Zusammenfassung

  • Pjaca wechselt auf Leihbasis von Juventus zu Königsblau.

  • Der Youngster bringt viel mit, um Schalke zu verstärken.

  • Seine Eltern waren erfolgreiche Kampfsportler.

Gelsenkirchen - Sein enormes Potential ist bereits länger bekannt, jetzt darf sich Marko Pjaca beim FC Schalke 04 beweisen. Zehn wissenswerte Fakten über den 22-Jährigen, der einige Mustereigenschaften eines Flügelstürmers vereint.

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1) Vater Wrestler, Mutter Judoka

Pjaca kommt aus sportlichem Elternhaus. Sicher wäre für ihn auch eine Karriere im Kampfsport möglich gewesen: Sein Vater Zeljko war einst erfolgreicher Wrestler, seine Mutter Visnja erfolgreiche Judoka. Erfolg sollte ihr Sohn ebenfalls haben, wenn auch im Fußball.

2) Eine imposante Erscheinung

Ein Blick auf den 1,86-m-Mann nimmt das allerdings nicht unbedingt vorweg. Pjaca ist körperlich robust, ein Kraftpaket. Eine Eigenschaft, die ihn auszeichnet. Schließlich ist dies ein Charakteristika, das vielen Angreifern auf der Außenbahn abgeht. Schnelligkeit gilt auf den Außen meist als wichtigste Fähigkeit. Kräftig und schnell? Eine Rarität.

3) Explosiv

Und schnell ist der Kroate. Pjaca verfügt über einen beeindruckenden Antritt, seine Sprintgeschwindigkeit steht dem kaum nach. Läuft er los, gibt's kein Halten - auch mit Ball am Fuß.

4) Dribbelkönig auf links

Denn mit dem Spielgerät ist der Linksaußen am besten. Pjacas Stärke im Dribbling sticht unter seinen spielerischen Merkmalen heraus. Zu Beginn seiner Profikarriere lief er oft noch auf dem rechten Flügel auf, wechselte die Seite aber schnell. Warum? Der Rechtsfuß zieht technisch versiert gerne in die Mitte, dann ab - wie ein bekannterer Bundesliga-Star...

Pjacas Dribblingstil? Robbenesk! © imago

5) Allrounder

Pjaca kommt bevorzugt über die linke Außenbahn, kann in der Offensive aber alle Positionen bekleiden. Links, rechts, Zehn, Spitze - er macht Schalke vorne variabler, entlastet einerseits Bastian Oczipka und Yevhen Konoplyanka, anderseits aber auch Daniel Caligiuri, Amine Harit, Guido Burgstaller und Franco Di Santo.

6) Aus der Dinamo-Schule

Zwischen 2004 und 2009 durchlief der 95er Jahrgang die Jugendmannschaften des kroatischen Rekordmeisters Dinamo Zagreb. 2014 kehrte Pjaca nach den Stationen NK ZET 1927 (2009 bis 2010) und NK Lokomotiva (2010 bis 2014) zu den Profis zurück. In der Hauptstadt avancierte er sofort zum Leistungsträger, gewann in seinen zwei Saisons mit Dinamo zweimal das Double und wurde in der ersten kroatischen Liga zweimal als Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

7) Schwere Verletzungen

Es folgte der Wechsel zu Juventus Turin. In seiner ersten Spielzeit im Piemont kam Pjaca trotz einer Entzündung im Wadenbeinköpfchen und eines Kreuzbandrisses immerhin auf 20 Pflichtspiele für den italienischen Rekordmeister. Zweite Verletzung aber setzte ihn bis November des letzten Jahres außer Gefecht, seitdem absolvierte der gebürtige Zagreber nur vier Partien für die U19 der Alten Dame. Da zeigte er allerdings gleich wieder seine Klasse: Zwei Tore und drei Vorlagen stehen in 323 Spielminuten zu Buche.

8) Hoffnung der Kroaten

13 Spiele absolvierte Pjaca bislang für die kroatische Nationalmannschaft, ohne seine langen Ausfallzeiten in den letzten zwei Saisons wären es jetzt zweifelsohne mehr. Für die Kockasti glänzte er vor allem vor der Europameisterschaft 2016 und bei dem Turnier in Frankreich. Als Rechtsaußen gehörte er zu den Kroaten, die bei der EM in einer Gruppe mit Spanien, der Türkei und Tschechien als Erster ins Achtelfinale einzogen, dort aber am späteren Europameister Portugal mit 0:1 nach Verlängerung scheiterten.

Pjaca besiegte mit Kroatien bei der EM 2016 Titelverteidiger Spanien © gettyimages / Pierre-Philippe Marcou/AFP

9) 2015 als Golden Boy nominiert

Ein gutes halbes Jahr vor seinem Transfer nach Turin gehörte der damals 20-Jährige zu den Kandidaten für den besten jungen Spieler Europas. Der Preis ging schließlich an Anthony Martial von Manchester United, die zweitmeisten Stimmen erlangte Kingsley Coman vom FC Bayern.

10) Lieblingsspieler Ronaldinho

Als Pjaca jugendlich war, war der brasilianische Weltstar sein Vorbild. Kein Wunder, dass dem Kroaten im Dribbling schnell keiner etwas vormachen konnte. Eine bemerkenswerte Parallele: Ronaldinho verließ seinen Heimatclub Gremio Porto Alegre in ähnlichem Alter, begann über Paris Saint-Germain dann seine Weltkarriere, die ihn unter anderem noch zum FC Barcelona und zur AC Mailand führen sollte.