bundesliga

Steffen Baumgart macht Beine – der 1. FC Köln macht wieder Spaß

Der 1. FC Köln begeistert seine Fans. Unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart fuhr der FC sechs Punkte in den ersten drei Spielen ein und wirkte zum Saisonstart wie ausgewechselt. Wohin geht die Reise der "Geißböcke“ in dieser Saison?

>>> Jetzt mit unbegrenzten Transfers dein Fantasy-Team umbauen!

Endlich dürfen wieder Fans in die Bundesliga-Stadien. Für eine Mannschaft wie den 1. FC Köln kommt das gerade recht, denn die Zuschauer pushen die Spieler in den richtigen Momenten und kitzeln so noch mal die letzten Prozente aus ihnen heraus. "Jeder hat wahrscheinlich die Spiele zuhause verfolgt und es ist nicht das gleiche, als wenn man ins Stadion fährt. Man trinkt ein Bier, genießt die Stimmung und den Spielern hilft es sowieso“, weiß FC-Spieler Mark Uth.

Neuer Spirit, neue Zuversicht und neuer Trainer heißt es nach dem beinahe Abstieg in Köln. Mit 3:1 gegen Hertha BSC und 2:1 gegen den VfL Bochum brachte der 1. FC Köln eine frische und mutige Spielweise im eigenen Stadion auf den Platz. Selbst am 2. Spieltag beim FC Bayern musste man sich nur knapp 2:3 geschlagen geben. Einige Anhänger träumen nach dem starken Saisonstart schon von der Saison 2016/17. Am Ende dieser Spielzeit qualifizierte sich der FC als Tabellenfünfter für die Europa League.

Die herausragende Performance kommt aber nicht von ungefähr: Der 1. FC Köln war noch in der Saison 2019/20 das laufschwächste Team der Bundesliga. Die "Geißböcke“ rissen damals im Schnitt gerade mal 112,7 Kilometer pro Partie ab. Schon Markus Gisdol erkannte das seinerzeit als Schwäche des Teams und machte den FC-Spielern sprichwörtliche Beine. 2020/21 lief der FC im Schnitt 116,8 Kilometer pro Spiel und lag damit immerhin im Bundesliga-Mittelfeld.

>>> Der 1. FC Köln reitet mit Steffen Baumgart auf der Erfolgswelle

Nun hat der FC mit Steffen Baumgart einen Trainer, der nicht nur selbst an der Seitenlinie den ein oder anderen Kilometer abspult, sondern selbiges auch von seinem Team erwartet. Der FC lief an den ersten drei Spieltagen im Schnitt 117,6 Kilometer pro Partie, gehört damit zu den laufstärksten Teams der Bundesliga (vor den abschließenden drei Spielen des Spieltags lief nur Frankfurt im Schnitt mehr). Zudem gaben die Kölner 46 Torschüsse ab, erspielten sich sechs Großchancen und gehören damit zu den offensivstärksten Teams der Bundesliga.

Unter Baumgart schlug Köln ligaweit mit Abstand die meisten Flanken aus dem Spiel (56) – über 20 mehr als nach drei Spieltagen der Vorsaison (35). Das kommt einem Spieler besonders zugute: Anthony Modeste. Der Stürmer blüht in Köln wieder auf und hat bereits zwei Tore und eine Vorlage auf seinem Konto – nach einer zuvor torlosen Saison. Diese Leistung freut seinen Trainer: "Wenn du tagtäglich gut arbeitest, wird sich das wiederspiegeln. Er hat eine komplette Vorbereitung gemacht, das konnte er in den letzten beiden Jahren nicht. Das hat Tony sich hart erarbeitet und deshalb freuen wir uns alle, dass es im Moment positiv ist“, so Baumgart.

Die Fans gelten ja bekanntlich als 12. Mann auf dem Spielfeld, Steffen Baumgart ist so etwas wie der 13., der unermüdlich an der Seitenlinie Anweisungen gibt und die Spieler pusht. "Er kann damit auch die Fans mitnehmen und ich glaube, es ist besser als ein Trainer, der immer nur sitzt. Er gibt ja auch positive Anweisungen und versucht uns ins Pressing reinzuquatschen. Das macht Spaß“, erklärt Uth. Durch diesen Aufwind wird es in Köln für viele Teams in dieser Saison sehr schwer werden und der FC wird mit Sicherheit für einige Überraschungen und zufriedene Fans sorgen.