Köln - Frankfurt ärgert die Top-Teams, Leipzig spielt weiter wie im Rausch und Vedad Ibisevic trifft zum 100. Mal. Darüber spricht die Bundesliga am 12. Spieltag.

1) Frankfurt klettert auf Platz vier

Unverdient war der 2:1-Sieg von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund nicht, überraschend war er trotzdem. Doch mit einer engagierten Teamleistung hat die Mannschaft von Niko Kovac den nächsten Dreier eingefahren, ist nunmehr seit sechs Spielen ungeschlagen und steht auf einmal auf Platz vier der Tabelle. 24 Punkte stehen jetzt auf der Habenseite, damit ist die Eintracht so erfolgreich wie zuletzt vor 23 Jahren. Vor allem zu Hause sind die Frankfurter nicht zu schlagen, auch Schalke, Leverkusen und der FC Bayern haben das in dieser Saison nicht geschafft.

Für die Frankfurter ist dies jedoch nur eine Momentaufnahme, wie Kovac immer wieder betont. "Alle müssen vernünftig bleiben. Ich passe schon auf, dass keiner fliegt.“ Aktuell machen seine Spieler aber auch keine Anstalten, abzuheben. Jesus Vallejo, der es mit den schnellen Stürmern des BVB zu tun hatte, weiß genau, was jetzt zu tun ist: "Das war ein sehr wichtiger Sieg und der Lohn für die harte Arbeit, die wir leisten. Jetzt heißt es, weiter hart arbeiten, nicht nachlassen und das nächste Spiel genauso konzentriert angehen."

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2) Leipzig wie im Rausch

Am letzten Wochenende der Sprung an die Tabellenspitze, jetzt ein 4:1-Kantersieg beim Mitaufsteiger SC Freiburg. RB Leipzig spielt wie im Rausch und ist aktuell eine Klasse für sich. Da musste sich auch RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl einmal ganz kräftig schütteln. "Bei dem Ergebnis mussten wir uns ein bisschen kneifen, immerhin standen sieben Spieler auf dem Platz, die vergangene Saison in der 2. Bundesliga noch gegen Freiburg verloren hatten."

Sieben Spiele in Folge hat RB jetzt gewonnen. Das ist einem Aufsteiger noch nie zuvor gelungen. Naby Keita leitete mit dem schnellsten RB-Treffer in der Bundesliga in Minute zwei den jüngsten Erfolg ein. Marcel Sabitzer, der seinen vierten Bundesliga-Treffer erzielte, erklärte nach dem Spiel das Erfolgsrezept: "Jeder von uns hat einfach Lust zu kicken - das spürt man auf dem Platz."

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3) Spektakuläres Nordderby

Auch wenn es weder für den Hamburger SV noch für Werder Bremen den Befreiungsschlag gab, ein packendes Nordderby war es trotzdem. 2:2 trennten sich die Rivalen, bis zum Schluss versuchten die beiden Teams das Spiel für sich zu entscheiden. SVW-Trainer Alexaner Nouri brachte es nachher auf den Punkt: "Wir haben alles erlebt, was ein Derby ausmacht. Beide Teams haben alles investiert, aber zu viele Geschenke verteilt. Die Anspannung war auf beiden Seiten zu spüren. Es war ein intensives, aber kein gutes Spiel - viel Herz, aber auch viele Fehler. Das Unentschieden geht in Ordnung."

Allerdings war das Unentschieden auch nicht so überraschend: Keine Bundesliga-Paarung endete so oft mit einem Remis wie das Derby zwischen dem HSV und Bremen. Zum 34. Mal teilten sich die beiden Clubs nun die Punkte.

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4) Tor Nummer 100 für Ibisevic

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Sein 240. Bundesliga-Spiel wird Vedad Ibisevic nicht so schnell vergessen: Er erzielte einen Doppelpack - darunter sein 100. Bundesliga-Tor - und ist nach Claudio Pizarro, Giovane Elber, Robert Lewandowski, Stephane Chapuisat und Ailton der sechste Ausländer mit mindestens 100 Bundesliga-Toren (und der 51. Spieler insgesamt). Der Stürmer von Hertha BSC gab außerdem die meisten Torschüsse der Partie ab (neun) und stellte damit einen neuen persönlichen Rekord auf (zuvor maximal acht in einem Bundesliga-Spiel).

Allerdings setzte es in der 74. Minute im Berliner Olympiastadion auch einen Dämpfer für Ibisevic: Er sah die erste Gelb-Rote Karte seiner Bundesliga-Karriere, insgesamt war es sein vierter Platzverweis.

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5) Schalkes Serie hält

Der FC Schalke 04 gewann auch das Spiel gegen den SV Darmstadt 98. 2:1 hieß es nach 90 Minuten, obwohl die Königsblauen einem Rückstand hinterher laufen mussten. Damit ist die Mannschaft von Markus Weinzierl jetzt sieben Spiele ungeschlagen, nachdem Schalke zu Beginn der Saison fünf Niederlagen kassierte. Wettbewerbsübergreifend konnte der Club zuletzt sogar fünf Spiele in Folge gewinnen und hat seit zwölf Spielen nicht verloren.

Dabei lief es zunächst gar nicht so gut für die Schalker. Marcel Heller erzielte schon in der 6. Minute die 1:0-Führung für die Gäste. Doch Sead Kolasinac (26.) brachte seine Mannschaft wieder zurück ins Spiel. Durch die Treffer von Eric Maxim Choupo-Moting (60.) und Alessandro Schöpf (90.) war der Sieg dann besiegelt. Schalke punktete damit erstmals in dieser Bundesliga-Saison nach einem Rückstand.

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