Zusammenfassung

  • Frankfurt blüht im eigenen Stadion auf

  • Batshuayi legt Treffer Nummer sechs im siebten Spiel nach

  • Werner wird trotz Ein- und Auswechslung zum Matchwinner

Köln - Eintracht Frankfurt wird im heimischem Stadion immer stärker, Werder Bremen setzt ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf, Dortmund darf dank Batshuayi wieder jubeln, Köln klettert in der Tabelle vom letzten Tabellenplatz und Timo Werner wird ein- und ausgewechselt und ist trotzdem der Matchwinner gegen München. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 27. Spieltag.

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1) Neue Frankfurter Heimstärke

Eintracht Frankfurt blüht im heimischen Stadion auf. Anders als noch in der Hinrunde, als die SGE noch 18 ihrer 26 Punkte auf fremdem Plätzen holte, ist die Eintracht in der Rückrunde daheim nicht zu stoppen. Der 3:0-Sieg gegen den FC Augsburg war nicht nur der höchste Frankfurter Sieg in dieser Saison, es war auch der fünfte Bundesliga-Heimerfolg in Folge und damit die längste Serie für die Eintracht im eigenen Stadion seit fast 18 Jahren.

Zu den Gegnern gehörten unter anderen Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig. Zwei Konkurrenten im Kampf um die internationalen Startplätze, denen wichtige Punkte abgenommen werden konnten. Insgesamt erzielte die Mannschaft von Niko Kovac in diesen Partien zwölf Tore. Auswärts kassierte die Eintracht in den letzten drei Spielen übrigens drei Niederlagen. Bis zum 21. Spieltag war es insgesamt nur eine einzige. Andersherum hatte es zuhause nur zwei Siege gegeben.

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2) Werder befreit sich im Abstiegskampf

Werder Bremen hat einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. Die Mannschaft von Florian Kohlfeldt gewann gegen den FC Augsburg 3:1. Damit blieb Werder erstmals in dieser Saison vier Spiele in Folge ungeschlagen. Die Norddeutschen holten daraus zehn der zwölf möglichen Punkte (drei Siege, ein Unentschieden) und haben sich jetzt deutlich von den Abstiegsplätzen abgesetzt: Der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt inzwischen acht Punkte.

Florian Kohfeldt hat den Bremern neues Leben eingehaucht. Seine Statistik als SVW-Trainer kann sich sehen lassen: In 17 Bundesliga-Spielen holte seine Mannschaft 28 Punkte; hochgerechnet auf eine Saison macht das die Bilanz eines Europacup-Kandidaten. Der Sieg gegen Augsburg lässt Werder auch noch aus einem anderen Grund feiern: Die Grün-Weißen fuhren den 250. Auswärtssieg ihrer Bundesliga-Geschichte ein. Diese Marke hatten davor nur Bayern und Dortmund erreicht.

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3) Batshuayi nicht aufzuhalten

Beim Sieg von Borussia Dortmund gegen Hannover 96 stand erneut ein Spieler besonders im Mittelpunkt: Michy Batshuayi. Der Angreifer traf zum 1:0 für den BVB. Es war der sechste Treffer für den Belgier im siebten Spiel. Erst in der Winterpause ist der "Batsman" nach Dortmund gekommen, seitdem ist er kaum zu stoppen. Und für die Schwarzgelben enorm wichtig: Mit allen sechs Bundesliga-Toren von Batshuayi ging der BVB in Führung. Zwei der Treffer waren am Ende - wie das 1:0 gegen Hannover - der Siegtreffer.

Und der Treffer gegen den Aufsteiger war besonders schön: Nach einer Ecke verlängerte er den Ball kunstvoll mit der Hacke - in der Luft. Das 1:0 war der zweite Heimerfolg der Dortmunder in Serie - erstmals unter Trainer Peter Stöger und erstmals wieder seit einem halben Jahr. Überhaupt spielte der BVB sehr offensiv gegen Hannover. Insgesamt gab Dortmund 27 Torschüsse ab - und stellte damit den eigenen Saisonrekord ein.

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4) Köln gibt die rote Laterne ab

Seit dem 3. Spieltag stand der 1. FC Köln immer auf dem letzten Tabellenplatz. Mit dem 2:0-Sieg gegen den rheinischen Rivalen Bayer 04 Leverkusen haben die Geißböcke die rote Laterne jetzt erstmals wieder abgegeben. Nicht nur durch den Sprung auf Rang 17 lebt die Hoffnung bei den Kölnern im Abstiegskampf nun mehr denn je. Es sind nur noch fünf Punkte Rückstand auf Mainz 05 auf dem Relegationsplatz - gegen die der FC in den nächsten Wochen auch noch spielt.

Die Kölner Aufholjagd ist damit auch endlich im Klassement sichtbar: Das Team von Stefan Ruthenbeck holte in der Rückrunde schon mehr als doppelt so viele Punkte (14) wie in der kompletten Hinserie (6). "Es ist schön, dass wir endlich vom letzten Platz weggekommen sind", sagte Torhüter Timo Horn. "Wir haben die Konkurrenten unter Druck gesetzt", fuhr er fort, "und wir werden weiter alles versuchen."

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5) Matchwinner Werner trotz Ein- und Auswechslung

Es sind die Geschichten, die der Fußball schreibt. Timo Werner war maßgeblich mitverantwortlich für den Sieg von RB Leipzig gegen den FC Bayern München (2:1). Das alleine ist vielleicht noch nicht der Rede wert. Interessant wird es aber, wenn man bedenkt, dass der Torjäger zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Marcel Sabitzer verletzte sich aber schon früh am Sprunggelenk und so durfte Werner schon nach zehn Minuten doch selbst ran.

Und das war gut für RB: Der Eingewechselte leitete den Ausgleich - in der 12. Minute hatte Sandro Wagner München in Führung gebracht - ein. Seinen Torschuss wehrte Sven Ulreich ab, den Nachschuss versenkte Naby Keita dann. Damit nicht genug. In der zweiten Hälfte war es Werner selbst, der für Leipzig traf - und mit seinem Tor zum 2:1 gleichzeitig den Sieg des Gastgebers markierte und dem FC Bayern die erste Niederlage seit dem 13. Spieltag zufügte. Zum Dank wurde der Torschütze dann auch noch vorzeitig ausgewechselt. Mit seiner Leistung hatte dies aber definitiv nichts zu tun. Bis dahin hatte er die meisten Torschüsse abgegeben (sechs) und 50 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen.

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