Zusammenfassung

  • Mainz ersetzt etablierte Stammkräfte durch junge Talente

  • Trainer Sandro Schwarz ist auf einem guten Weg, eine Erfolgsserie fortzusetzen

  • Stürmer Athony Ujah hat seine Form wiedergefunden

Köln - Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 24. August rollt endlich wieder der Ball in der Bundesliga. bundesliga.de nimmt alle Teams der Bundesliga im Teamcheck genau unter die Lupe. Der 1. FSV Mainz 05 muss einen Umbruch stemmen.

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Die jungen Talente sind gefragt: Der Kader

Die Mainzer mussten in allen Mannschaftsteilen schwerwiegende Abgänge verkraften. Innenverteidiger Abdou Diallo zog es zu Borussia Dortmund, Suat Serdar (FC Schalke 04) war ein Pfeiler im Mittelfeld und in der Offensive verloren die 05er den japanischen Nationalspieler Yoshinori Muto an Newcastle United. Kompensieren sollen das unter anderem die jungen Neuzugänge Jean-Philippe Mateta (20), Aaron Martin (21), Pierre Kunde (22) und Moussa Niakhate (22). Immerhin konnte mit Jean-Philippe Gbamin die Stütze im defensiven Mittelfeld gehalten werden, um die herum sich die Mannschaft jetzt neu formieren wird.

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So könnte Mainz spielen

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Der Lernwillige: Sandro Schwarz

Seit genau einem Jahr ist Sandro Schwarz nun Cheftrainer beim FSV. Mit ihm knüpfen die Mainzer an alte Zeiten an und setzen auf einen Coach, der dem Verein zuvor bereits viele Jahre verbunden war. Jürgen Klopp und Thomas Tuchel waren die letzten, die langfristig im Amt blieben. Der 39-Jährige hatte keinen einfachen Start, hat seit seinem Amtsantritt aber viel dazugelernt. Er selbst räumte ein, zunächst "zu ungeduldig" gewesen zu sein. "Ich wollte zu schnell zu viel", sagte er. Spätestens als er sich im Saisonendspurt im Abstiegskampf Kampfgeist bewies und seine Mannschaft zu Höchstleistung antrieb, gewann er viele Sympathien und ist seitdem in Mainz angekommen.

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Aktuelle Form

Mainz blickt auf die längste Vorbereitung aller Bundesligisten zurück. Niemand hat das Training so früh wieder aufgenommen wie die 05er (24. Juni). Den letzten Test gegen den spanischen Club Celta Vigo entschieden die Rheinhessen mit 2:1 für sich und holten dabei einen Rückstand auf. Dennoch, es fehlt Mainz noch der nötige Drang zum Tor, was vielleicht auch daran liegt, dass das Kreativzentrum nicht ausreichend besetzt ist und die Überraschungsmomente im Spiel nach vorne fehlen. Die Arbeit gegen den Ball funktioniert hingegen schon richtig gut.

Die Überraschung des Sommers: Anthony Ujah

Der nigerianische Angreifer scheint endlich in Mainz angekommen zu sein. Nachdem er im Winter aus China zurück in die Bundesliga zum FSV gekommen war, war der Stürmer auf der Suche nach seiner Form. Die hat er in der Sommerpause wiedergefunden und ist inzwischen auch voll in das Spiel der Mainzer integriert. Wenn er weiter so an sich arbeitet, wird er für Mainz noch sehr wertvoll sein können.

Zielsetzung und Prognose

Das Ziel für den FSV kann nur lauten: Klassenerhalt. Auch wenn es hier und da in den letzten neun Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit immer mal den einen oder anderen Ausreißer nach oben gab, Mainz muss den Blick in der Tabelle immer zunächst nach unten richten.