Zusammenfassung

  • Bayern verliert so früh in der Saison ein Spiel wie zuletzt 2011/12

  • Bibiana Steinhaus pfeift als erste Frau ein Bundesliga-Spiel

  • Alfred Finnbogason führt die Torjägerliste mit vier Treffern an

Köln - Die Bayern-Niederlage lässt die Liga hoffen, Bibiana Steinhaus feiert eine starke Premiere und Alfred Finnbogason stellt Pierre-Emerick Aubameyang und Robert Lewandowski in den Schatten - darüber spricht die Bundesliga nach dem 3. Spieltag:

1) Bayern verliert früh wie lange nicht

Der FC Bayern München kassierte am 3. Spieltag die erste Saisonniederlage. Dank eines Doppelpacks von Mark Uth setzte sich die TSG 1899 Hoffenheim im Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister mit 2:0 durch. Die Konkurrenz wird es freuen, denn diese Bayern-Niederlage macht Hoffnung auf einen spannenden Meisterschaftskampf.

Fünf Mal in Folge holte sich der FCB zuletzt den Titel und verlor in diesen fünf Jahren nie an den ersten drei Spieltagen. Die letzte Niederlage so früh in einer Saison kassierten die Bayern in der Saison 2011/12, am 1. Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach (0:1). Meister wurde damals Borussia Dortmund...

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2) Starke Premiere für Steinhaus

Im Vorfeld des Spiels Hertha BSC gegen den SV Werder Bremen stand eine Person im Mittelpunkt, die sonst nicht so viel Aufmerksamkeit erfährt. Denn statt eines Schiedsrichters war erstmals in der Bundesliga eine Schiedsrichterin im Einsatz: Bibiana Steinhaus hat mit ihrem Einsatz Geschichte geschrieben. Trotz des Trubels machte sie einen guten Job.

Angesichts der vielen Augen, die an diesem Tag auf sie gerichtet waren, war es keine Selbstverständlichkeit, mit welcher Souveränität Steinhaus ihren Job erledigte. Die 38-Jährige blieb besonnen, hatte keine Probleme in der Spielleitung und behielt auch in kritischen Situationen einen kühlen Kopf.

Und was hat Steinhaus selbst zu ihrem Debüt gesagt? "Ich bin erleichtert, dass es rum ist und freue mich, dass ab morgen die Normalität wieder einkehrt."

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3) Platzverweis nach Videobeweis

Und die nächste Premiere in der Bundesliga: Erstmals wurde ein Spieler mit Hilfe des Videoweises vom Platz gestellt. Im Spiel SC Freiburg gegen Borussia Dortmund war es der Freiburger Neuzugang Yoric Ravet, der nach einem Foul gegen BVB-Kapitän Marcel Schmelzer zunächst die Gelbe Karte sah. Schiedsrichter Benjamin Cortus ging aber kurz darauf zum Bildschirm an der Mittellinie, sah sich die Aktion noch einmal aus verschiedenen Perspektiven an und schickte den Franzosen für sein überhartes Einsteigen vom Feld.

Freiburg musste daraufhin eine knappe Stunde in Unterzahl spielen. Obwohl die Dortmunder deutlich mehr Ballbesitz hatten, gelang es ihnen nicht, das SCF-Bollwerk zu knacken. Für die Gastgeber war das 0:0 am Ende ein Erfolgserlebnis.

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4) Boateng - vom Unglücksraben zum Helden

Was für ein Tag für Kevin-Prince Boateng! Der Sommer-Neuzugang von Eintracht Frankfurt verhinderte im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach zunächst die Führung, bevor er dann doch selbst zuschlug.

Nach einer knappen Minute fälschte Sebastian Haller einen Schuss von Mijat Gacinovic in Richtung langes Eck ab. Der Ball wäre zu einem regulären Treffer ins Tor gerollt, doch Boateng ging noch mit dem Fuß hin und drückte ihn über die Linie, stand dabei allerdings im Abseits. In der 13. Minute machte Boateng seinen Fehler wieder gut und traf zum einzigen Tor des Tages. Kurz nach der Pause musste er dann mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. Eine ereignisreiche Partie für den 30-Jährigen, den Trainer Niko Kovac als "echte Persönlichkeit" schätzt.

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5) Torjäger Finnbogason

An der Spitze der Torjägerliste steht nach den ersten drei Spieltagen der neuen Saison nicht Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang, oder Bayerns Robert Lewandowski. Die besten Angreifer der Vorsaison wurden in den Schatten gestellt von Alfred Finnbogason. Der Isländer im Sturm des FC Augsburg erzielte beim 3:0-Sieg gegen den 1. FC Köln alle drei Tore für seinen Verein und ist mit insgesamt vier Treffern aktuell der beste Angreifer der Bundesliga.

Finnbogason stellte nebenbei auch noch einen Rekord ein. Zum achten Mal in Folge erzielte er das 1:0 für seinen Verein. Das schafften vor ihm nur Gerald Asamoah und Marc Wilmots. Die Rückkehr nach sechsmonatiger Verletzungspause ist Finnbogason eindrucksvoll gelungen. Jetzt hofft er, "dass ich der Mannschaft weiter helfen kann, wenn ich gesund und fit bin."

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