Zusammenfassung

  • Sieben Punkte nach drei Spieltagen bedeuten für Mainz 05 den besten Saisonstart seit fünf Jahren.
  • 22 Torschüsse gab Mainz ab, so viele wie in keinem anderen Bundesliga-Spiel unter Sandro Schwarz.
  • Mainz spielte mit der jüngsten Startelf seiner Bundesliga-Geschichte (Durchschnittsalter 23,75 Jahre), unterbot damit die erst vor drei Wochen im Spiel gegen Stuttgart aufgestellte Bestmarke (24,09) noch einmal deutlich.

Mainz - Der 1. FSV Mainz 05 hat seinen gelungenen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga in einer turbulenten Schlussphase gegen den FC Augsburg veredelt. Die Rheinhessen drehten den späten Führungstreffer der Gäste von Dong-Won Ji (82.) durch Anthony Ujah (87.) und Alexandru Maxim (90.+3) noch in einen 2:1 (0:0)-Sieg. Nach drei Spieltagen hat der FSV damit bereits sieben Zähler auf dem Konto, für Augsburg bleibt es bei deren vier.

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FANTASY HEROES: Daniel Brosinski (16 Punkte), Karim Onisiwo (12), Robin Quaison (12)

Mit einem Altersdurchschnitt von 23,2 Jahren hatte Mainz-Trainer Sandro Schwarz die jüngste Bundesliga-Startelf der Vereinsgeschichte aufgeboten. Und das obwohl der 31 Jahre alte Kapitän Niko Bungert, der den kurzfristig ausgefallenen Stefan Bell (Gehirnerschütterung) ersetzte, erstmals nach 483 Tagen wieder in der Anfangsformation stand. Dafür kam unter anderem das erst 18 Jahre alte Eigengewächs Jonathan Burkhardt zu seinem Profi-Debüt.

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In einer zähen Anfangsphase war die junge Mainzer Mannschaft die etwas aktivere, ohne dabei jedoch zunächst zu Torchancen zu kommen. Stattdessen hatten die Gastgeber Glück, dass die vermeintliche Augsburger Führung durch Michael Gregoritsch (8.) nach Intervention des Videoschiedsrichters wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen wurde. Trotzdem gab der Treffer den Gästen Auftrieb, mit zunehmender Spieldauer bemühte sich der FCA immer mehr um Spielkontrolle.

Augsburgs Kapitän Daniel Baier (l.) im Zweikampf mit Angreifer Jean-Philippe Mateta.
Augsburgs Kapitän Daniel Baier (l.) im Zweikampf mit Angreifer Jean-Philippe Mateta. © imago / Jan Huebner

Die Chancen hatte allerdings dennoch plötzlich der FSV. Erst verpassten Robin Quaison (22.) und Jean-Philippe Mateta (29.) jeweils per Kopf, dann scheiterte erneut Quaison (30.) mit der bis dato besten Möglichkeit im Eins-gegen-eins an Augsburgs Torwart Fabian Giefer.

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"Ich bin sehr, sehr glücklich. Wir haben heute Charakter gezeigt!" Anthony Ujah (1. FSV Mainz 05)

Kurz vor der Pause musste der Video-Assistent erneut eingreifen: Mateta hatte den Ball mit der Hand über die Linie befördert. Beim anschließenden Jubel wurde er zurück gepfiffen. Zur Pause blieb die Partie torlos.

Nach dem Seitenwechsel war der Mainzer Schwung allerdings zunächst verpufft. Auch Augsburg näherte sich nun durch Ja-Cheol Koo (60./66.) und Jonathan Schmid (65.) dem ersten Tor an. Auf der Gegenseite sorgten 05-Youngster Riedle Baku (46.) und Pierre Kunde (64.) mit einem nur etwas zu hoch angesetzten Distanzschuss für Gefahr. Die Partie nahm nun etwas an Fahrt auf.

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„Ich komme raus, um den Ball zu klären und das gelingt mir in beiden Situationen nicht. Das tut mir furchtbar Leid für die Mannschaft, die heute wirklich alles gegeben hat, um zu gewinnen. Das ist eine ganz bittere Pille, aber wir müssen den Kopf hochnehmen und das abschütteln.“ Fabian Giefer (FC Augsburg)

Unmittelbar nach seinem Treffer musste der Südkoreaner Ji humpelnd ausgewechselt werden - er hatte sich beim Torjubel verletzt. Dann entschieden zwei Einwechselspieler die Partie zu Gunsten der Rheinhessen. Ujah glich aus dem Gewühl aus, Maxim ließ die Fans der Mainzer aus der Distanz in der Nachspielzeit sogar noch über drei Punkte jubeln.

SID

Spieler des Spiels: Karim Onisiwo

Karim Onisiwo war an so vielen Torschüssen beteiligt wie kein anderer Spieler (8), führte die meisten Zweikämpfe aller Akteure (29, davon gute 55 Prozent gewonnen) und war der laufstärkste Mainzer (11,5 km).

Giefers Glanztat gegen Quaison. Augsburgs Torhüter bewahrt seine Mannschaft hier vor dem Rückstand.
Giefers Glanztat gegen Quaison. Augsburgs Torhüter bewahrt seine Mannschaft hier vor dem Rückstand. © imago / Werner Schmitt
Zum verzweifeln: Der Mainzer Mateta blieb gegen Augsburg ohne Treffer.
Zum verzweifeln: Der Mainzer Mateta blieb gegen Augsburg ohne Treffer. © gettyimages / Kaspar-Bartke
Die bis dahin spektakulärste Aktion des Spiels: Kunde (r.) zieht aus der Distanz ab, verfehlt das Tor aber nur knapp.
Die bis dahin spektakulärste Aktion des Spiels: Kunde (r.) zieht aus der Distanz ab, verfehlt das Tor aber nur knapp. © gettyimages / Christian Kaspar-Bartke
Jubelte über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für Augsburg, verletzte sich aber dabei: Dong Won Ji.
Jubelte über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für Augsburg, verletzte sich aber dabei: Dong Won Ji. © imago / Jan Huebner