Sie vereinigten hohe Effektivität mit großer Fußball-Kunst: In der Bundesliga-Saison 1996/97 prägten Fredi Bobic, Giovane Elber und Krassimir Balakow beim VfB Stuttgart den Begriff des "magischen Dreiecks". Die glorreichen Drei ließen Fans und Experten gleichermaßen mit der Zunge schnalzen. Im Angriff wirbelten Bobic und Elber, Balakow setzte das Sturmduo genial in Szene.

Zwar konnte Bobic seinen Titel als Torschützenkönig aus dem Vorjahr nicht erfolgreich verteidigen. Doch mit 78 Saisontreffern verbuchten die Schwaben die beste Torausbeute der Liga. Bobic (19) und Elber (17) erzielten dabei fast die Hälfte aller VfB-Treffer.

Stuttgart am Ende Vierter

Zum Ende reichte es für Stuttgart zwar nur zu Platz 4, Entschädigung brachte dafür der dritte Triumph im DFB-Pokal. Mit 2:0 setzte sich der VfB im Finale gegen den damaligen Regionalligisten Energie Cottbus durch.

Elber traf zweimal - es war gleichzeitig sein Abschiedsgeschenk. Denn mit der Verpflichtung des Brasilianers für die kommende Spielzeit sprengte Bayern München das "magische Dreieck".

Der Erfolg blieb: Auch ohne Elber zog der VfB 1998 auf europäischem Parkett ins Endspiel um den Cup der Pokalsieger ein, unterlag in Stockholm aber mit 0:1 dem FC Chelsea. In Balakow ist der letzte Eckpfeiler des magischen Dreiecks zum Ende der Saison 2002/2003 weggebrochen.

Mit "Trap" zum Titel

Die Meisterschaft in der Saison 1996/97 entschied der FC Bayern München für sich. Beinahe die komplette Saison hatten die Münchner Bayer Leverkusen im Nacken zu sitzen. Doch der Rekordmeister gab sich keine Blöße, zeigte keine Schwäche und gewann den Titel am Ende mit zwei Punkten Vorsprung auf Leverkusen.

Damit verlief der zweite Anlauf von Giovanni Trapattoni als Bayern-Trainer wesentlich besser als sein Bundesliga-Debüt. 1994/95 wurden die Münchner unter "Trap" nur Sechster. Anschließend ging der Italiener für ein Jahr zurück in seine Heimat.