Köln - Zwei Spieltage der Saison 2017/18 sind bereits Geschichte. Am Wochenende wurde vor allem die große Wiedergeburt des Nuri Sahin gefeiert, außerdem mischen die Aufsteiger die Liga und bei Leipzig macht ein Neuzugang Werbung in eigener Sache. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 2. Spieltag:

1) Nuri Sahin: Der Mann des Spieltags

Nach durchwachsenen Jahren zwischen Reha und Reservebank ist Nuri Sahin wieder zurück. Und der Dortmunder spielt wie zu besten Zeiten. In Abwesenheit von Julian Weigl hat er die Rolle des Mittelfeldstrategen übernommen, zieht die Fäden im Dortmunder Spiel.

Gleichzeitig versprüht Sahin aber auch eine außergewöhnliche Torgefahr für einen Sechser. Gegen Hertha glänzte der 28-Jährige mit einer Torvorlage und einem Traumtor. Das Vertrauen von Peter Bosz tut ihm gut: "Jeder Fußballer lebt davon, Vertrauen zu bekommen." Und dennoch gibt sich Sahin bescheiden: "Ich will nicht der Beste oder Wichtigste sein, ich will Teil der BVB-Familie sein."

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2) Lewys Geniestreiche

Zwei Spiele, zwei Siege – beim Titelverteidiger FC Bayern München läuft schon wieder alles wie am Schnürchen sollte man meinen. Doch beim 2:0-Auswärtssieg in Bremen war lange noch nicht alles perfekt. Stürmer-Star Robert Lewandowski rettete den Rekordmeister mit zwei Toren und knackte den Bremer Abwehrriegel.

Und der Pole wuchs dabei mal wieder über sich hinaus. Den ersten Treffer markierte er per Hacke, beim zweiten tunnelte er sowohl Gegenspieler Robert Bauer als auch Torhüter Jiri Pavlenka. Außerdem feierte Manuel Neuer nach langer Verletzungspause sein Comeback.

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3) Aufsteiger mischen die Liga auf

Von wegen Abstiegskandidaten: Die Aufsteiger VfB Stuttgart und Hannover 96 sind perfekt in die neue Saison gestartet. Stuttgart landete einen ungefährdeten Sieg gegen Mainz, Hannover ist nach zwei Siegen sogar noch ohne Punktverlust auf Platz 4.

Herausragend dabei die Einkaufspolitik der Verantwortlichen: Denn gerade die Neuzugänge sorgten für die entscheidenden Punkte: Während bei Hannover der erst unter der Woche verpflichtete Jonathas gleich als Joker stach, konnte sich beim VfB Holger Badstuber in die Torschützenliste eintragen. Und das erstmals seit 2009.

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4) Furioser Vizemeister

Nachdem Leipzig am 1. Spieltag auf Schalke noch einigermaßen deutlich die Grenzen aufgezeigt wurden, sprachen viele schon vom achso schwierigen zweiten Jahr in der Bundesliga. Doch weit gefehlt! Nach anfänglichen Schwierigkeiten zu Hause gegen Freiburg, konnten die Mannen von Ralph Hasenhüttl einen Rückstand noch furios in einen 4:1-Sieg drehen.

Neben Doppelpacker Timo Werner konnte vor allem auch Neuzugang Bruma von Galatasaray Werbung in eigenen Sache machen. Der Portugiese erzielte nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung mit einem Sonntagsschuss von der Strafraumgrenze ein absolutes Traumtor.

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5) HSV feiert Traumstart

Totgesagte leben bekanntlich länger. Diese alte Weisheit trifft wieder einmal auf den Hamburger SV zu. Nach Jahren des sportlichen Überlebenskampfes und einer Reihe von Rückschlägen haben die Hanseaten wieder einmal die passende Antwort gegeben. Nach dem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln hat der Bundesliga-Dino einen blitzblanken Saisonstart mit sechs Punkten aus den ersten beiden Bundesliga-Partien hingelegt.

Torschütze und Neuzugang Andre Hahn sagte nach der Partie: "Man muss den Hut davor ziehen, dass wir auswärts in Köln so ein Spiel abliefern. Es wird jetzt mal Zeit für positive Schlagzeilen." Für eine besondere Statistik sorgte auch Außenverteidiger Dennis Diekmeier. Er ist der erste Feldspieler der Bundesliga-Geschichte, der 183 Spiele absolvierte ohne auch nur einmal zu treffen. Doch das dürfte Diekmeier angesichts dieser Ergebnisse wohl reichlich egal sein.

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