Robert Lewandowski, die Offensive von Borussia Dortmund und Bruno Labbadia prägen den 26. Bundesliga-Spieltag - © Getty Images (2) / imago images (1)
Robert Lewandowski, die Offensive von Borussia Dortmund und Bruno Labbadia prägen den 26. Bundesliga-Spieltag - © Getty Images (2) / imago images (1)
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26. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Der BVB feiert einen historisch hohen Derbysieg gegen Schalke, dem FC Bayern München genügt ein Arbeitssieg beim 1. FC Union Berlin, Bruno Labbadia gelingt ein perfekter Einstand bei Hertha BSC – die Themen des 26. Spieltags.

1) BVB besiegt Schalke im Derby deutlich

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Nach dem Abpfiff eines historischen Derbys gingen die Spieler von Borussia Dortmund zur Südtribüne, applaudierten und machten die Welle - obwohl ihre treuesten Fans diesmal gar nicht dort waren. Es war ein in jeder Hinsicht spezieller Derbysieg für den BVB. Zum ersten Mal überhaupt musste das traditionsreiche Duell mit dem FC Schalke 04 ohne Zuschauer stattfinden.

Auch ohne die Unterstützung ihrer Anhänger spielten die Schwarz-Gelben groß auf und ließen den Gästen kaum eine Chance. Am Ende stand ein deutlicher 4:0-Erfolg, den Doppelpacker Raphael Guerreiro sowie Erling Haaland und Thorgan Hazard herausschossen. Als Derbyheld durfte sich auch Julian Brandt fühlen, der an allen vier Toren entscheidend beteiligt war und zwei sogar direkt vorbereitete. Nachher fragte Brandt rhetorisch: "Was gibt es Schöneres als mit so einem Sieg wieder in die Saison einzusteigen?" Tja, viel Schöneres kann es aus Dortmunder Sicht wohl kaum geben.

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>>> Spielbericht: BVB schlägt Schalke mit 4:0

2) Dank viel Ruhe: Bayern gewinnt bei Union

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Union Berlin hatte sich ohne Frage exzellent auf den FC Bayern München vorbereitet. Der Aufsteiger ließ den Münchnern kaum Raum zur Entfaltung und kam sogar selbst immer wieder durchaus gefährlich in die Hälfte der Flick-Truppe. "Wir haben phasenweise unser Spiel auch ein bisschen den Bayern aufdrücken können. Es war vielleicht nicht immer schön, aber wir hatten auch unsere Chancen", konstatierte Marcus Hoffmann, der den aus privaten Gründen verhinderten Unioner Cheftrainer Urs Fischer auf der Bank vertrat. Und dennoch waren die Eisernen ziemlich weit von einem Punktgewinn entfernt.

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Zu abgeklärt nutzten die Münchner die wenigen Unsicherheiten aus. Nach einem Foul von Neven Subotic an Leon Goretzka zeigte Robert Lewandowski erst keine Nerven und Benjamin Pavard machte mit dem 2:0 nach einer Kimmich-Ecke in der zweiten Hälfte alles klar. Glanzvoll war der Erfolg nicht, so dass Hansi Flick anschließend zurecht von einem Arbeitssieg sprach. Dieser Dreier war aber enorm wichtig, denn so wurde der Angriff des BVB zunächst einmal abgewehrt. Thomas Müller blickte nach der Partie auch schon einmal zwei Spieltage voraus und sprach schon vom Klassiker bei Borussia Dortmund: "Dass das Spiel in Dortmund natürlich entscheidend wird, wie eng es im weiteren Verlauf zugeht, ist klar", so der Ur-Bayer. Hansi Flick mahnte aber sofort an, dass es jetzt erst einmal um die Partie gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Wochenende geht. Und die gehen die Bayern weiterhin als souveräner Tabellenführer an.

>>> Spielbericht: Münchner Arbeitssieg bei Union Berlin

Per Elfmeter bringt Robert Lewandowski den FC Bayern München beim 1. FC Union Berlin in Führung - Hannibal Hanschke/Pool/Getty Images

3) Perfekter Einstand für Bruno Labbadia

Ein besseres Debüt hätte sich Bruno Labbadia als neuer Trainer von Hertha BSC wohl kaum wünschen können. Bei seinem ersten Auftritt bei den Berlinern an der Seitenlinie fuhr die „Alte Dame“ einen 3:0-Auswärtssieg bei der TSG 1899 Hoffenheim ein. Ein Eigentor von Kevin Akpoguma (58.) brachte die Hauptstädter auf die Siegerstraße, Vedad Ibisevic (60.) und Matheus Cunha (74.) brachten den fünften Auswärtserfolg der Hertha, die auf fremdem Platz nun seit sechs Partien ohne Niederlage ist, unter Dach und Fach.

„Das 1:0 war ein Brustlöser, der zweite Treffer ideal und das dritte Tor im richtigen Moment“, freute sich Labbadia über den Auftritt seiner Schützlinge bei der Premiere: „Wir sind nicht so vermessen zu sagen, dass alles klasse ist, wir haben noch viel, viel Arbeit vor uns. Aber das war ein super Start, den wir gebraucht haben“, betont der ehemalige Nationalspieler. Ein Brustlöser für die anstehenden Aufgaben. Am nächsten Wochenende wartet das Berliner Stadtderby gegen den 1. FC Union Berlin auf Hertha BSC. "Wir wollen den Schwung mitnehmen, wir haben etwas wiedergutzumachen und wissen, wie wichtig dieses Spiel ist", sagt Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt.

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>>> Spielbericht: 3:0-Auswärtssieg für Hertha BSC

4) Gladbach rückt auf Platz drei vor

Als hätten Borussia Mönchengladbach und - vor allem - Alassane Plea nur darauf gewartet, dass es endlich wieder losgeht. 36 Sekunden benötigte der Franzose lediglich, um den Ball im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ins Netz zu befördern. Marcus Thuram erhöhte (7.), Ramy Bensebaini machte per Elfmeter alles klar (73.). Dass Frankfurts André Silva verkürzte, hatte keinen Einfluss mehr darauf, dass die Fohlen gleich am ersten Spieltag nach der langen Pause wieder zum Spitzenduo bestehend aus dem FC Bayern München und Borussia Dortmund aufschlossen. „Wir sind gut wieder in die Liga gestartet. Es ist eine schwierige Situation für uns alle, plötzlich wieder im Wettkampfmodus zu sein. Das haben wir gut geschafft, und darauf können wir aufbauen“, kommentierte Tobias Strobl den 3:1-Sieg über die Hessen.

Und so war nach dem Spiel Platz für die gewohnte Jubel-Arie des Franzosen Thuram, der es sich nach Siegen für gewöhnlich nicht nehmen lässt, mit Fans und Eckfahne zu feiern. So auch am Samstagabend - nur eben ohne Anhänger. Kurz darauf schaltete er wieder um und blickte nach vorn: „Wir haben drei Punkte geholt, aber wir müssen noch acht Partien absolvieren, also werden wir uns jetzt auf unser nächstes Spiel nächste Woche gegen Leverkusen konzentrieren.“ Ähnlich äußerte sich Team-Kollege Jonas Hofmann, als er sagte: „Wir wollten unbedingt mit einem Sieg starten, um mit einem positiven Gefühl in die letzten Spiele zu gehen.“

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3:0-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim: Bruno Labbadia feiert perfekten Einstand als Trainer bei Hertha BSC - imago