Zwar wird die Spielzeit 1970/71 vor allem wegen des Bundesliga-Skandals in Erinnerung bleiben, doch sollte darüber nicht vergessen werden, dass Borussia Mönchengladbach in einem Herzschlagfinale den FC Bayern München noch abfing und als erster Club seinen Titel erfolgreich verteidigen konnte.

Der Meister kam hervorragend aus den Startlöchern. Mönchengladbach blieb in den ersten 13 Spielen ohne Niederlage - darunter ein 2:2 bei Bayern München durch einen "Last-Minute-Treffer" von Rückkehrer Jupp Heynckes - und stellte damit einen neuen Ligarekord auf. Trotzdem ging die Herbstmeisterschaft an den Dauerrivalen aus München.

Spannung bis zum Schluss

Die Borussia vertraute weiter auf ihre Offensiv-Qualitäten. Herbert Laumen (20 Treffer) und Heynckes (19) erzielten mehr als die Hälfte der "Fohlen"-Tore und sorgten zusammen mit Deutschlands Fußballer des Jahres, dem späteren DFB-Nationaltrainer Berti Vogts, dafür, dass die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden wurde.

Daran konnte auch der legendäre Pfostenbruch nichts ändern. Am 3. April 1971 gastierte der SV Werder Bremen auf dem Bökelberg. Nach einer Aktion im Fünfmeterraum landeten Borussen-Stümer Laumen und Bremens Schlussmann Günter Bernard zusammen im Netz und brachten damit das Tor zum Einsturz. Ein Wiederaufbau war nicht möglich, ein Ersatzgehäuse nicht vor Ort, und am Ende wurde die Partie für die Bremer Gäste gewertet.

Duisburgs Budde entscheidet Meisterschaft

Punktgleich gingen Bayern und Gladbach in die letzte Runde. Doch während die "Fohlen" ihre Partie bei Eintracht Frankfurt durch eine starke zweite Hälfte mit 4:1 für sich entschieden, beendete Rainer Budde vom MSV Duisburg mit seinen Treffern zum 2:0-Sieg alle Hoffnungen der Münchner.

Die holten sich aber immerhin noch den DFB-Pokal durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen den 1. FC Köln.

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1968/69

1969/70