Köln - Beachtliche Topdaten, kuriose Fakten und wissenswerte historische Daten - diese 10 Dinge sollten Sie sich über den 18. Spieltag der Bundesliga merken.

1) Prozentrechnung in Dortmund

Für Trainer Jürgen Klopp ist der Tabellenplatz seiner Dortmunder Borussia momentan "absolut wurscht". "Wir sind in Schlagdistanz zu den Mannschaften vor uns. Das ist wichtig. Wir müssen uns in den Abstiegskampf hineinarbeiten und Druck machen." Höchste Zeit wäre es, denn 69 Prozent (35 von 51) der Schlusslichter nach einem 18. Spieltag sind am Ende abgestiegen. Diese und weitere spannende Zahlen zum Spieltag finden Sie in den #Zahlenspiele 18.

2) Hoffenheimer Foul-Rekord

Dass sich die TSG 1899 Hoffenheim bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Augsburg nicht nach Kräften gewehrt hätte, kann dem Team aus dem Kraichgau nicht vorgeworfen werden. Die Mannschaft von Markus Gisdol stellte beim FCA einen neuen Foul-Rekord für die laufende Saison auf. 28 Fouls in einer Partie beging in dieser Spielzeit noch keine andere Mannschaft.

3) Dutt x 4 = Skripnik

Der SV Werder Bremen bleibt unter Viktor Skripnik im Aufwind. Die Hanseaten verschafften sich mit dem 2:0-Erfolg gegen Hertha BSC Luft im Abstiegskampf. In neun Spielen unter Skripnik haben die Bremer nun 16 Punkte geholt. Sein Vorgänger Robin Dutt konnte nach neun Partien lediglich vier Zähler verbuchen.

4) Ungeschlagen, aber...

Seit Roger Schmidt Bayer 04 Leverkusen trainiert, ist die BayArena für Gegner nicht mehr einzunehmen - zumindest nicht komplett. Unter Schmidt hat die Werkself noch kein Heimspiel verloren, allerdings bei zehn Begegnungen sechs Mal die Punkte geteilt - wie am Samstag beim 0:0 gegen Borussia Dortmund.

5) Traditioneller Fehlstart

Obwohl die Gesamtbilanz mit 20 Siegen, 22 Niederlagen und acht Remis relativ ausgeglichen ist, gehört der VfB Stuttgart definitv nicht zu den besten Rückrundenstartern (Infografik: Die historische Rückrundenstart-Tabelle). Durch das 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach begann die Rückrunde für den VfB zum vierten Mal in Folge mit einer Niederlage.

6) Aufbauspieler Nastasic

Als der FC Schalke 04 den Transfer von Matija Nastasic verkündete, da stand zunächst vor allem seine Stärke als Zweikämpfer im Vordergrund. Die Verantwortlichen der Königsblauen betonten aber stets, dass sie sich von Nastasic auch viel im Spielaufbau erhoffen. Beim 1:0 gegen Hannover 96 zeigte er in dieser Hinsicht schon sein Können und hatte nach Benedikt Höwedes die geringste Fehlpassquote aller Schalker.

7) Petersen beerbt Klose

Geschichte geschrieben und einen Weltmeister beerbt: Nils Petersen erlebte beim 4:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt wahrlich ein perfektes Debüt für den SC Freiburg. Der Angreifer erzielte nicht nur den ersten lupenreinen Hattrick des Sport-Clubs in der Bundesiga. Es war zugleich der erste lupenreinen Hattrick eines Einwechselspielers seit mehr als zehn Jahren. Zuletzt hatte Miroslav Klose dieses Kunststück für den SV Werder Bremen gegen den VfL Bochum vollbracht (im September 2004).

8) Auf dem Weg zum Negativrekord

Der Hamburger SV und die Tore - in dieser Saison will das einfach nicht passen. Beim 0:2 gegen den 1. FC Köln blieb der HSV schon zum elften Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer. Damit steuert der Club geradewegs auf einen neuen negativen Vereinsrekord zu. Der steht aktuell bei 14 Spielen ohne Treffer und datiert aus der Saison 1991/92.

9) Doppelte Frühstarter

Beim Anpfiff gut ins Spiel kommen und nach der Pause gleich wieder voll da sein, darauf hoffen alle Teams in jeder Partie. Wie es richtig geht, hat der 1. FSV Mainz 05 am Samstag beim 5:0-Erfolg gegen den SC Paderborn gezeigt. In beiden Spielhälften trafen die Rheinhessen gleich mit dem ersten Torschuss. In beiden Fällen schlug Yunus Malli zu.

10) Neues Gefühl für Guardiola

Mit Niederlagen sind Trainer des FC Bayern München bekanntlich nicht sehr vertraut. Bei Pep Guardiola kommt noch eine interessante Komponenten hinzu, denn der Spanier kassierte beim 1:4 gegen den VfL Wolfsburg zum ersten Mal eine Pleite in der Bundesliga zu einem Zeitpunkt, an dem der FC Bayern noch nicht als Meister feststanden. Panik wird deswegen an der Säbener Straße wohl nicht ausbrechen.

Stefan Schinken und Tobias Anding