Köln - Dortmunds Marco Reus feiert ein überragendes Startelf-Comeback, der FC Bayern München ist wieder zurück in der Erfolgsspur und an RB Leipzig ist momentan einfach kein Vorbeikommen. Darüber spricht die Bundesliga am 13. Spieltag.

1) Überragendes Startelf-Comeback für Reus

Beim 4:1-Sieg von Borussia Dortmund gegen Borussia Mönchengladbach stand Marco Reus nach monatelanger Verletzungspause wieder in der Bundesliga in der Startelf. Und der 27-Jährige stellte einmal mehr unter Beweis, dass er, wenn er gesund ist, einer der besten Spieler ist. Drei der vier BVB-Tore legte Reus auf, das war ihm zuvor noch nie gelungen. Besonders die Co-Produktion mit dem Siegtorschützen Pierre-Emerick Aubameyang war ein Augenschmaus, als sich der Rückkehrer zunächst alleine durch die gegnerische Abwehr dribbelte und seinen Mitspieler dann mit der Hacke bediente.

Noch, so sagt Reus, sei er nicht bei 100 Prozent, dafür ist er zu lange ausgefallen. "Jetzt brauche ich einfach noch ein paar Partien. Spiele auf dem Niveau wie gegen Gladbach, oder auch in den nächsten Wochen gegen Madrid, Köln und Hoffenheim sind da sehr wichtig." Damit er dort auch fit ist, wechselte sein Trainer Thomas Tuchel Reus nach knapp 80 Minuten aus. Bis dahin hatte er viel gearbeitet: An sieben der 15 Torschüsse des BVB war der Nationalspieler beteiligt (drei abgegeben, vier vorgelegt), außerdem führte er die meisten Zweikämpfe auf dem Platz (36).

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2) Der FC Bayern ist wieder da

Nach der Niederlage gegen Borussia Dortmund am 11. Spieltag schien der FC Bayern München ein wenig in der Krise zu stecken. Spätestens durch den 3:1-Sieg am Freitagabend beim 1. FSV Mainz 05 hat sich der deutsche Rekordmeister zurückgemeldet und stand zwischenzeitlich sogar wieder kurz auf Platz eins der Tabelle. Auch dank des Doppelpacks von Robert Lewandowski, der zuletzt am 9. Spieltag traf - damals erzielte er zwei Tore beim 3:1-Erfolg der Münchner gegen den FC Augsburg.

Vor allem in der ersten Hälfte zeigte der FCB sein gewohntes Gesicht. Damit war Carlo Ancelotti dann auch besonders zufrieden. "Da haben wir schöne Kombinationen geboten und auch getroffen", sagte der Trainer. Und auch Lewandowski befand, dass er und seine Mitspieler den Gegner nach dem frühen Rückstand in der 4. Minute durch Jhon Cordoba im Griff hatten. "Wir haben das Spiel kontrolliert und Mainz hatte kaum eine Torchance. Wir haben taktisch sehr gut gespielt und außer bei der Führung der Mainzer kaum etwas zugelassen."

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3) Kein Vorbeikommen an RB Leipzig

Der 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 bedeutete für RB Leipzig den achten Sieg in Folge. Die Tabellenführung, die RBL am Freitagabend kurzzeitig an den FC Bayern München abtreten musste, hat die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl damit natürlich auch wieder zurückerobert. Der Trainer war zufrieden: "Sie haben es gut gemacht". 33 Punkte hat Leipzig damit jetzt auf dem Konto: Von den elf Mannschaften zuvor mit 33 oder mehr Zählern zu diesem Zeitpunkt (auch umgerechnet) wurden neun am Ende auch Deutscher Meister (82 Prozent).

Der Aufsteiger blieb, wie schon die gesamte Zeit, unbeeindruckt von der Situation. Zwar feierte er nach dem Spiel mit den Fans im Stadion und die Spieler genossen die "Spitzenreiter, Spitzenreiter"-Rufe sichtlich. Doch stellte Abwehrspieler Willi Orban nach dem Spiel gleich klar, dass die Mannschaft keinerlei Ambitionen hegt. "Wir können uns noch nichts dafür kaufen, dass wir jetzt so weit oben stehen. Wir wissen, dass wir so fokussiert weiterarbeiten müssen wie bisher und am besten noch eine Schippe drauflegen."

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4) Hoffenheim glänzt auch im Topspiel

4:0 stand es zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Köln nach 90 Minuten. Es war das Duell der beiden Verfolger, das die Kraichgauer überzeugend für sich entschieden. Sandro Wagner (8. und 67.) sowie Jeremy Toljan (39.) und Mark Uth (89.) machten den Dreier perfekt. Allerdings musste TSG-Trainer Julian Nagelsmann zugeben, dass das Ergebnis dem Sieger schmeichelte. "Aus meiner Sicht ist das Ergebnis zu hoch ausgefallen. Nach der frühen Führung hatten wir ein, zwei Mal richtig Glück. Wir hatten nicht so viele große Chancen, aber machen das dritte und vierte Tor."

Dank des sechsten Saisonsieges konnte Hoffenheim seinen Klubrekord auf 13 Punktspiele ohne Niederlage ausbauen. Das war aber nicht der einzige Rekord: Das 4:0 bedeutete gleichzeitig den höchsten Erfolg unter Trainer Nagelsmann. Der lieferte nach der Partie auch gleich eine Erklärung, warum es bei seiner Mannschaft im Moment so gut läuft: "Ich glaube, unser Spiel macht den Spielern einfach Freude.“

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5) Nord-Clubs Gewinner im Abstiegskampf

Große Erleichterung beim Hamburger SV, der gegen den SV Darmstadt 98 seinen ersten Saisonsieg einfuhr. 2:0 gewann der HSV, der sich die drei Punkte redlich verdient hatte. Seit dem 8. Spieltag hatte die Mannschaft von Markus Gisdol ununterbrochen auf dem letzten Tabellenplatz gestanden. Den hat sie jetzt an den FC Ingolstadt abgeben können. Die Hamburger, die durch die Tore von Michael Gregoritsch (30.) und Matthias Ostrzolek (90.) gewannen, setzten damit den Trend der letzten Wochen fort und sind jetzt seit drei Spielen ungeschlagen. Zum dritten Mal in Folge bot Gisdol auch die gleiche Startelf auf. "Wir sind aber erst am Anfang", wusste der HSV-Trainer den Sieg richtig einzuordnen.

Auch der Nord-Rivale SV Werder Bremen feierte einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Gegen Mitkonkurrent FC Ingolstadt gab es einen 2:1-Sieg. Werder-Trainer Alexander Nouri war erleichtert, nachdem Fin Bartels in der 75. Minute den Siegtreffer erzielt hatte. "Das Tor haben wir erzwungen und uns damit für viel Leidenschaft und viel Herz belohnt." Das erste Tor machte Max Kruse, der damit auch zum ersten Mal im Werder-Trikot einnetzte. Neun seiner bisher elf Punkte hat Bremen jetzt zu Hause geholt.

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