Traumstart für Mönchengladbach, die Bayern bauen die Tabellenführung aus, Mainz überrascht gegen Leipzig - © /
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18. Spieltag im Fokus: Darüber spricht die Bundesliga

Borussia Mönchengladbach feiert den perfekten Rückrunden-Start, der FC Bayern München baut die Tabellenführung aus, der 1. FSV Mainz 05 überrascht mit einem Sieg gegen RB Leipzig - diese Themen stehen am 18. Bundesliga-Spieltag im Fokus.

1) Bayern baut seine Tabellenführung aus

53 Saisontreffer nach 18 Spieltagen - so viele hatte selbst der FC Bayern München bisher noch nicht erzielt. Beim 4:0-Sieg auf Schalke bot der Rekordmeister nicht nur in der Offensive eine Glanzleistung, sondern stellte weitere Bestmarken auf: Das 2:0 von Robert Lewandowski war nicht nur sein 23. Saisontreffer, der Weltfußballer traf auch noch im achten Auswärtsspiel in Folge in der Bundesliga. Das ist noch keinem anderen Spieler zuvor gelungen. Der 32-Jährige traf im elften Spiel in Folge gegen den FC Schalke 04: Eine solche Serie gegen einen Club schaffte zuvor kein anderer Spieler.

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Etwas, was vorher auch noch nie dagewesen war, gelang Manuel Neuer: Der Welttorhüter blieb zum 197. Mal in der Bundesliga ohne Gegentor, damit ist er nun der alleinige Rekordhalter, was die weißen Westen angeht. Damit überholte er im übrigen Bayern-Vorstand Oliver Kahn. Der Kapitän des FCB zeigt eine starke Partie, entschärfte mehrere gute Chancen gegen seinen alten Verein. Ein weiterer Schlüsselspieler gegen die Knappen war Joshua Kimmich: Der Leader der Gäste bereitete drei Treffer vor.

>>> Der 18. Spieltag in Zahlen

Zwei davon für Thomas Müller, der nun schon neun Saisontore hat - eines mehr als in der kompletten vergangenen Saison. Auf 127 Bundesliga-Tore kommt der Weltmeister von 2014 nun insgesamt. Das Beste für die Männer von Hansi Flick ist aber ein anderer Fakt: Weil die Verfolger Leipzig und Leverkusen jeweils verloren, konnten sich die Triplesieger von 2020 nun einen Vorsprung von sieben Punkten herausspielen. Zur Belohnung und Regeneration gab es zwei freie Tage von Flick für sein Team, denn: "Mit den neun Punkten, die wir aus den vergangenen drei Begegnungen geholt haben, bin ich hochzufrieden."

2) Perfekter Rückrundenstart für Borussia Mönchengladbach

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Elf Mal hatte Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund zuletzt in Serie verloren, im zwölften Anlauf dann endlich wieder ein Erfolg für die Elf vom Niederrhein. 4:2 gewann Gladbach zum Auftakt des 18. Spieltags gegen die Schwarz-Gelben und startet damit nahezu perfekt in die Rückrunde. Nicht nur, dass es des Mannschaft von Marco Rose gelungen war, einen Rückstand aufzuholen, vielmehr haben sich die "Fohlen" im Rennen um die Champions-League-Plätze zurückgemeldet, indem sie einen direkten Konkurrenten geschlagen, und damit in der Tabelle sogar überholt haben.

>>> Gladbach startet furios in die Rückrunde

Und das absolut verdient. Die Mannschaft von Marco Rose zeigte über 90 Minuten eine überzeugende Leistung, ließ Dortmund nur wenig Raum zur Entfaltung und setzte in den richtigen Momenten die Nadelstiche. Voller Stolz erklärte der Trainer nach dem Spiel: "Wir haben an uns geglaubt und sind drangeblieben. Das war insgesamt eine tolle Leistung der Mannschaft, jetzt sind wir happy mit dem Sieg", betonte Rose. Selbstvertrauen für die Rückrunde haben sich die "Fohlen" auf jeden Fall geholt - die erneute Qualifikation für die Champions League scheint definitiv möglich zu sein.

Borussia Mönchengladbach jubelt nach dem Sieg gegen Dortmund - UWE KRAFT via www.imago-images.de/imago images/Uwe Kraft

3) Frankfurt stürmt in Bielefeld auf einen internationalen Tabellenplatz

Eintracht Frankfurt befindet sich im Höhenflug. Die Hessen setzten sich mit 5:1 bei Aufsteiger Arminia Bielefeld durch und blieben dadurch auch das siebte Spiel in Folge ungeschlagen. Andre Silva erzielte beim Triumph auf der Bielefelder Alm einen Doppelpack (1:0, 25. Und 3:0, 33.), Filip Kostic avancierte seiner Saisonbestleistung zum Spieler des Spiels (2:0 in der 27. Minute und Vorlage zum 3:0) und Luka Jovic traf wieder als Joker (5:1, 75.).

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Offensiv war die Eintracht kaum zu stoppen. Der Angriff um Daichi Kamada, Amin Younes und Kostic erwischte einen Sahnetag, Torjäger Silva bewies auch diesmal seine großen Qualitäten und hat bereits 14 Tore auf seinem Konto. Besonders Kostic scheint durch das frische Offensivspiel wieder zurück zu alter Stärke zu finden, ein Grund könnte auch die Rückkehr von Landsmann Luka Jovic sein. Martin Hinteregger ordnete nach der Partie den Sieg ein: "Wir waren über das ganze Spiel dominant, haben den Ball richtig gut laufen lassen, waren in jeder Aktion da", erklärte der SGE-Verteidiger und fügte hinzu: "Wenn man sieht, wen wir noch alles von der Bank bringen können, macht das alles Riesenspaß."

>>> Die Trainerstimmen zum 18. Spieltag

Fünf Siege holte das Team von Adi Hütter in den letzten sieben Spielen und steht nun auf dem sechsten Tabellenplatz. "Wir müssen von Spiel zu Spiel denken und konzentriert bleiben. Dann schauen wir mal, wo wir am Ende stehen. Nach oben gibt es keine Grenzen", erklärte Younes. Das weiß auch Trainer Adi Hütter, der die Einstellung in den nächsten Spielen wieder auf den Platz bringen will: "Der Tabellenplatz ist eine tolle Momentaufnahme. Wir wollen die gute Form mitnehmen." Im Rennen um die internationalen Wettbewerbe hat die SGE nach dieser starken Leistung nun ein Wörtchen mitzureden.

4) Mainz 05 schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf

Der 1. FSV Mainz 05 hat sich mit einem 3:2 gegen das Top-Team RB Leipzig im Abstiegskampf zurückgemeldet. Durch den Heimsieg stehen die Rheinhessen mit zehn Punkten auf Rang 17 der Tabelle, fünf Punkte hinter dem auf Relegationsplatz 16 liegenden 1. FC Köln. Es war ein überraschender Dreier, den die "Nullfünfer" im Vorfeld der Partie sicherlich nicht fest eingeplant hatten. Drei Punkte, die den FSV am Leben halten, mit denen sie Druck auf die Kölner ausüben. Besonders bemerkenswert war die Moral der Mainzer, die nach zweimaligem Rückstand zurückkamen und schließlich sogar die Partie drehten. Sie bewiesen die nötige Härte und Laufbereitschaft gegen spielstarke Sachsen, die ihre PS in der Opel-Arena nicht gänzlich auf die Straße brachten.

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Kapitän Danny Latza war dementsprechend voll des Lobes für sein Team: "Leidenschaft, Kampf, Teamgeist - das alles war endlich mal alles über 90 Minuten da. Wenn man gesehen hat, wie wir uns reingehangen haben, jedem Ball hinterhergejagt sind, das wollen wir sehen." Mit dieser Mentalität geht vielleicht noch etwas im Kampf um den Klassenerhalt. Sicher ist, dass die 05er diese Mentalität bis zum Saisonende in jedem Spiel an den Tag legen müssen, um die Restchance zu wahren. Obendrein bewies ein anderer Mainzer Spieler Vollstrecker-Qualitäten. Innenverteidiger Moussa Niakhate schnürte einen Doppelpack, der die Hausherren überhaupt erst zurück ins Spiel brachte. Auch nach dem Abpfiff noch präsentierte sich der Franzose kämpferisch: "Man ist dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat die Chance und nutzt das. Aber es geht nicht um mich, es geht um Mainz 05, den Verein und darum, dass jeder alles gibt! Und das haben wir gezeigt."

>>> Niakhate erzielt beim Mainzer 3:2-Erfolg gegen Leipzig einen Doppelpack

Einer, der ebenfalls einen großen Anteil am Mainzer Erfolg hatte, war Danny da Costa. Der Neuzugang vom Rivalen Eintracht Frankfurt machte ordentlich Dampf auf der rechten Außenbahn, bereitete den Siegtreffer von Leandro Barreiro dank seines Sololaufs vor. Der Rechtsverteidiger hat seine neue Mannschaft noch nicht abgeschrieben: "Man hat gesehen: Die Mannschaft glaubt dran, das hat man schon gegen Dortmund gesehen. Das haben wir diesmal genauso auf den Platz gebracht, so will man in die Rückrunde starten!" Ein Start nach Maß, der den "Nullfünfern" im Abstiegskampf neues Leben einhaucht.

Umjubelter 4:1-Erfolg bei Hertha BSC: Der SV Werder feiert einen der Treffer - ANNEGRET HILSE/POOL/AFP via Getty Images

5) Auch Hoffenheim und Bremen holen Big Points im Kampf um den Klassenerhalt

Nicht nur der 1. FSV Mainz 05 konnte in der unteren Tabellenhälfte einen Erfolg einfahren: Die TSG Hoffenheim setzte sich gegen den 1. FC Köln klar mit 3:0 (2:0) durch und baute durch den Heimsieg den Vorsprung auf den vom Gegner gehaltenen Relegationsrang auf fünf Punkte aus. Gegen die "Geißböcke" brachte Andrej Kramaric (7.) die Kraichgauer mit einem Elfmeter in die Erfolgsspur, Christoph Baumgartner (25.) erhöhte noch vor der Pause sehenswert mit einem Hackentrick, Kramaric verwandelte im zweiten Durchgang noch einen weiteren Strafstoß (75.).

>>> Das Rennen um den Klassenerhalt: Das macht Schalke, Mainz und Co. Hoffnung

Neben der TSG feierte auch der SV Werder Bremen einen Big Point im Abstiegskampf: Dank eiskalter Chancenverwertung gewannen die Hanseaten mit 4:1 (2:1) bei Hertha BSC. Davie Selke (10.), Ömer Toprak (29.), Leonardo Bittencourt (57.) und Josh Sargent (77.) zeichneten verantwortlich für den Auswärtssieg der Bremer, die nun 21 Punkte auf dem Konto und damit sechs Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz haben.

Für die Berliner war der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Jhon Cordoba (45.+2) zu wenig. Zu wenig war den Verantwortlichen bei der "Alten Dame" auch die Ausbeute von lediglich 17 Punkten aus 19 Partien. Am Sonntag gaben die Hauptstädter die Freistellung von Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz bekannt. "Letztlich müssen wir festhalten, dass wir mit 17 Punkten nach 18 Spielen in einer sehr ernsten Situation stecken. Daher haben wir uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, mit einem Trainerwechsel einen neuen Impuls zu setzen", erklärte Hertha-Geschäftsführer Carsten Schmidt.