Köln - Der FC Schalke 04 krönt eine überragende Saison mit der Vizemeisterschaft, Ridle Baku macht den 1. FSV Mainz 05 erneut überglücklich und Eintracht Frankfurts Alex Meier feiert die perfekte Rückkehr. Das sind die Themen des 33. Bundesliga-Spieltags.

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1) Schalke feiert besondere Vizemeisterschaft

Mit Vizemeisterschaften hat der FC Schalke 04 in seiner Bundesliga-Historie nicht die besten Erfahrungen gemacht. In dieser Saison besteht kein Grund zur Trauer - ganz im Gegenteil. Königsblau sicherte mit dem 2:1-Sieg in Augsburg Platz zwei und feiert einen Riesenerfolg: Nach drei Jahren Abstinenz ertönt kommende Saison wieder die Champions-League-Hymne in der Veltins-Arena.

Mit dieser Entwicklung war so nicht zu rechnen. Die selbst gesteckten Ziele wurden übertroffen. "Wir haben vor der Saison überhaupt nicht an die Champions League gedacht", verriet Erfolgscoach Domenico Tedesco. "Wir wollten einfach nur international spielen." Schalke krönte damit eine eindrucksvolle Saison, die von purer Effektivität nach Standards geprägt war. Königsblau erzielte 25 Treffer nach ruhendem Ball - das ist Bundesliga-Spitze und neuer blau-weißer Saisonrekord.

Die Vizemeisterschaft bringt noch einen weiteren - für Schalker nicht unwichtigen - Erfolg mit sich. Die Knappen schließen die Saison definitiv vor dem Erzrivalen Borussia Dortmund ab. Eine perfekte Saison, ohne wenn und aber.

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2) Baku sichert Mainz den Klassenerhalt

Es ist vollbracht! Der 1. FSV Mainz 05 wird auch in der kommenden Saison erstklassig vertreten sein. Die ganze Saison über kämpften die Rheinhessen um den Klassenerhalt, belohnten sich mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen selbst und dann noch in Dortmund: Zwölf Anläufe hat es gebraucht bis die Nullfünfer in Dortmund einen Dreier landen konnten.

Wieder mal im Fokus: Ridle Baku. Der 20-Jährige feierte erst am vergangenen Spieltag sein Profidebüt und erzielte in der Nachspielzeit seinen ersten Bundesliga-Treffer. In Dortmund nutzte er direkt seinen ersten Torschuss - in der vierten Minute! Es war das früheste Mainzer Tor im Jahr 2018. Der Youngster danach cool und trocken: "Ich habe versucht, die Fehler aus dem Leipzig-Spiel abzustellen. Wir haben uns bis zum Schluss reingekämpft und uns den Sieg verdient!"

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3) Drei Tickets im Kampf um den Klassenerhalt

Drei Tickets sind im Kampf um den Klassenerhalt zu vergeben: Eine Direktverbindung in die 2. Bundesliga, ein Umweg über die Relegation und ein Platz in der ersten Klasse - genannt Bundesliga. Alle drei Kandidaten haben am 33. Spieltag null Punkte geholt. So kommt es zwischen dem Hamburger SV, VfL Wolfsburg und dem SC Freiburg am letzten Spieltag zur großen Entscheidung.

Die Freiburger haben dabei wohl die besten Karten. Den Breisgauern reicht daheim gegen Augsburg ein Punkt zum Klassenerhalt. Sollte zeitgleich Wolfsburg daheim gegen Köln nicht gewinnen, dann dürften die Elf von Christian Streich sogar verlieren. Der HSV und die Wölfe sind dagegen von der Konkurrenz abhängig und haben es nicht mehr in der eigenen Hand.

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4) Wer schafft es nach Europa?

Auch der Kampf um Europa strotzt kurz vor Toreschluss vor Hochspannung. Der Grund: Die Etablierten ließen am 33. Spieltag wichtige Punkte liegen, das Verfolgerfeld rückte auf. Der Kandidatenkreis fürs internationale Geschäft (Champions League und Europa League) lautet: Borussia Dortmund, TSG Hoffenheim, Bayer Leverkusen, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach.

Dabei kommt es am letzten Spieltag zu einem ganz besonderen Duell. Dortmund trifft auf Hoffenheim. Es geht um die Champions League! Andre Schürrle warnt schon jetzt: "Die Ausgangslage ist gefährlich, definitiv. Hoffenheim hat in den letzten Wochen bewiesen, dass sie Spiele auch mal mit zwei oder drei Toren Unterschied gewinnen können."

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© imago / Jan Huebner

5) Fußballgott Meier und das perfekte Comeback

Es sind die Geschichten, die nur der Fußball schreibt. "Fußballgott" Alex Meier verpasste aufgrund einer schwerwiegenden Knöchelverletzung fast die ganze Saison, Comebackversuche wurden immer wieder verschoben. Am 33. Spieltag gegen den Hamburger SV war es nun so weit. Trainer Niko Kovac kündigte bereits im Vorfeld an, den Publikumsliebling im letzten Heimspiel der Saison zu bringen.

Und es kam, wie es kommen musste. Der Hamburger Junge Alex Meier, verbrachte seine Jugend bei den Rothosen, wurde in der 87. Minute beim Stand von 2:0 eingewechselt und netzte nur vier Minuten später zum 3:0 ein. Das Stadion explodierte, Meier selbst konnte es kaum glauben. Ein perfektes Comeback. "Diesen Tag und diese Momente werde ich nie vergessen", so der Stürmer geplättet. "All die harte Arbeit hat sich alleine für diese Momente gelohnt."

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