Köln - Er ist der jüngste Sieger aller Zeiten: Der 16-jährige Schüler Francisco Cruz aus der portugiesischen Stadt Trofa hat das große Finale des FIFA Interactive World Cups 2011 (FIWC11) gewonnen. In Los Angeles setzte sich Cruz am 9. Juni im Endspiel des weltweit größten virtuellen Fußballturniers mit 4:1 gegen den Kolumbianer Javier Munoz durch.

Der Rahmen des Endspiels war der Veranstaltung mehr als würdig. Im prächtigen Mayan Theater in der amerikanischen Filmmetropole fanden zunächst die beiden Halbfinals statt.

Ex-Bundesliga-Profi Eric Wynalda begeistert

Vor den Augen zahlreicher Prominenter aus der amerikanischen Unterhaltungsbranche bezwang der Teenager aus Portugal dabei den Australier Mark Azzi mit 2:0.

Begeisterter Zuschauer war auch der ehemalige Saarbrücker Bundesliga-Profi Eric Wynalda. "Ich habe eine lange Karriere im Fußball hinter mir, aber manche Bewegungen und Aktionen dieser Jungs habe ich noch nie zuvor gesehen", zeigte sich der dreimalige WM-Teilnehmer bei "fifa.com" schwer beeindruckt von den virtuellen Fußballkünsten.

Preisgeld von 20.000 US-Dollar gewonnen

Während Cruz den FC Chelsea als sein Team für das Finale ausgewählt hatte, setzte Gegner Javier Munoz auf die virtuellen Stars von Real Madrid. Durch den 4:1-Finalerfolg sicherte sich Cruz nicht nur ein Preisgeld von 20.000 US-Dollar, sondern auch eine Reise für zwei Personen zur nächsten FIFA "Ballon d'Or"-Gala. Insgesamt blieb der 16-Jährige in L.A. mit einer Bilanz von acht Siegen und einem Unentschieden ungeschlagen.

24 Gamer hatten sich weltweit über sechs Online-Saisons und zehn Live-Qualifikationsturniere für drei spektakuläre Tage in Los Angeles qualifiziert. Die FIFA sowie die Veranstaltungspartner EA SPORTS und Sony PlayStation hatten unter anderem einen Yacht-Ausflug, einen Besuch der Universal-Filmstudios und einen Rundgang bei der Electronic Entertainment Expo (E3), der größten Computerspielmesse der Welt, organisiert.

Siebte Auflage des FIWC

Etwa 900.000 Spieler hatten sich diesmal am FIFA Interactive World Cup beteiligt, der 2011 bereits seine siebte Auflage erlebte. Für den deutschen Teilnehmer Manuel Waibel reichte es nicht für die Viertelfinals, nach der Gruppenphase war für Waibel Schluss.