Zusammenfassung

  • Robert Lewandowski ist neuer ausländischer Rekordtorschütze der Bayern

  • Im Keller geht es turbulent zu: Köln siegt, Hamburg wechselt den Trainer

  • Der SC Freiburg setzt seinen beeindruckenden Lauf fort

Köln - Mit ihren Doppelpacks gegen Werder Bremen haben die Bayern-Stars Thomas Müller und Robert Lewandowski neue Bestmarken aufgestellt. Der SC Freiburg bleibt weiter ungeschlagen und im Keller gibt es einen Trainerwechsel. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 19. Spieltag.

1) Neue Bestmarken für Müller und Lewandowski

Wenn Thomas Müller trifft, verliert der FC Bayern München nicht. Das gilt auch nach dem 19. Spieltag noch. Gegen den SV Werder Bremen erzielte Müller einen Doppelpack und obwohl der Rekordmeister zunächst in Rückstand geraten war, stand am Ende ein 4:2-Sieg. Müller traf bisher in 78 Bundesliga-Spielen ins Schwarze, Bayern gewann 74 davon, vier Partien endeten mit einem Remis.

Für Müller war das zweite Tor des Spiels sein 100. Bundesliga-Tor - das schafften nur fünf Spieler in der Bayern-Geschichte. Bisher haben "Bomber" Gerd Müller (365), Karl-Heinz Rummenigge (162), Roland Wohlfarth (119) und Dieter Hoeneß (102) diese Marke erreicht.

Robert Lewandowski traf ebenfalls doppelt beim Sieg der Bayern gegen Bremen. Der polnische Angreifer sicherte sich dadurch einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern, denn er ist jetzt der beste ausländische Torschütze in der Geschichte des FC Bayern (94 Tore). Er überholte damit Arjen Robben - der sich die Führung natürlich in den kommenden Wochen und Monaten noch zurückholen könnte.

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Robert Lewandowski und Thomas Müller beim Torjubel
Robert Lewandowski und Thomas Müller beim Torjubel © gettyimages / Hangst

2) Bailey ist der Mann der Stunde

Leon Bailey von Bayer 04 Leverkusen ist der vielleicht außergewöhnlichste Spieler der laufenden Bundesliga-Saison. Der Jamaikaner brauchte ein halbes Jahr, um nach seinem Wechsel zur Werkself in die Spur zu kommen. Inzwischen ist er kaum noch zu stoppen. "Leon gelingt im Moment alles", sagte sein Trainer Heiko Herrlich am Samstag anerkennend.

Der Beleg für diese Aussage: Baileys Treffer zum 1:0 im Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. Mit der Hacke netzte der 20-Jährige zur Führung ein. Sein siebtes Saisontor und zugleich sein bisher schönstes. Bailey sagte zu dieser Szene nachher schlicht und ergreifend: "Im Fußball muss man Dinge probieren - und das habe ich in dieser Szene gemacht."

>>> Herrlichs Lob für Tempodribbler Bailey

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3) Turbulenzen im Keller

Das Topspiel des 19. Spieltags war ein Kellerduell. Der Vorletzte Hamburger SV traf auf das Schlusslicht 1. FC Köln. Und die Kölner machten da weiter, wo sie vor einer Woche mit dem Derbysieg gegen Borussia Mönchengladbach aufgehört hatten. Der 2:0-Sieg, den Simon Terodde mit einem Doppelpack herausschoss, sorgt für neue Hoffnung in Köln. Der Klassenerhalt erscheint plötzlich doch noch möglich zu sein.

Der HSV liefert seinen Fans derzeit wenig Gründe für Hoffnung. Daher trennten sich die Verantwortlichen am Sonntag von Trainer Markus Gisdol. Der 48-Jährige war seit September 2016 in Hamburg tätig. Die jüngste Misserfolgsserie kostete ihn nun den Job.

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Simon Terodde erzielt das erste von zwei Toren gegen den Hamburger SV
Simon Terodde erzielt das erste von zwei Toren gegen den Hamburger SV © imago / MIS

4) Der Freiburger Lauf geht weiter

Der SC Freiburg ist einfach nicht zu stoppen! Die Mannschaft von Trainer Christian Streich blieb auch im siebten Spiel nacheinander ungeschlagen. Zum wiederholten Male ließ sich Freiburg von einem Rückstand nicht entmutigen. Gegen RB Leipzig drehte der SCF die Partie nach dem 0:1 von Timo Werner noch um. Janik Haberer und Robin Koch sorgten für den 2:1-Erfolg der Streich-Elf.

"Wir wussten, dass wir unsere Chancen kriegen, wenn wir hinten gut stehen. So darf es gerne weitergehen", sagte Freiburgs Mittelfeldspieler Amir Abrashi. Die nächsten Aufgaben werden nicht leichter. Als nächstes geht es zum BVB, dann ist Leverkusen zu Gast im Breisgau. Aber wer gegen Leipzig gewinnt, der muss sich auch vor diesen Gegnern nicht fürchten.

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Der SC Freiburg jubelt nach dem 2:1 von Robin Koch gegen RB Leipzig
Der SC Freiburg jubelt nach dem 2:1 von Robin Koch gegen RB Leipzig © gettyimages / Michael Kienzler

5) Kagawa erzielt 20.000 Auswärtstor

Shinji Kagawa von Borussia Dortmund hat am 19. Spieltag Geschichte geschrieben. Der Japaner nickte beim Auswärtsspiel gegen Hertha BSC zum 1:1 ein und erzielte damit das 20.000 Auswärtstor der Bundesliga-Historie. Und dabei gilt Kagawa nicht unbedingt als Kopfballungeheuer. Die Großchance vor leerem Tor ließ sich der Mittelfeldspieler aber nicht entgehen.

Die meisten Auswärtstore erzielte übrigens – wenig überraschend – der FC Bayern München (1493), der neben RB Leipzig (+3) auch der einzige Club der Bundesliga-Geschichte mit einem positiven Torverhältnis (+329) auf des Gegners Platz ist.

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Shinji Kagawa trifft per Kopf zum 1:1 - ein historisches Tor
Shinji Kagawa trifft per Kopf zum 1:1 - ein historisches Tor © imago / Matthias Koch