Rekorderweiterung: Leverkusen verlor in der Bundesliga keines der nun 19 Duelle gegen den FC Augsburg. Keine andere Bundesliga-Paarung gab es so oft, ohne dass eine Mannschaft jemals verlor.

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Nach holprigem Saisonstart fuhren Alario und Co. gegen den FCA die Punkte 7 bis 9 ein und entern damit die Top 4: Nur RB Leipzig (13 Punkte), der FC Bayern und Borussia Dortmund (jeweils 12) stehen nach fünf Spielen vor den Rheinländern.

Und auch Augsburg hat nach dem in letzter Sekunde noch deutlich ausgefallenen Ergebnis keinen Grund, Trübsal zu blasen. Platz 11 und 7 Punkte sind Beleg für einen gelungenen Saisonstart. Am Montagabend zeigten die Fuggerstädter, dass ihr starker Auftritt gegen Dortmund am zweiten Spieltag keine Ausnahme war: Heiko Herrlichs Team kann auch den Top-Teams Probleme bereiten. Anführer einer unerschrockenen Augsburger Truppe war einmal mehr Daniel Caligiuri, der kurz nach dem Seitenwechsel den Ausgleich erzielte.

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