Köln - Es ist der letzte Spieltag vor der Winterpause und die Mannschaften wollen sich mit einem positiven Ergebnis vor Weihnachten verabschieden. Der BVB kann noch einen Rekord aufstellen und Manuel Neuer steht vor einer neuen Bestmarke. Diese und noch weitere Geschichten zum 17. Spieltag in der Bundesliga.

Die Jagd nach dem Rekord

Die Hinrunde verlief für Borussia Dortmund nach Plan. Nach 16 Spielen steht das Team mit 38 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und ist der Bayern-Jäger Nummer Eins. Noch vor einem Jahr überwinterte der BVB auf einem Abstiegsplatz. Mit einem Sieg in Köln könnte Dortmund einen eigenen Rekord brechen: Die Dortmunder stehen aktuell bei 46 geschossenen Toren – das ist Ligaspitze. Der Rekord der Borussen nach 17 Spieltagen stammt aus der ersten Bundesliga-Saison, als Dortmund nach 17 Runden bei 50 Toren stand. Gelingen der Borussia in Köln also folglich mindestens vier Treffer, so können sie diesen Rekord einstellen. Der wohl richtige Mann dafür ist Pierre-Emerick Aubameyang. Er ist auf dem besten Weg, Top-Torjäger des Kalenderjahres zu werden. Der Gabuner traf im Jahr 2015 satte 29 Mal. Mit einem Doppelpack in Köln wäre Aubameyang nach Gerd Müller erst der zweite Bundesliga-Spieler in der Historie, der in der Hinrunde 20 Mal traf.

Typen der Hinrunde 2015/16: Pierre-Emerick Aubameyang

Neuer vor Bestmarke

Bereits am letzten Spieltag machte der FC Bayern München die Herbstmeisterschaft perfekt und unterstrich damit die Ambitionen für die Saison - mit fünf Punkten Vorsprung auf den Nachfolger aus Dortmund. Für die Münchner ist es die fünfte Herbstmeisterschaft in Folge – eine solche Serie schaffte zuvor noch nie ein Team. Für einen Spieler wird die Partie gegen Hannover 96 eine besondere sein: Manuel Neuer steht vor seinem 300. Bundesliga-Spiel. Nach nun bereits 299 Spielen, kann Neuer auf eine beeindruckende Statistik zurückblicken: Er kassierte in seinen bisherigen Partien nur 238 Gegentore, 142 Mal blieb er ohne Gegentreffer – den bisherigen Rekordhalter bei der 300. Partie übertrifft Neuer damit deutlich: Oliver Reck kassierte in seinen ersten 300 Bundesliga-Spielen 323 Gegentore und hielt dabei 117 Mal seinen Kasten sauber.

Video: Top-Torhüter der Bundesliga

Noch einmal alles geben

Es war eine bittere Niederlage die Andre Schubert und sein Team am vergangenen Spieltag in Leverkusen hinnehmen mussten. Das 0:5 im elften Bundesliga-Spiel war Schuberts erste Niederlage und gleich auch die höchste der Saison. Doch nun heißt es die vergangenen Tiefschläge hinter sich zu lassen und im letzten Spiel des Jahres noch einmal alles zu geben. Gegen Darmstadt will Borussia Mönchengladbach alles auf den Platz bringen und mit einem Sieg in die Winterpause gehen. "Wie schwierig es ist, gegen einen Aufsteiger zu spielen, hat schon das 0:0 gegen Ingolstadt gezeigt. Deshalb müssen wir am Sonntag noch einmal alles abrufen", sagt Oscar Wendt im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de.

Herthas Höhenflug

Sie sind die Überraschungsmannschaft der Liga und haben viele überrascht. Hertha BSC legt einen beeindruckenden Lauf hin und steht mit 29 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Für die Hertha ist es die beste Bundesliga-Hinrunde seit sieben Jahren. Aber diese Platzierung kommt nicht von ungefähr: Hertha gewann in dieser Spielzeit schon genauso oft (neun Mal) wie in der kompletten Vorsaison. Einer dem dieser Höhenflug zugeschrieben werden kann, ist Trainer Pal Dardai. Er hat seine Mannschaft gut aufgestellt. "Außerdem hat sich Hertha sehr gut verstärkt. Vedad Ibisevic ist genauso ein Volltreffer wie Mitchell Weiser, der auf der rechten Seite marschiert. Dahinter spielt Vladimir Darida eine wichtige Rolle. Die Neuverpflichtungen haben richtig eingeschlagen", sagt der ehemalige Hertha-Innenverteidiger Marko Rehmer im exklusiven Interview mit bundesliga.de.

Mexikanische Offensivpower

Es war sein erster Dreierpack in der Bundesliga, den Chicharito am vergangenen Spieltag gegen Borussia M'gladbach feiern konnte. Javier Hernandez hat in Leverkusen eingeschlagen wie schon lange kein Stürmer mehr vor ihm. In 20 Pflichtspielen dieser Saison traf "die kleine Erbse" bereits 17 Mal. Zehn Tore in der Bundesliga, davon neun in den letzten sieben Partien, fünf in der Champions League und zwei im Pokal gingen auf sein Konto. Zusammen mit Stefan Kießling zählt der Mexikaner zu einem der gefährlichsten Offensivduos der Bundesliga.