Köln - Sehenswerte Treffer per Fernschuss, Reus-Rückkehr mit Sternchen und ein Duell zwischen Hoffenheim und Mönchengladbach, in dem das Netz gleich acht Mal zappelt. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 29. Spieltag.

1) Weitschuss-Festival

So viele tolle Tore aus der Distanz an nur einem Wochenende fallen selten, gleich vier Akteure nahmen aus der Ferne Maß und durften anschließend jubeln.

Beim Duell zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt setzte zunächst Marco Fabián einen Schuss aus 20 Metern perfekt ins Netz, nur wenige Minuten später antwortete Sokratis mit einem Hammer aus ähnlicher Entfernung. An den ersten 26 Spieltagen kam der BVB auf kein Tor aus der Ferne, nun traf am 27. Spieltag Gonzalo Castro, am 28. Raphael Guerreiro und am 29. der Grieche.

Doch damit nicht genug: Auch in Sinsheim sahen die Zuschauer gleich zwei Weitschüsse, die im Netz landeten. Kerem Demirbay traf von der Außenlinie per ruhendem Ball in der 58. Minute zum 3:2 für die TSG 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach, Mark Uth baute die erneute Führung der Kraichgauer mit einem wuchtigen Abschluss aus 18 Metern eine Viertelstunde vor Schluss noch aus. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann trainiert den Versuch aus der Distanz wohl regelmäßig: Demirbay und Uth sorgten für die Weitschuss-Tore Nummer zwölf und 13 der TSG - Bundesliga-Bestwert!

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2) Reus-Comeback mit Traumtor

Sechs Wochen musste BVB-Star Marco Reus wegen eines Muskelfaserrisses pausieren - weniger als drei Minuten benötigte er gegen Frankfurt, um sich eindrucksvoll zurückzumelden. Christian Pulisic holt sich den Ball rechts im gegnerischen Strafraum vor SGE-Schlussmann Lukás Hrádecky, legt ihn ins Zentrum und Reus vollendet stark mit der Hacke zur Führung für die Elf von Coach Thomas Tuchel.

Die Dortmunder können sich über das Reus-Comeback vor dem Saisonendspurt freuen: Zwölf Bundesliga-Einsätze absolvierte der 27-Jährige in dieser Saison, kommt dabei auf insgesamt sieben Torbeteiligungen. Im Kampf um den direkten Einzug in die Champions League könnte Reus sich für die Borussia als entscheidender Trumpf entpuppen.

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3) Rasantes Nordderby

Im Weser-Stadion wurde das Derby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV seinen Vorschusslorbeeren gerecht, in einem packenden Duell setzte sich der SVW nach Rückstand schließlich noch mit 2:1 durch. Die Bremer verabschiedeten sich mit dem Erfolg endgültig aus dem Abstiegskampf und dürfen nun sogar von Europa träumen. Der HSV steht hingegen nur noch einen Zähler vor dem Relegationsplatz.

Nachdem Michael Gregoritsch die Rothosen schnell in Führung brachte (6.), glich Max Kruse noch vor der Pause aus (41.). Kruse hatte auch seinen entscheidenden Anteil am Siegtreffer der Bremer: Der 29-Jährige steckte traumhaft auf den eingewechselten Florian Kainz durch, der eine Viertelstunde vor Schluss versenkte.

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4) Leipzig europäisch

Beim 4:0-Sieg gegen den SC Freiburg holte RB Leipzig seine Punkte 59, 60 und 61. Den fünften Tabellenplatz belegt Hertha BSC mit 43 Zählern, nach 29 absolvierten Spieltagen sind theoretisch noch 15 Punkte zu bekommen; kurzum: die Sachsen spielen in der nächsten Saison auf jeden Fall auf internationalem Parkett.

Rang vier, der die Qualifikationsrunde zur Champions League bedeuten würde, ist der momentan zweitplatzierten Mannschaft von Übungsleiter Ralph Hasenhüttl also bereits sicher. Mit sieben Zählern Vorsprung auf Hoffenheim und acht auf Dortmund spricht für den Aufsteiger aber schon eine Menge für die direkte Qualifikation.

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5) Spektakel in Sinsheim

Tore satt gab's zwischen Hoffenheim und Mönchengladbach. In einer turbulenten ersten Hälfte brachte Ádám Szalai die Hausherren zwischen der 9. und 24. Minute innerhalb von einer Viertelstunde mit 2:0 in Führung, zwischen der 31. und 35. Minute egalisierten die Fohlen den Rückstand durch Jannik Vestergaard und Lars Stindl gar innerhalb von nur vier Minuten.

Vier Treffer bot Durchgang eins und Durchgang zwei wollte sich da ebenfalls nichts vorwerfen lassen: Demirbay (58.) und Uth (75.) erhöhten für die Kraichgauer, Mahmoud Dahoud brachte die Borussia zwölf Minuten vor Schluss nochmal dran. In der 89. Minute schnürte Demirbay schließlich seinen Doppelpack und entschied die Partie zugunsten der Hoffenheimer, die sich auf klarem Champions-League-Kurs befinden.

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