Zusammenfassung

  • RB Leipzig und BVB wollen Bayern im Titelkampf Druck machen

  • James und Co. - die Neuen der Liga versprühen Glanz

  • Wer schnappt sich die Torjägerkrone?

Köln - Endlich! Am kommenden Wochenende ist die Bundesliga nach 13 langen Wochen zurück. Grund genug, Euch zehn Gründe zu nennen, warum diese Saison so interessant wird wie selten zuvor.

1.) Leipzig und Dortmund jagen den FC Bayern

Fünf Mal in Folge wurde der FC Bayern München Deutscher Meister. Auch in der kommenden Saison ist der Rekordmeister wieder der Topfavorit. Aber die Konkurrenz lauert auf eine Schwächephase der Bayern. "Wir wollen den Abstand auf Bayern verkürzen", erklärte Roman Bürki unlängst im Interview bei bundesliga.de. Die Dortmunder haben im Gegensatz zur vergangenen Saison fast alle Leistungsträger halten können und mit Peter Bosz einen erfolgshungrigen Trainer verpflichtet. Auch der Vizemeister RB Leipzig würde nur allzu gerne den Titelkampf so lange wie möglich spannend halten. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl machte den Bayern schon in vergangenen Saison das Leben schwer und hielt zumindest in der Hinrunde noch mit. Auf einen Alleingang in Sachen Titelkampf können sich die Bayern in dieser Saison also nicht einstellen.

2.) James, Tolisso und Co. - Die neuen Stars der Liga

Es war der Paukenschlag auf dem deutschen Transfermarkt: Der FC Bayern verpflichtet - zunächst zwei Jahre auf Leihbasis - Superstar James Rodriguez von Real Madrid. Neben dem kolumbianischen Nationalspieler und Torschützenkönig der Weltmeisterschaft 2014 holten die Bayern auch noch Corentin Tolisso aus Lyon.

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Aber nicht nur der Meister hübschte seinen Kader mit neuen Stars auf. Auch Dan-Axel Zagadou (BVB), Jean-Kevin Augustin (RB Leizig), Denis Zakaria (Gladbach), Amine Harit (Schalke 04) oder auch Ignacio Camacho (Wolfsburg) sind vielversprechende Neuzugänge, die die Bundesliga bereichern werden.

3.) Hochspannender Kampf um Europa

Der Kampf um Europa könnte in dieser Saison so spannend werden, wie selten zuvor. In der vergangenen Saison schwächelten mit Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg Teams, die eigentlich ein Abo auf die Europa League oder Champions League haben. Diese Schwäche nutzten unter anderem Leipzig, die Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln. Fast die halbe Liga könnte in der neuen Saison die Fähigkeiten haben, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Das verspricht absolute Hochspannung.

© imago / Jacob Schröter

4.) Wer steigt ab? Wer bleibt drin?

Ebenso wie der Kampf um Europa ist es auch fast unmöglich vorherzusagen, wer in dieser Saison absteigen wird. Mit dem VfL Wolfsburg und auch Bayer 04 Leverkusen waren vergangene Saison zum Beispiel Teams im Abstiegskampf verwickelt, die man hier niemals erwartet hätte. Möglich, dass es diese Saison wieder jemanden erwischt. Schafft es zum Beispiel der Hamburger SV, dem Abstiegskampf diesmal fernzubleiben? Rutscht Werder Bremen wieder unten rein? Wie läuft es beim FC Augsburg? Fragen über Fragen, die den Abstiegskampf zum spannendsten aller Zeiten machen könnten.

5.) Talentschmiede Bundesliga

Immer wieder spielen sich junge Talente in der Bundesliga in den Vordergrund. In der Saison 2016/17 brillierten zum Beispiel Timo Werner (RB Leipzig) oder Ousmane Dembele (BVB). Wer schafft diesmal den Sprung in die Bundesliga?

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Bei den Bayern durfte Christian Früchtl Manuel Neuer im Tor vertreten und machte seine Sache sehr gut. Auch der Borussia Dortmund hat wieder einige verheißungsvolle Youngster im Kader. Wie wäre es zum Beispiel mit Alexander Isak. Der erst 17-jährige Schwede könnte eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie sein Teamkamerad Christian Pulisic. Oder Kai Havertz von Bayer Leverkusen, Reece Oxford von Borussia Mönchengladbach und Salih Özcan vom 1. FC Köln. Nicht die einzigen Youngster, die mit Macht in die Bundesliga drängen.

6.) Superstarke Aufsteiger versprechen Spannung

Mit dem VfB Stuttgart und Hannover 96 sind zwei alte Bekannte zurück in der Bundesliga nach einem einjährigen Intermezzo im Unterhaus. Beide Teams korrigierten den "Betriebsunfall" Abstieg und wollen sich in der neuen Saison wieder in der Bundesliga etablieren. Vor allem mit dem fünfmaligen Deutschen Meister aus Stuttgart ist zu rechnen. Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf könnte durchaus eines der Überraschungsteams der neuen Saison werden. Eins ist klar: Beide Aufsteiger gehören diesmal nicht sofort zum Kreis der Teams, die zwangsläufig sofort wieder um den Klassenerhalt spielen werden.

7.) Neue Trainer - neue Philosophien

Nicht nur viele neue Spieler präsentieren sich in der neuen Saison in der Bundesliga, sondern auch fünf neue Trainer. Die beiden Ruhrpott-Rivalen Borussia Dortmund und FC Schalke 04 tauschten ihre Übungsleiter aus. Mit Peter Bosz schwingt nun ein Niederländer das Zepter bei Schwarz-Gelb, Schalke 04 setzt auf die Jugend und verpflichtete den 31-jährigen Domenico Tedesco aus Aue.

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Der 1. FSV Mainz 05 hat nun mit Sandro Schwarz einen waschechten Mainzer als Coach. Bayer Leverkusen lotste Heiko Herrlich vom Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg an den Rhein und mit Stuttgarts Hannes Wolf trainiert ein weiterer junger Trainer nun in der Bundesliga, der in seiner Premieren-Saison als Chefcoach bei einem etablierten Club gleich den Aufstieg realisierte.

8.) Das Duell um die Torjägerkrone: "Auba", "Lewy", und wer noch?

Das Duell um die Torjägerkrone in der Bundesliga sucht europaweit seinesgleichen. In der vergangenen Saison ballerten Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubamyang um die Wette. Am Ende hatte der Dortmunder mit 31 Treffern knapp die Nase vorn. Der Bayern-Stürmer Lewandowski kam auf 30 Tore. Auch in dieser Saison können sich die Fans wieder auf das Duell der beiden Top-Stürmer freuen, am Pokalwochenende legten beide schon mal los. Lewandowski traf in Chemnitz zwei Mal, Aubameyang gegen Rielasingen-Arlen gleich drei Mal.

>>> Wer kann "Auba" und "Lewy" Konkurrenz machen?

Und auch andere Clubs haben Top-Stürmer, die den beiden Konkurrenz machen könnten - ähnlich wie Anthony Modeste vergangene Saison. Als da zum Beispiel Leipzigs Timo Werner, Hoffenheims Sandro Wagner, Bremens Max Kruse oder Wolfsburgs Mario Gomez wären.

9.) So gerecht wie nie

Erstmals werden die Schiedsrichter in dieser Saison bei allen Bundesliga-Partien auf einen Video-Assistenten zurückgreifen können. Diese Neuerung soll eine weitere Unterstützung für den Schiedsrichter auf dem Platz sein.

>>> So arbeitet der Video-Assistent

Alle 23 Bundesliga-Schiedsrichter der vergangenen Saison kommen auch als Video-Assistenten zum Einsatz; darunter auch Dr. Jochen Drees, Günter Perl und Wolfgang Stark, die ihre Schiedsrichterlaufbahn am Ende der vergangenen Saison 2016/17 wegen Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren beenden mussten. Da macht die Bundesliga nicht nur gerechter, sondern auch interessanter.

10.) Zuschauermagnet Bundesliga

Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2016/17 den höchsten Zuschauerzuspruch in seiner Geschichte erzielt. Insgesamt 19.049.362 Menschen kamen zu den 612 Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga. Möglich, dass dieser Rekord in der kommenden Saison nochmal übertroffen wird. Zumindest in der Bundesliga ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass der Zuschauerschnitt von 40.693 Zuschauern aus 2016/17 wieder übertroffen wird. Schließlich sind mit Hannover und Stuttgart zwei Clubs mit deutlich größeren Stadien aufgestiegen, als Ingolstadt und Darmstadt, die die Bundesliga verlassen haben.