Das 2:2 gegen die Elfenbeinküste war für die deutsche Nationalmannschaft der letzte Auftritt in diesem Jahr.
Der Test gegen die Ivorer sollte eigentlich als Schaulaufen für die Spieler dienen, um sich für die Weltmeisterschaft 2010 zu empfehlen. Doch unter dem Eindruck des Todes von Robert Enke war das Ergebnis eher nebensächlich.

Da wenige Tage zuvor das Freundschaftsspiel gegen Chile abgesagt wurde, bietet sich potenziellen WM-Kandidaten nur noch das Duell gegen Argentinien im März für ein direktes Bewerbungsschreiben.

Dass Bundestrainer Joachim Löw die Leistungen in der Bundesliga honoriert, zeigte der Auftritt von Stefan Kießling und Aaron Hunt. Letzterer war der neunte Debütant und der 34. Spieler insgesamt, der 2009 zum Einsatz kam. Sieben Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage lautet die Bilanz der DFB-Elf in diesem Jahr. Doch wie stehen die Chancen der einzelnen Akteure? Wer hat sein WM-Ticket schon sicher in der Tasche? Wer muss noch zittern?

bundesliga.de hat sich die einzelnen Mannschaftssteile genau angeschaut und wagt einen Blick voraus.

Nach der Tragödie um Robert Enke hat sich der Kampf um die drei Plätze im Tor wohl entschieden: Rene Adler, Tim Wiese und Manuel Neuer dürften sicher mit nach Südafrika fliegen. Wer letztlich den Stammplatz zwischen den Pfosten hat, steht aber noch nicht fest. Adler dürfte nach seinen starken Auftritten in der Qualifikation eigentlich deutlich die Nase vorn haben. In fünf Spielen musste er nur zwei Mal hinter sich greifen und hielt dabei starke 90 Prozent aller Schüsse aufs Tor. Neuer patzte in der zweiten Halbzeit beim 1:2 gegen die Elfenbeinküste. Wiese wurde im ersten Durchgang nicht sonderlich geprüft. Was aber für den Bremer spricht, ist seine herausragende Form in der Bundesliga. Dort ist er derzeit wohl der beste Fänger zwischen den Pfosten. Ob noch ein anderer Bundesliga-Torwart auf dem Merkzettel von Löw auftauchen könnte, wie zum Beispiel Timo Hildebrand oder auch Jens Lehmann, ist eher unwahrscheinlich.

Die Abwehr wackelte in den vergangenen Partien doch erheblich. Zwar sind sieben Gegentore in elf Spielen ein absoluter Spitzenwert, doch gegen schnelle, trickreiche Offensivmannschaften gab es Probleme. Die Elfenbeinküste deckte diese schonungslos auf. Normalerweise steht die Deckung um Abwehrchef Per Mertesacker aber recht sicher. Der Bremer ist der Turm in der Brandung. 62 Mal klärte er sicher, so oft wie kein anderer deutscher Spieler. Und das fast immer fair. Lediglich zwei Fouls leistete er sich in sieben Spielen. Seine WM-Teilnahme ist sicher. Genauso wie die von Philipp Lahm, dem Dauerbrenner in der Nationalmannschaft. 957 Minuten war er im Einsatz - das ist Spitze! Hinter diesem Duo folgt eine Gruppe von Spielern, die solide Leistungen abgeliefert hat. Serdar Tasci machte dabei als Innenverteidiger neben Mertesacker den besten Eindruck. Aber auch Heiko Westermann wusste zu gefallen, hat als Allrounder, der auch im Mittelfeld spielen kann, zudem ein großes Plus auf der Habenseite. Hinter Lahm sollte Marcel Schäfer als Linksverteidiger seinen Platz als Ersatz sicher haben. Auf der rechten Seite schaut es nach einem heißen Dreikampf zwischen Andreas Beck, Arne Friedrich und Jerome Boateng aus.


Hier geht es mit den Mittelfeldspielern und Stürmern weiter!