Während auf der Positon des Torhüters und in der Abwehr der Kampf um die WM-Tickets recht überschauber ist, wird es bei der Auswahl der Mittelfeldspieler für das Betreuerteam um Bundestrainer Joachim Löw wohl eine harte Entscheidung werden.

Denn gerade im Mittelfeld lassen in der Bundesliga gerade viele junge Spieler aufhorchen. So kam Aaron Hunt als 32. Debütant in der Ära Löw zu seiner Länderspielpremiere.

Im Angriff sind Lukas Podolski, Mario Gomez und Miroslav Klose wohl gesetzt. Mit Stefan Kießling hat der Top-Torjäger der Bundesliga im Test gegen die Ivorer seine Leistungsfähigkeit aber bewiesen.

bundesliga.de hat sich die einzelnen Mannschaftssteile genau angeschaut und wagt einen Blick voraus.

Wenn einer sicher zur WM mitfliegt, dann ist das Michael Ballack. Er ist Kapitän und Kopf der Mannschaft. Ballack gibt den Takt vor und kitzelt alleine durch seine Präsenz noch einmal mehr Leistung aus den anderen Spielern heraus. Bastian Schweinsteiger blieb bislang zwar unter seinen Erwartungen zurück, ist bei Löw aber auch gesetzt und hatte hinter Lahm die meiste Einsatzzeit. Der Aufsteiger des Jahres ist Mesut Özil. Seine Kreativität wirkte belebend. Im Schnitt war er alle 14 Minuten an einem Torschuss beteiligt. Er kann den Koffer also auch schon mal packen. Ein namhaftes "Opfer" könnte es auf der Positon im defensiven Mittelfeld geben: Thomas Hitzlsperger oder Simon Rolfes. Die Leistung spricht momentan klar für Rolfes. Und sonst? Piotr Trochowski ist nicht beständig in seinen Leistungen, steht bei Löw aber hoch im Kurs. Vielleicht rutscht sein Hamburger Vereinskamerad Marcell Jansen ja wieder in den Kader. Dazu machte Löw indirekt den Youngstern Marko Marin, Aaron Hunt und Thomas Müller Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme. Christian Gentner kann zwar vielseitig eingesetzt werden, konnte im DFB-Trikot aber noch nicht überzeugen.

Lukas Podolski, Mario Gomez und Miroslav Klose - das Triumvirat im DFB-Sturm. In der Bundesliga läuft es für die drei mäßig. Nur gut, dass es die Nationalmannschaft gibt. Da netzte Podolski gleich sechs Mal. So oft wie kein anderer deutscher Spieler. Ihm folgt Mario Gomez, der seine fünf Treffer aber alle in Freunschaftsspielen erzielte. Klose schlug vier Mal zu. Hinter diesem Trio verspielte sich Cacau durch magere Auftritte wohl schon fast alle Chancen, obwohl Löw auf so einen Typ "Arbeitstier" nicht gerne verzichten würde. Doch mit Stefan Kießling hat sich jetzt ein anderer Stürmer gegen die Elfenbeinküste in den Vordergrund gespielt. Der Top-Torjäger der Bundesliga traf zwar nicht, heimste aber ein Sonderlob vom Bundestrainer ein. Sein Teamkollege Patrick Helmes könnte auch mit in der Lotterie sein, wenn er nach seinem Kreuzbandriss schnell wieder zu alter Form findet. Oder begnadigt Löw Kevin Kuranyi, der bei Schalke derzeit groß aufspielt? Dies ist zwar eher unwahrscheinlich, aus Mangel an Alternativen aber nicht ganz unmöglich. Entscheidend könnte sein, ob Löw in Südafrika mit vier oder fünf Stürmern plant.


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