Köln - RB Leipzig und der FC Bayern München lieferten sich ein torreiches Spektakel, der Hamburger SV wahrt dank eines Last-Minute-Tores seine Chance im Abstiegskampf. Hochspannung im Kampf um Europa und eine Schalke-Legende macht Schluss. Über diese Themen spricht die Bundesliga nach dem 33. Spieltag.

1) Spektakel in Leipzig

Was für ein Spiel! Ein irres Spektakel gab es am Samstag in der ausverkauften Red Bull Arena zu sehen. Der jetzt feststehende Vizemeister RB Leipzig forderte den Meister noch einmal alles ab und sah schon wie der Sieger aus. Doch die Bayern wären nicht die Bayern, wenn sie nicht das letzte Wort gehabt hätten. In der Nachspielzeit erzielte das Team von Trainer Carlo Ancelotti noch zwei Tore und drehte die Partie zu seinen Gunsten. Es war das torreichste Spiel der gesamten Saison und tolle Werbung für die Bundesliga.

Beinahe Nebensache: Bayerns Robert Lewandowski schnürte einen Doppelpack und erhöhte sein Torkonto auf 30. Er liegt im Rennen um die Torjägerkrone einen Treffer vor dem Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang.

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2) Krimi gegen den Abstieg

Ausgerechnet Pierre-Michel Lasogga. Der Hamburger Stürmer erzielte in der Nachspielzeit für den Bundesliga-Dino ein unglaublich wichtiges Tor und rettete dem HSV einen Punkt auf Schalke. Damit haben es die Rothosen in eigener Hand sich noch den Klassenerhalt zu sichern. Am kommenden letzten Spieltag empfängt das Team von Trainer Markus Gisdol den direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg. Nur bei einem Sieg wäre der HSV gerettet. Sollten die Hanseaten nicht gewinnen, müssen sie zum dritten Mal in vier Jahren in die Relegation.

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Das späte 1:1 des HSV hatte auch negative Auswirkungen auf den FC Ingolstadt. Durch den Punktgewinn der Hamburger sind die Schanzer trotz des Unentschieden in Freiburg abgestiegen und folgen dem SV Darmstadt in die 2. Bundesliga. Gerettet hat sich mit einer wahren Energieleistung der 1. FSV Mainz, der gegen Frankfurt ein 0:2 noch in ein 4:2 drehte. Aufgrund des guten Torverhältnisses sind die Rheinhessen durch. Auch Bayer Leverkusen machte den Klassenerhalt mit dem 2:2 im Rheinderby gegen den 1. FC Köln klar.

Noch nicht ganz gerettet ist der FC Augsburg, der sich gegen den BVB einen wichtigen Punkt erkämpfte. Die Augsburger dürfen am letzten Spieltag nicht höher verlieren als der VfL Wolfsburg, dann wären sie in jeden Fall gerettet. Die Wolfsburger indes dürfen in Hamburg am Samstag nicht verlieren, dann sind sie durch. Die Wolfsburger mussten in ihrem Heimspiel gegen Gladbach nicht nur mit dem Gegner kämpfen, sondern auch mit dem Wetter. Aufgrund eines Gewitters musste das Spiel unterbrochen werden.

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3) Kampf um Europa

Der Kampf um Platz drei wird erst am letzten Spieltag entschieden. Borussia Dortmund kam in Augsburg nicht über eine Remis hinaus und ist nun wieder punktgleich mit der TSG Hoffenheim. Die Sinsheimer gewannen eindrucksvoll bei den formstarken Bremern mit 5:3. Das Team von Julian Nagelsmann schenkte nach einer 5:0-Führung eine gute Tordifferenz her. Jetzt muss die TSG auf Platz vier hoffen, dass der BVB ausgerechnet zuhause gegen Werder stolpert, nur dann kann die TSG bei einem Heimsieg gegen Augsburg sich noch direkt für die Champions League-Gruppenphase qualifizieren.

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Im Kampf um die Europa League ist Hertha BSC nach dem 2:0 in Darmstadt auf Platz fünf in der Pole Position. Den Berlinern reicht ein Remis, um sicher in der Europa League dabei zu sein. Der SC Freiburg auf Rang sechs hat zwar zwei Punkte Vorsprung auf den 1. FC Köln, hat aber beim FC Bayern ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust. Die Kölner spielen am letzten Spieltag zuhause gegen die geretteten Mainzer. Werder Bremen muss nach dem 3:5 gegen Hoffenheim auf Patzer der Konkurrenten hoffen, außerdem müssen sie in Dortmund gewinnen. Das wird schwer. Eine theoretische Chance zumindest auf Platz sieben hat Borussia Mönchengladbach nach dem 1:1 in Wolfsburg. Sollten die Fohlen zuhause gegen Darmstadt gewinnen, müssten Bremen und Köln gleichzeitig patzen.

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4) Torreichster Spieltag der Saison

Tore, Tore, Tore sahen die Zuschauer in den neun Stadien am 33. Spieltag in der Bundesliga. Insgesamt 4,11 Tore fielen pro Partie. Es war mit 37 Treffern der torreichste Spieltag der Saison. Passend zum Spieltagstorrekord lieferten Meister Bayern und Vizemeister Leipzig die torreichste Partie der Saison beim 5:4 der Bayern ab. Spektakulär war auch die Partie im Bremer Weser Stadion zwischen Werder und Hoffenheim, die 5:3 für die TSG endete.

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5) Huntelaars emotionaler Abschied

Es war die 80. Spielminute als sich das Stadion in Gelsenkirchen erhob und dem Schalker Spieler mit der Nummer 25 bei seiner Auswechslung gebührend mit Gesängen und großem Beifall verabschiedete. Klaas-Jan Huntelaar ging in seinem letzten Heimspiel für den FC Schalke 04 vom Feld. Er war den Tränen nahe. Der Niederländer traf im Trikot der Königsblauen in sieben Jahren in insgesamt 174 Bundesligaspielen 82 Mal. Lediglich Schalke-Legende Klaus Fischer schoss noch mehr Tore für S04.

"Schalke ist ein emotionaler Verein, der von allen Fans gelebt und geliebt wird. Ich hatte die Ehre, sieben Jahre lang für diesen großartigen Club auflaufen zu dürfen. Das habe ich genossen", erklärte Huntelaar nach dem Spiel. Ein großer Spieler verlässt die Bühne Bundesliga. Dankjewel, Klaas-Jan Huntelaar.

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