Köln - Derbytime in der Bundesliga. Im Süden kreuzen der FC Bayern München und der VfB Stuttgart die Klingen, der 1. FC Köln trifft im rheinischen Duell auf Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund empfängt Schalke 04 zum Revierderby. bundesliga.de präsentiert die Topfakten zum 12. Spieltag.

Bayern will Heimstärke fortführen

Am 12. Spieltag trifft mit dem FC Bayern München die stärkste Offensive der Bundesliga (33 Tore) auf die schlechteste Abwehrreihe. Der VfB Stuttgart kassierte bereits 23 Gegentreffer in dieser Spielzeit. "Es gibt keinen Masterplan gegen den FC Bayern. Dennoch, wir können schon auch ein paar Sachen, die München wehtun", gibt sich VfB-Trainer Alexander Zorniger angriffslustig. Zwei Siege und eine Niederlage in den letzten drei Spielen sprechen für den positiven Aufwärtstrend des VfB, der mit Geburtstagskind Geoffroy Serey (wird 31 Jahre alt) etwas Zählbares aus der Allianz-Arena mitnehmen will. Die Bayern gewannen allerdings bislang alle sechs Heimspiele in dieser Saison.

Heißer Tanz am Rhein

Der Tabellensiebte aus Leverkusen empfängt mit dem 1. FC Köln den Rivalen aus der Domstadt zum rheinischen Derby. Die Geißböcke blieben in den letzten drei Bundesliga-Spielen ohne eigenen Treffer und hoffen, die Torflaute endlich beenden zu können. "Wenn wir weiter so spielen, wird der Knoten aber auch platzen. Man muss sich einfach weiter die Chancen so erspielen, dann können wir am Samstag die Leverkusener schon wieder ärgern“, erklärt Torwart Timo Horn. Mit einem Erfolg würde der FC in der Tabelle an der Werkself vorbeiziehen. Die Leverkusener suchen derzeit nach Stabilität. In den letzten vier Spielen gab es zwei Unentschieden, einen Sieg und eine Niederlage. Mittelfeldspieler Kevin Kampl will von einem Formtief nichts wissen. "Krise? Quatsch, die haben wir nicht. Wir haben eine junge, tolle Mannschaft. Das werden wir auch gegen den FC zeigen. Und wenn wir das Derby gewinnen, sind wir wieder ganz nah oben dran“, sagt er. Zuletzt drehte Bayer zu Hause einen zweimaligen Rückstand gegen den VfB Stuttgart.

Seriensieger auf dem Prüfstand

Trainer André Schubert und sein Team reiten derzeit auf der Erfolgswelle. Seit sechs Bundesliga-Spielen gehen die Fohlen unter dem Coach als Sieger vom Platz. Diese Serie möchte Borussia Mönchengladbach im kommenden, ersten Aufeinandertreffen mit Aufsteiger Ingolstadt ausbauen. Damit würde der Trainer den Bundesliga-Startrekord von Otto Rehagel (sieben Siege zum Auftakt mit einem neuen Team), einstellen. Ingolstadt holte elf der bislang 15 Punkte auf fremden Plätzen. Die letzten drei Bundesliga-Spiele blieb der Aufsteiger zwar sieglos, dennoch ließ man in der Fremde erst drei Gegentreffer zu, das schaffte bislang noch kein Aufsteiger. Neben dem FC Bayern München hat der FCI mit erst neun Gegentreffern die stärkste Defensive der Liga.

Das Revierderby

Seit sechs Pflichtspielen in Folge ist Borussia Dortmund ungeschlagen, in der Bundesliga gewann man zuletzt drei Spiele hintereinander. Entsprechend breit ist die Brust der Schwarz-Gelben vor dem Revierderby am 12. Spieltag gegen den FC Schalke 04. Zudem war das letzte Derby eines der klarsten der Bundesliga-Geschichte: Beim 3:0-Sieg im Februar lautete das Torschussverhältnis 31:3 für die Borussia. Verzichten muss der Gastgeber auf Marco Reus. Der Flügelstürmer erlitt in der UEFA Europa League gegen Qäbälä FK einen Muskelfaserriss und muss voraussichtlich zwei Wochen pausieren. Trainer André Breitenreiter und seine Knappen blieben die letzten fünf Pflichtspiele in Folge sieglos. Torhüter Ralf Fährmann fordert deshalb vor dem 147. Derby: "90 Minuten volle Leidenschaft, volle Emotion.“

Tore garantiert

Noch nie stand die Null. Im Bundesliga-Spiel der Jubilare zwischen dem FC Augsburg und Werder Bremen fielen in acht Begegnungen immer Tore. Und gleich vier Spieler - Tobias Werner (200. Pflichtspiel, Dominik Kohr 50. Pflichtspiel,  Alexander Esswein 50. Pflichtspiel, Ja-Cheol Koo 50. Pflichtspiel) - können kommenden Sonntag für den FCA ein Jubiläum feiern. Bei den Hanseaten bestreitet Theodor Gebre Selassie sein 100. Pflichtspiel für Werder. Seit sechs Bundesliga Spielen wartet Augsburg auf einen Sieg, holte in seiner Bundesliga-Historie zu Hause aber nur gegen Werder zehn Punkte und schoss elf Tore. Ein Heimsieg im Kellerduell würde das Tabellenschlusslicht dem rettenden Ufer wieder ein Stück näher bringen. Auch Bremen verlor zuletzt sechs der sieben Spiele und rangiert derzeit auf dem Relegationsplatz. Allerdings holte Werder in dieser Saison sieben der zehn Punkte auf fremden Plätzen.