Zusammenfassung

  • Köln verlor erstmals in der Bundesliga nach einer Drei-Tore-Führung, Freiburg punktete erstmals nach einem Drei-Tore-Rückstand.

  • Ein verdienter Sieg: Am Ende 24 zu sechs Torschüsse für den SC, davon 18 zu eins in der zweiten Halbzeit.

  • Die Streich-Elf holte aus den letzten drei Spielen sieben Punkte - der beste Lauf im Kalenderjahr.

Köln - Drama im Schneechaos: Der 1. FC Köln hat gegen den SC Freiburg eine deutliche Führung verspielt und eine ganz bittere Niederlage kassiert. Gegen die Breisgauer führte der FC bei äußerst widrigen Bedingungen 3:0 - am Ende unterlag das Team von Interimstrainer Stefan Ruthenbeck aber 3:4 (3:1).

FANTASY HEROES: Nils Petersen (24 Punkte), Yoric Ravet (20) und u.a. Tim Kleindienst (9)

Lukas Klünter (8.) und Sehrou Guirassy (16., Foulelfmeter) trafen für die Kölner, zudem lenkte Freiburgs Caleb Stanko (29.) eine Flanke von Konstantin Rausch unglücklich ins eigene Tor. Für den SC war Nils Petersen (39., 90. Foulelfmeter/90.+5, Handelfmeter) dreifacher Torschütze und Matchwinner. Das vierte Tor der Freiburger erzielte Janik Haberer (65.).

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Der FC bleibt mit nur drei Punkten Tabellenletzter und hat elf Zähler Rückstand auf den 17. SV Werder Bremen. Freiburg (15) liegt auf Rang 16.

Sehrou Guirassy, Dr. Robert Kampka und Salih Özcan (v.l.n.r.) suchen den Elfmeterpunkt
Sehrou Guirassy, Dr. Robert Kampka und Salih Özcan (v.l.n.r.) suchen den Elfmeterpunkt © imago

120 Helfer hatten seit Sonntagmorgen versucht, den Platz von den Schneemassen zu räumen. Dies gelang allerdings nicht rechtzeitig, der für 13.30 Uhr geplante Anstoß wurde auf 14 Uhr verschoben. Auch zu diesem Zeitpunkt waren weite Teile des Rasens noch vom Schnee bedeckt.

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Wir hatten das Spiel schon verloren. Nils Petersen (SC Freiburg)

Klünter verwertete einen Pass von Milos Jojic zum 1:0, wenig später behielt Guirassy beim Strafstoß die Nerven. Weil der Elfmeterpunkt auf dem schneebedeckten Platz nicht zu sehen war, ging Schiedsrichter Robert Kampka die Distanz von der Torlinie ab. Mit der Führung im Rücken dominierte der FC das Spiel, der dritte Treffer war fast folgerichtig. Dennoch gab sich Freiburg nicht auf, Petersens Volleyschuss sorgte schon vor der Pause nochmals für Spannung.

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Ich bin echt enttäuscht. Das ist natürlich sehr, sehr bitter. Dominique Heintz (1. FC Köln)

Der FC, bei dem Abwehrchef Dominique Heintz sein Comeback nach überstandener Oberschenkelverletzung gab, ließ sich im zweiten Durchgang nach hinten drängen. Freiburg hatte nun mehr Ballbesitz. In der Schlussphase rettete zunächst FC-Keeper Timo Horn mehrfach stark, beim Kopfball von Haberer war er aber chancenlos. Köln verlor die Ordnung und die Kontrolle, Jannes Horn grätschte in höchster Not den Ball von der Linie (69.). Ein Foulelfmeter von Petersen sorgte dann für das Unentschieden, in der Nachspielzeit musste Horn in höchster Not erneut parieren - doch dann traf Petersen erneut vom Punkt.

SID

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Spieler des Spiels: Nils Petersen

Nils Petersen trifft Köln ins Mark

Petersen gab sieben Torschüsse ab und schnürte seinen zweiten Dreierpack in der Bundesliga (zuvor im Januar 2015 auch für Freiburg zu Hause gegen Frankfurt).

Bilder des Spiels

Denkwürdiges Schneespiel in Müngersdorf
Denkwürdiges Schneespiel in Müngersdorf © gettyimages / Dean Mouhtaropoulos
Die Domstädter bejubeln die Führung
Die Domstädter bejubeln die Führung © gettyimages / Dean Mouhtaropoulos
Sehrou Guirassy trifft zum zweiten Mal in Folge vom Punkt
Sehrou Guirassy trifft zum zweiten Mal in Folge vom Punkt © gettyimages / Dean Mouhtaropoulos
Nils Petersen haut beim 1:3 den Schnee vom Netz
Nils Petersen haut beim 1:3 den Schnee vom Netz © gettyimages / Dean Mouhtaropoulos
Der SC schafft in der Domstadt Historisches
Der SC schafft in der Domstadt Historisches © gettyimages