Bremen in der Relegation, Bayern hat die Schale, Kramaric schießt den BVB ab - © Getty Images (2), Imago Images (1)
Bremen in der Relegation, Bayern hat die Schale, Kramaric schießt den BVB ab - © Getty Images (2), Imago Images (1)
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34. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Der FC Bayern München macht die 100 voll, SV Werder Bremen in der Relegation, Viererpacker Andrej Kramaric - die Themen des 34. Spieltags.

1) Der FC Bayern München macht die 100 voll

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Rekord verpasst, aber eine historische Marke erreicht: Beim 4:0-Sieg in Wolfsburg durchbrach der FC Bayern München die 100-Tore-Schallmauer, ist erst die zweite Mannschaft, die in einer Bundesliga-Saison dreistellig getroffen hat. Erstmals vollbrachte dieses Kunststück die Bayern-Mannschaft von 1971/72, deren Bestmarke von 101 Thomas Müller und Co. knapp verpassten. Müller trat in der Schlussphase in die Fußstapfen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der seinerzeit den 100. Treffer markiert hatte. In der ersten Hälfte hatten die Franzosen Kingsley Coman und Mickael Cuisance den Meister mit ihren Treffern auf die Siegerstraße gebracht.

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Und natürlich trug sich auch Robert Lewandowski noch in die Torschützenliste ein. Den Titel Spieler der Saison hatte er schon vor dem Spiel in der Tasche. Der Pole schraubte seine Saisonbilanz per Foulelfmeter hoch auf 34, baute so seinen Rekord der meisten Bundesligatore eines Ausländers in einer Saison aus. Einzig der legendäre Gerd Müller schoss in der Saison 1971/72 noch sechs Tore mehr. Auf die magische Marke von 40 Toren wurde Lewandowski nach Erhalt seiner fünften Torjägerkanone (der vierten als Bayern-Spieler) angesprochen - und gab zu bedenken, dass er verletzungsbedingt ja drei Spiele verpasst habe. Abgehakt, so viel wurde klar, hat Bayerns Tormaschine den "ewigen Rekord" noch nicht.

>>> Spielbericht: Bayern schlägt Wolfsburg mit 4:0

Die Spieler des FC Bayern München stemmen zum achten Mal in Folge die Schale in die Höhe - Stuart Franklin/Getty Images

2) Gladbach und Hoffenheim bejubeln Europa

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Borussia Mönchengladbach hat das Fernduell mit Bayer 04 Leverkusen um den letzten verbleibenen Platz in der Champions League für sich entschieden. Wie bereits über die gesamte Saison überzeugte die Elf von Marco Rose mit starkem Pressing, schnellem Umschalten und kam so zu zahlreichen Chancen. Jonas Hofmann brachte Gladbach früh in Führung. Als Breel Embolo in der 78. Minute das 2:0 erzielte, fiel den stürmenden „Fohlen“ sichtbar eine große Last von den Schultern – das 1:2 durch Ibisevic war nur noch Ergebniskosmetik der Hertha. Nach 2015 und 2016 qualifizierte sich Gladbach nun zum dritten Mal für die Gruppenphase der Champions League. "65 Punkte – also wenn wir die Champions League nicht verdient haben, dann weiß ich auch nicht", sagte Weltmeister Christoph Kramer mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

>>> Spielbericht: Gladbach gewinnt 2:1

Für die TSG 1899 Hoffenheim geht es nach einer überragenden Vorstellung gegen Borussia Dortmund ebenfalls nach Europa: Nach dem 4:0 beim BVB, Andrej Kramaric erzielte alle Treffer für die TSG, ziehen die Kraichgauer nach 2016/17 (Europa League) und 2017/18 (Champions League) zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in den Europapokal ein.

>>> Spielbericht: Kramaric schnürt den Viererpack

3) Werder sensationell in der Relegation - Düsseldorf abgestiegen

Der SV Werder Bremen hat die Sensation geschafft und Platz 16 erobert, Fortuna Düsseldorf fiel hingegen vom Relegationsrang und ist abgestiegen. Bremen beeindruckte beim 6:1 gegen Köln, die Fortuna enttäuschte derweil beim 0:3 bei Union.

Vor dem 34. Spieltag sah die Situation wie folgt aus: Düsseldorf lag zwei Punkte vor Werder, bei einer um vier Treffer besseren Tordifferenz. Der SVW benötigte also auf jeden Fall einen Sieg, während F95 nicht gewinnen durfte - bei einem Fortuna-Remis hätte Bremen mit vier Toren Abstand siegen müssen.

>>> Spielbericht: Werder klettert auf Rang 16

Und die Werderaner zeigten gegen den FC schnell, dass sie noch voll an den Klassenerhalt glaubten. Yuya Osako, Milot Rashica und Niclas Füllkrug trafen vor der Halbzeit zur komfortablen Pausenführung. Komfortabel war die Situation alles in allem bei einem Düsseldorfer 0:1 in Berlin da allerdings nicht, denn schon ein Tor der Rheinländer hätte die Hanseaten wieder unter Zugzwang gesetzt.

Nach der Pause erhöhten die Grünweißen allerdings schnell auf 4:0, F95 geriet derweil 0:2 in Rückstand. Schließlich endeten die Partien 6:1 und 0:3 - und das Werder-Wunder war perfekt.

>>> Spielbericht: Fortuna nach 0:3 abgestiegen

Niclas Füllkrug bejubelt seinen Treffer gegen Köln - Oliver Hardt/Pool/Getty Images

4) Andrej Kramaric schnürt einen Viererpack

Am 34. Spieltag schaffte es erstmals in der Saison 2019/20 noch ein Spieler, vier Tore in einer Partie zu erzielen: Andrej Kramaric schoss die TSG Hoffenheim mit seinen Treffern auf Platz sechs und damit in die Gruppenphase der Europa League. "Ein wunderbares Gefühl. Das passiert einem nicht so häufig. Ich bin stolz auf meine Jungs", sagte der glückliche Kramaric nach dem 4:0-Erfolg bei Borussia Dortmund im Sky-Interview.

>>> Die Torjägerliste

Der 29-Jährige schrieb mit seiner Leistung Geschichte, er schnürte den ersten Bundesliga-Viererpack eines Hoffenheim-Spielers. Kramaric zeigte einmal mehr, dass er ein Rückrunden-Torjäger ist. Der kroatische Nationalstürmer erzielte nun 45 seiner 62 Bundesliga-Tore in Rückrunden.

>>> Zur Bundesliga-Tabelle

5) Bundesliga-Rekord für Timo Werner

Timo Werner hat mit seinem Doppelpack nicht nur den 2:1-Sieg von RB Leipzig beim FC Augsburg gesichert, sondern mit seinen Toren 27 und 28 gleich zwei Rekorde gebrochen. Der 24-Jährige stellt mit 17 Auswärtstoren den historischen Rekord von Jupp Heynckes aus der Spielzeit 1973/74 in dieser Bundesliga-Saison ein und verabschiedet sich aus Leipzig mit nunmehr 95 Pflichtspieltoren als Rekordtorschütze der Sachsen.

>>> Spielbericht: Werner schießt Leipzig zum Sieg

Werner, der im Sommer zum FC Chelsea in die Premier League wechselt, brachte die Leipziger in Führung (28.). Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Ruben Vargas (72.) schlug Werner erneut zu (81.) und überflügelte mit seinem 95. Tor im 159. Pflichtspiel für die Roten Bullen den bisherigen Rekordhalter Daniel Frahn (93).