Zwei Wochen vor dem Start der Rückrunde haben wieder zahlreiche Bundesligisten ihren aktuellen Leistungsstand getestet. bundesliga.de fasst die Samstagspartien zusammen.

1899 Hoffenheim - FC Zürich 3:1 (2:0)

Mit einem Erfolgserlebnis reist 1899 Hoffenheim am morgigen Sonntag (18. Januar) zurück in die Heimat. Beim letzten Testspiel im spanischen La Manga besiegte die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick den FC Zürich mit 3:1. Kapitän Selim Teber zeigte sich mit zwei Treffern und einer Vorlage maßgeblich am Erfolg der "Blau-Weißen" beteiligt.

Ohne Chinedu Obasi und die angeschlagenen Marco Terrazzino, Boris Vukcevic, Per Nilsson und Carlos Eduardo traf 1899 Hoffenheim auf den Schweizer Tabellenführer FC Zürich. Vor der Partie einigten sich beide Seiten auf eine geänderte Aufteilung der Spielzeit in drei Drittel.

In den ersten 15 Minuten erspielte sich die Rangnick-Elf erste Tormöglichkeiten. Zunächst verpasste Demba Ba eine Flanke von Selim Teber nur knapp, bevor Teber selbst mit einem Schuss das Gehäuse knapp verfehlte. In der 21. Minute glückte Teber mit einem schönen Schlenzer in den Torwinkel die bis dahin verdiente Führung. Die Schweizer blieben bis auf eine Halbchance kurz vor der ersten Drittelpause - die Partie wurde in drei Abschnitten über jeweils 30 Minuten Länge ausgetragen - weitestgehend ungefährlich.

Haas pariert Elfmeter

Nach der ersten Pause egalisierten sich beide Teams zunächst im Mittelfeld. Erst in der 42. Minute wurde es im Strafraum des FC zum ersten Mal im zweiten Abschnitt gefährlich. Im Anschluss an einen Teber-Freistoß spitzelte Matthias Jaissle den Ball zum 2:0 über die Torlinie (42.). Der FC brauchte eine Zeit bis der Rückstand verdaut wurde.

In der 52. Minute konnte sich Daniel Haas im Hoffenheimer Tor auszeichnen. Nach einem Handspiel von Pascal Groß im Strafraum entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Doch zum Jubel der Hoffenheimer Bank parierte Haas gegen Rochart glänzend. Nur drei Minuten später bejubelte Kapitän Teber auf der anderen Seite seinen zweiten Treffer des Tages (55.). Es dauerte jedoch nur eine Minute, ehe der FC durch Schönbächler zum Anschlusstreffer kam (56.).

Im letzten Drittel tat sich auf beiden Seiten nur noch wenig in der Offensive. Demba Ba sorgte noch einmal mit einem Linkschuss für Gefahr. Auf Seiten der Züricher verpasste Schönbächler eine Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten 3:1-Erfolg für Hoffenheim.

1899 Hoffenheim:
1. Drittel: Hildebrand, Beck, Compper, Janker, Ibertsberger, Teber, Weis, Luiz Gustavo, Salihovic, Vorsah, Ba
2. Drittel: Haas, Teber, Vorsah, Jaissle, Klingmann, Wellington, Löw, Conrad, Broghammer, Strifler, Groß
3. Drittel: Özcan, Compper, Ba, Löw, Wellington, Janker, Conrad, Luiz Gustavo, Salihovic, Strifler, Groß

FC Zürich:
Guatelli, Lampi (60. Lampi), Stahel, Tihinen (60. Koch), Rochat, Nikci (80. Tarchini), Barmettler, Aegerter (60. Ladner), Okonkwo, Schönbächler, Mehmedi (60. Tahirovic)


1. FC Köln - Genclerbirligi Ankara 1:1 (0:0), 10:11 i.E.

Der 1. FC Köln hat das Finale des Cornelia Cups 2009 nach einem Elfmetermarathon am Ende mit 11:12 verloren, nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

Nachdem sich der FC im Halbfinale am Mittwoch gegen Duisburg durchgesetzt hatte, ging es im Endspiel gegen den türkischen Vertreter Genclerbirligi Ankara. Und die "Geißböcke" erwischten einen guten Start, Sekunden nach dem Anpfiff verhinderte nur die Latte nach einem Kopfball von McKenna das 1:0. Youssef Mohamad hatte dann noch eine Chance, letztlich blieb es aber zur Pause beim 0:0.

Radu trifft

Nach einer knappen Stunde Spielzeit ging der FC dann aber in Führung. Der eingewechselte Nemanja Vucicevic bediente mit einem tollen Pass Sergiu Radu und der Stürmer vollendete aus halbrechter Position mit einem Schuss ins kurze Eck. Ankara kam aber noch einmal zurück, kurz vor Schluss traf Kapisiz zum 1:1 und erzwang damit das Elfmeterschießen.

Das entwickelte sich dann zu einer lanwierigen Angelegenheit, insgesamt waren 24 Elfmeter nötig, um den Sieger zu finden. Außer Petit hatten alle Kölner Spieler ihre Strafstöße verwandelt, als Taner Yalcin zu seinem zweiten Versuch antrat. Der türkische Torwart konnte den Schuss aber parieren und anschließend ließ sich Ankara die Chance nicht mehr nehmen und siegte knapp mit 12:11.

So spielte der FC: Mondragon - McKenna, Geromel, Mohamad, Matip - Pezzoni (46. Vucicevic), Petit - Yalcin, Ehret - Radu, Ishiaku


Borussia Mönchengladbach - Schachtjor Donezk 0:3 (0:2)

Borussia Mönchengladbach hat das zweites Testspiel auf Gran Canaria gegen den ukrainischen Topclub Schachtjor Donezk 0:3 verloren.

Dass da ein schwerer Brocken auf den VfL zu kommen würde, wusste Trainer Hans Meyer schon vor dem Anpfiff in Maspalomas. Donezk, ukrainischer Meister und Pokalsieger, zeigte sich wie erwartet stark und setzte nach acht Minuten ein erstes Ausrufezeichen mit einem Lattenschuss, der zunächst wohl eher als Flanke gedacht war.

Daems nicht dabei

Bei Borussia ließ der Coach nahezu die gleiche Startformation auflaufen wie beim 4:2-Sieg des VfL im ersten Spiel des kleinen Turniers gegen Grasshopper Zürich - nur Filip Daems musste mit einer Muskelverhärtung im Adduktorenbereich passen. Für ihn stand Jan-Ingwer Callsen-Bracker von Beginn an auf dem Platz.

In der 18. Minute mussten die rund 150 VfL-Fans unter den 800 Zuschauern das 0:1 miterleben. Gladkij nutzte einen Stellungsfehler in der Hintermannschaft aus und markierte die Führung für Donezk. Zehn Minuten später hatte Rob Friend die erste Chance für die Borussen, doch der Kanadier bekam nach einer Flanke von Paul Stalteri nicht mehr genug Druck hinter seinen Kopfball.

In der Schlussminute der ersten Halbzeit musste Borussia-Torwart Logan Bailly den Ball erneut aus seinem Netz holen, wieder hatte Borussias Abwehr mitgeholfen, diesmal freute sich einer der Brasilianer im Team von Schachtjor: Fernandinho trug sich mit einem Schuss aus 16 Metern in die Torschützenliste ein.

Entscheidung nach einer guten Stunde

Borussia kam mit vier frischen Kräften aus der Kabine und versuchte mehr Druck auszuüben. Das gelang zunächst recht gut, auch wenn sich Donezk bei den Versuchen der Gladbacher keine Blöße gab. Schachtjor präsentierte sich über die kompletten 90 Minuten sehr ballsicher, der Unterschied zwischen deutschem Abstiegs- und ukrainischem Titelkampf machte sich dann auch ab der 64. Minute am Ergebnis deutlich bemerkbar. Ein langer Ball auf der Außenbahn erreichte Fernandinho, der prima in die Mitte flankte, wo Seleznyov zum 0:3-Endstand aus Sicht der Borussen vollstreckte.

Die Borussia mühte sich bis zum Schluss, am Ende aber musste sie sich eingestehen, gegen diesen starken Gegner nicht viel ausrichten zu können, auch wenn der VfL in den zweiten 45 Minuten mehr Spielanteile hatte als Donezk.

Borussia: Bailly (78. Heimeroth) - Levels, Brouwers, Callsen-Bracker, Stalteri (66. Dorda) - Bradley (46. Alberman), Galasek (72. Schachten), Paauwe (46. Baumjohann) - Matmour (66. van den Bergh), Friend (46. Colautti), Marin (46. Neuville)

Tore: 0:1 Gladkij (18.), 0:2 Fernandinho (45)., 0:3 Seleznyov (64.)


Eintracht Frankfurt - TuS Koblenz 0:0

Vor 1.342 Zuschauern im Koblenzer Stadion Oberwerth spielte Eintracht Frankfurt 0:0 bei der TuS Koblenz.

In der ersten Hälfte waren die Hessen optisch überlegen aus einer sicheren Defensive heraus, konnten allerdings nur selten zwingend werden. Der Zweitligist hatte seine beste Chance in der 7. Minute durch einen Kopfball von Kuqi nach einer schönen Flanke von Du-Ri Cha.

Caio und Kewuke nach der Pause

Die Eintracht wurde zunächst durch einen Kopfball von Russ nach einer von Mahdavikia getretenen Ecke gefährlich. Nach der Pause probierte Friedhelm Funkel mit dem Brasilianer Caio und Neuzugang Kweuke etwas Neues.

Beide Spieler brachten sich gut ein, konnten aber trotz guter Offensivaktionen kein Tor vorbereiten bzw. erzielen.

Eintracht: Pröll - Ochs, Russ, Bellaid, Köhler - Fink, Steinhöfer - Mahdavikia (83. Tsoumou), Meier (46. Caio) - Fenin, Liberopoulos (61. Kweuke)


Hertha BSC - VfL Osnabrück 1:0 (0:0)

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