Köln - Der 18. Spieltag beschert der Bundesliga eine ganze Wagenladung Traumtore. Der 1. FC Köln gewinnt in historischer Höhe. RB Leipzig schlägt die Unschlagbaren, Borussia Mönchengladbach zeigt Comeback-Qualitäten und Marco Reus hat einen Lieblingsgegner. Darüber spricht die Bundesliga nach dem 18. Spieltag.

1) Tag der Traumtore

Was für ein Bundesliga-Samstag! Insgesamt 25 Mal klingelte es während der sechs Partien im Kasten. Doch es gab nicht nur besonders viele, sondern auch besonders schöne Tore zu sehen. Dazu gehören die Freistoßtreffer von David Alaba und Markus Suttner genauso wie der traumhafte Außenrist-Schuss von Ingolstadts Pascal Groß zum 1:0 gegen den Hamburger SV. Die Hanseaten ließen sich in Sachen Traumtore aber ebenfalls nicht lumpen: Gotuku Sakai versenkte den Ball mit einem Distanzschuss an die Unterlatte ebenfalls sehenswert im gegnerischen Tor. Das war’s aber noch nicht, denn auch Arjen Robben brachte das Spielgerät nach Vorarbeit von Franck Ribery auf besonders schöne Art und Weise im Tor unter. Und Hoffenheim traf gegen RB Leipzig mit einer wunderbaren Kombination zur zwischenzeitlichen Führung - Nadiem Amiri brauchte den Ball nur noch ins leere Tore schieben. An diese Traumtor-Dichte könnte man sich doch glatt gewöhnen!

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2) Kölsches Torfestival

Apropos Tore! Was dem 1. FC Köln am Samstag in Darmstadt gelungen ist, hat es lange nicht gegeben. Um genau zu sein: Das 6:1 am Böllenfalltor war der höchste Auswärtssieg der Geißböcke seit mehr als 50 Jahren - beim 6:0-Sieg im Jahr 1965 hieß der Gegner damals Tasmania Berlin. Aber auch vor heimischem Publikum wurde eine solche Torflut lange nicht gesehen: Im Mai 1990 erzielten die Kölner zuletzt sechs Tore in einer Partie (6:0-Sieg gegen Waldhof Mannheim). Doch damit nicht genug von historischen Rekorden: Für Yuya Osako war es nämlich zudem der erste Doppelpack in der Bundesliga und für Trainer Peter Stöger der höchste Sieg in seiner Kölner Amtszeit. Läuft beim FC!

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3) Leipzig schlägt die Unschlagbaren

Ob die Hoffenheimer dieses Gefühl überhaupt noch kennen? Denn ganze achteinhalb Monate war die letzte Bundesliga-Niederlage der TSG her. Um genau zu sein: Am 14. Mai 2016 setzte es für die Truppe von Trainer Julian Nagelsmann die letzte Pleite, seitdem gab es für die Kraichgauer immer mindestens einen Punkt. Eine Bilanz, die in den europäischen Topligen sonst keine Mannschaft ihr eigen nennen durfte. Und zunächst sah es in der Partie gegen RB Leipzig so aus, als würde es auch am 18. Spieltag so bleiben. Doch dann sah zunächst Sandro Wagner die Rote Karte, ehe Timo Werner und Marcel Sabitzer die Partie drehten und Leipzig zum Sieg schossen. Der beste Aufsteiger aller Zeiten festigt damit nicht nur den sicheren zweiten Platz in der Tabelle, sondern bleibt mit zehn Punkten Vorsprung auf die drittplatzierten Frankfurter auch Bayern-Jäger Nummer 1. Und als wäre das nicht schon beeindruckend genug, hat die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl nun auch noch den siebten Heimsieg in Folge eingefahren - eine solche Siegesserie legte in dieser Saison zuvor noch keine Mannschaft hin.

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4) Borussia zeigt Comeback-Qualitäten

Nach einer schwachen Hinrunde und der Trennung von Andre Schubert sollte in Mönchengladbach mit Dieter Hecking an der Seitenlinie alles wieder besser werden - am besten schon im Auswärtsspiel bei den rheinischen Rivalen in Leverkusen. Doch stattdessen gab es für die Borussia erst einmal eine kalte Dusche. Zwei schnelle Tore kassierten die Fohlen in der ersten Halbzeit und es sah so aus, als würde die Elf vom Niederrhein auch die Rückrunde mit einem Misserfolg beginnen. Doch weit gefehlt! Denn im zweiten Durchgang brannte die Borussia ein wahres Feuerwerk ab. Zunächst sorgte Lars Stindl mit einem Doppelpack für den Ausgleich, dann schoss Raffael die Gladbacher sogar noch zum Sieg. "Jetzt wollen wir etwas entfachen", erklärte der Kapitän nach der Partie nüchtern. Mit so einer Moral sollte das doch kein Problem sein.

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5) Reus mag Mainz

Es scheint eine enge Verbindung zwischen Marco Reus und Mainz 05 zu sein! In 14 Spielen erzielte der BVB-Star nun bereits 11 Tore - am Sonntag sorgte der Nationalspieler sogar für das schnellste Dortmunder Tor der Saison. Und sein erstes Bundesliga-Tor überhaupt erzielte Reus natürlich ebenfalls gegen Mainz. Das muss doch echte Liebe sein!

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