Union in der Überzahl: Herthas Rani Khedira im letzten Spiel an der Alten Försterei - © O.Behrendt via www.imago-images.de/imago images/Contrast
Union in der Überzahl: Herthas Rani Khedira im letzten Spiel an der Alten Försterei - © O.Behrendt via www.imago-images.de/imago images/Contrast
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Stadtderby zum Auftakt: Hertha BSC will Revanche beim 1. FC Union Berlin

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Das Auftaktspiel in die kommende Spielzeit bestreitet - wie soll es anders sein - Meister FC Bayern mit dem Heimspiel gegen Europa-League-Sieger Eintracht Frankfurt. Doch am 1. Spieltag der Saison 2022/23 steigt ein weiteres Highlight: Der 1. FC Union Berlin empfängt Hertha BSC zum Stadtderby. Während das Momentum für die Eisernen spricht, hofft die Alte Dame auf die Bilanz der bisherigen Auftaktpartien.

Mit nüchternen Statements haben die beiden Rivalen auf die anstehende Begegnung reagiert. "Es ist ein spannender Auftakt in unsere vierte Bundesliga-Saison", sagte etwa Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Sport beim 1. FC Union Berlin. Sein Pendant bei Hertha BSC klingt ebenfalls eher sachlich: "Der Spielplan hat uns generell ein interessantes und herausforderndes Startprogramm beschert", erklärte Fredi Bobic. Gemessen an dem, was das Hauptstadt-Duell für die beiden Clubs bedeutet, überbieten sich diese Aussagen in Zurückhaltung.

Zu den Spielplänen der Saison 2022/23

Auch wenn noch unklar ist, an welchem Tag (6. oder 7. August) und zu welcher Uhrzeit die Eisernen und die Alte Dame im Stadion An der Alten Försterei in die Saison starten werden: Jetzt schon fiebert Berlin dem ersten Spieltag entgegen. Wenn Herha BSC nach dem geschafften Klassenerhalt in der vergangenen Saison auf Wiedergutmachung beim Europa-League-Teilnehmer drängt.

Die Suche nach Gründen für Optimismus bei Hertha ist ins Stocken geraten. Konnte der erste Bundesliga-Sieg des Nachbarn nach dessen Aufstieg noch als Folge der allgegenwärtigen Euphorie abgetan werden, entschied die Alte Dame die folgenden beiden Partien mit 4:0 und 3:1 für sich. Doch seit April 2021 sind die Eisernen in Duellen um den inoffiziellen Titel der Berliner Stadtmeisterschaft zum Taktgeber geworden.

Offizieller Transfermarkt: Alle Sommerwechsel der Clubs

Zuletzt siegte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer in zwei Bundesliga-Partien in Folge, dazu kommt der 3:2-Erfolg im DFB-Pokal-Achtelfinale im Januar dieses Jahres. Bitter: Das K.o.-Rundenspiel fand ausgerechnet im Olympiastadion statt - der Spielstätte der Hertha. Inklusive des Pokalspiels sind die Eisernen im Stadterby damit seit vier Spielen unbesiegt und gewannen die letzten drei Partien, allesamt in einer Saison.

Klar, dass Hertha auf Revanche aus ist. Und es gibt sogar einen kleinen Hoffnungsschimmer. Und der ist da, weil die Unioner, das deutet zumindest die bisherige Bundesliga-Bilanz an, keine geborenen Frühstarter sind. Bereits dreimal startete der Aufsteiger aus dem Jahr 2019 mit einem Heimspiel in eine Bundesliga-Saison. Noch nie hat das Fischer-Team eine dieser Begegnungen gewinnen können. Zur Premiere im Fußball-Oberhaus setzte es ein 0:4 gegen RB Leipzig, im Jahr darauf siegte der FC Augsburg an der Alten Försterei mit 3:1. In der vergangenen Saison dann der erste Punktgewinn in einer Auftaktpartie: Gegen Bayer 04 Leverkusen sprang ein 1:1 heraus.

Die Sommerfahrpläne der Clubs

Deutlich frischer hingegen startete bisher Hertha BSC in seine Bundesliga-Spielzeiten. Während Union seit seiner Bundesliga-Zugehörigkeit lediglich einen Zähler holte, gelangen der Hertha im gleichen Zeitraum immerhin vier Punkte. Bemerkenswert dabei: Seit der Saison 2019/20 musste die Alte Dame ihre Auftaktspiele stets auf fremdem Platz austragen.

Das Momentum - da dürfte niemand bei der Hertha widersprechen - liegt bei den Eisernen, die nach der Qualifikation für die Europa League einmal mehr euphorisiert sind und im vergangenen Jahr die Berliner "Stadtmeisterschaft" klar für sich entscheiden konnten. Die bisherige Bilanz der Auftaktpartien aber spricht eindeutig für die Hertha.