Zusammenfassung

  • Die sechs Saisontreffer des HSV verteilen sich auf sechs verschiedene Spieler.

  • Mainz ist seit fünf Spielen ungeschlagen gegen den HSV (drei Siege, zwei Remis) – so lange wie zuvor noch nie gegen die Hamburger.

  • Nach 458 torlosen Minuten durfte der HSV dank Walace wieder über einen Treffer jubeln.

Mainz - Der Hamburger SV hat seine Tor-Krise nach 458 Minuten ohne Treffer überwunden - und trotzdem verloren. Beim 1. FSV Mainz 05 unterlag das Team von Trainer Markus Gisdol 2:3 (1:1). Die Gastgeber befreiten sich mit dem Sieg aus dem Tabellenkeller der Bundesliga, in dem der HSV weiterhin feststeckt.

FANTASY HEROES: Stefan Bell (14 Punkte), Danny Latza, Guilo Donati (beide 12 Punkte)

Der Brasilianer Walace erzielte in der 9. Minute das erste Hamburger Tor seit dem 25. August. Zuvor hatte Alexandru Maxim (2.) Mainz in Führung gebracht. FSV-Kapitän Stefan Bell (52.) und "HSV-Experte" Danny Latza (58.) mit seinem insgesamt vierten Tor gegen die Norddeutschen trafen zum Mainzer Sieg.

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Sejad Salihovic (90.+2) konnte in der Nachspielzeit per Handelfmeter nach Rücksprache mit dem Videoassistenten nur noch verkürzen.

© gettyimages / Koepsel

Die 30.371 Zuschauer bekamen eine hitzige erste Halbzeit mit einem Blitzstart beider Teams zu sehen. Es dauerte keine 120 Sekunden, ehe Maxim nach einer Hereingabe von Giulio Donati von der rechten Seite genau richtig stand und aus zwölf Metern seinen ersten Bundesliga-Treffer für Mainz erzielen konnte.

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"Wir sind genauso enttäuscht wie die Fans. Wir haben bei den Gegentoren geschlafen. Müssen weiter hart arbeiten." Hamburgs Andre Hahn

Sieben Minuten später war Walace zur Stelle, allerdings sah die FSV-Innenverteidigung um Kapitän Bell beim Hamburger Ausgleich schlecht aus. HSV-Trainer Markus Gisdol bejubelte trotzdem das ersehnte erste Tor nach fünf Spielen ohne Treffer.

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Im Anschluss bemühten sich wieder die Gastgeber um die Spielkontrolle und waren zunächst die gefährlichere Mannschaft. Der Schuss des früheren Hamburgers Levin Öztunali von der rechten Seite ging aber knapp am Tor vorbei (24.), Danny Latza traf aus 30 Metern nur das Lattenkreuz (29.).

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Die in dieser Phase zu passiven Gäste mussten auf den gesperrten Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos verzichten. Für den Griechen spielte Mergim Mavraj, der für sein hartes Einsteigen gegen Jean-Philippe Gbamin verwarnt wurde (42.). Zudem war Walace in die Startelf gerückt. Beim FSV spielten im Vergleich zum 1:1 beim VfL Wolfsburg Robin Quaison und Maxim von Anfang an.

"Wenn wir so kuriose Spiele haben und gewinnen, dann dürfen wir gern kuriose Spiele haben." Danny Latza (1. FSV Mainz 05)

Der HSV stellte seinen Ex-Torhüter Rene Adler im Mainzer Tor in der ersten Halbzeit zu selten vor Probleme. Allerdings hatten auch die Hamburger Pech: Andre Hahn traf in der 42. Minute ebenfalls nur das Aluminium.

Nach dem Wiederanpfiff schockte Bell die Gäste zum zweiten Mal. Der Japaner Tatsuya Ito vergab anschließend die große Chancen zum direkten Ausgleich (53.), ehe Latza an der Strafraumgrenze zur Stelle war. Das 2:3 für den HSV kam zu spät. 

sid

SPIELER DES SPIELS - DANNY LATZA

Auch wenn HSV-Keeper Mathenia kräftig mithalf, durfte sich Danny Latza über sein 2. Saisontor freuen, dabei traf er als einziger Ligaspieler schon zweimal aus der Distanz. Gegen den HSV gab er nach Offensivakteur Maxim die meisten Torschüsse ab (3) und trieb aus er Tiefe immer wieder an.     

BILDER DES SPIELS

Nach 458 Minuten beendet Walace die Torflaute des HSV mit dem 1:1-Ausgleich.
Nach 458 Minuten beendet Walace die Torflaute des HSV mit dem 1:1-Ausgleich.
Bell köpfte das zwischenzeitliche 2:1 für den 1. FSV Mainz.
Bell köpfte das zwischenzeitliche 2:1 für den 1. FSV Mainz. © imago / Thomas Frey
HSV-Experte: Danny Latza (Mitte) erzielte vier seiner sechs Tore in der Bundesliga gegen den HSV
HSV-Experte: Danny Latza (Mitte) erzielte vier seiner sechs Tore in der Bundesliga gegen den HSV © imago / Thomas Frey
Rassige Duelle lieferten sich nicht nur Hamburgs Dennis Diekmeier (li.) und Pablo De Blasis.
Rassige Duelle lieferten sich nicht nur Hamburgs Dennis Diekmeier (li.) und Pablo De Blasis. © imago / Werner Schmitt