Der VfL feiert in Nürnberg den dritten Sieg in den letzten vier Spielen - © © gettyimages / Sebastian Widmann
Der VfL feiert in Nürnberg den dritten Sieg in den letzten vier Spielen - © © gettyimages / Sebastian Widmann
Bundesliga

Ginczek schießt Wolfsburg in Nürnberg auf die Siegerstraße

Nürnberg - Der VfL Wolfsburg hat sich dank des formstarken Daniel Ginczek und Josip Brekalo in der Bundesliga den internationalen Rängen angenähert. Die Mannschaft von Bruno Labbadia erkämpfte sich zum Auftakt des 15. Spieltags ein verdientes 2:0 (0:0) beim 1. FC Nürnberg und hat nun zehn Punkte aus den letzten vier Partien gesammelt. Vorübergehend ist es nur noch ein Zähler bis zu Tabellenplatz sechs.

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Daniel Ginczek ist in Top-Form, trifft im dritten Spiel in Folge - © gettyimages / Sebastian Widmann

Der auffällige Torjäger und Ex-Nürnberger Ginczek (58.) und Brekalo (90.+3) erzielten die Treffer gegen den Club, der am Wochenende auf einen Abstiegsplatz abrutschen könnte. Ginczek ist damit an den letzten sechs VfL-Toren beteiligt gewesen. Seit nunmehr neun Spielen wartet das Team von Trainer Michael Köllner auf den dritten Saisonsieg und war gegen die Wölfe zwar engagiert, aber nicht torgefährlich genug.

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Yunus Malli spielt für Admir Mehmedi im offensiven Mittelfeld der Wolfsburger - © gettyimages / Sebastian Widmann

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Die physisch klar überlegenen Wolfsburger agierten in der Anfangsphase besonnen und hatten die reifere Spielanlage. Ginczek (4., 11.) hätte dies früh belohnen können, scheiterte allerdings an Club-Torwart Fabian Bredlow. Nürnberg wurde nur gefährlich, wenn der flinke Virgil Misidjan in die Angriffe eingebunden war. In der fünften Minute setzte Adam Zrelak jedoch ein Zuspiel Misidjans über das Tor.

Auf Seiten der Nürnberger stand immer wieder der brasilianische Standardschütze Matheus Pereira im Fokus - © gettyimages / Sebastian Widmann

"Es war ein Arbeitssieg. Das war ganz wichtig, um uns weiter von unten zu lösen. Und nach oben setzen wir uns keine Grenzen." Daniel Ginczek, VfL Wolfsburg

Ginczek hat schon in der ersten Halbzeit die Chance, gegen seinen Ex-Club zu treffen - © gettyimages / Sebastian Widmann

Nach dem vernünftigen Beginn baute Wolfsburg ab. Oft wurde nur quer oder nach hinten gespielt, es fehlten streckenweise Tempo und Zielstrebigkeit. Ondrej Petrak (40., 41.) hätte dies beinahe bestraft, aber einmal fehlte dem Nürnberger Entschlossenheit, dann etwas Schussglück.

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"Wenn wir mal in Führung gehen würden, könnten wir tiefer stehen und kontern. Aber wenn man die Führung nicht macht, wird's schwer." Georg Margreitter, 1. FC Nürnberg

Spieler des Spiels: Daniel Ginczek

Die 29.604 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion bekamen nach dem Wechsel ein bisschen mehr geboten. Erst hatte Misidjan (55.) eine verheißungsvolle Szene, danach traf Wölfe-Stürmer Wout Weghorst (57.) den Pfosten. Nur eine Minute später zielte Ginczek nach Zuspiel von Maximilian Arnold genauer. Der vermeintliche Ausgleich durch Adam Zrelak (86.) fand wegen Abseits zurecht keine Anerkennung.

Daniel Ginczek behielt im entscheidenden Moment die Nerven und brachte seine Wolfsburger in Führung, mit 4 Torschüssen war er auch der gefährlichste Spieler auf dem Platz. Erstmals für Wolfsburg traf er in 3 Spielen in Folge und lebt damit die gefährlichste Hinrunde seiner Karriere weiter – noch nie schoss er in einer Hinrunde so viele Tore (5). Zudem gewann Ginczek in Nürnberg starke 52 % seiner Zweikämpfe, war ein stets unangenehmer Gegenspieler.

Bilder des Spiels