Köln - Der 1. FC Köln hat eine weitere seiner Club-Legenden verloren. Der frühere Abwehrspieler Fritz Pott ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

284 Pflichtspiele für den 1. FC Köln zwischen 1959 und 1969, drei Länderspiele, vor allem aber: zweimal Deutscher Meister und einmal Pokalsieger mit dem FC. Obwohl meistens Offensivspieler im Fokus stehen, gehört Fritz Pott mit dieser Bilanz nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch prägendsten Spielern in der Geschichte des 1. FC Köln. Sowohl bei der ersten Deutschen Meisterschaft des Clubs als auch beim ersten Triumph in der neu gegründetenBundesliga war der gebürtige Kölner Stammspieler des FC.

Großer Erfolg in den 1960er Jahren

"Mit Fritz Pott haben wir wieder einen ganz Großen unserer Club-Geschichte verloren. Er gehörte zu einer Generation von Spielern, die den 1. FC Köln in den 1960er Jahren mit ihren Erfolgen und ihrer Persönlichkeit zu einem führenden Verein gemacht und damit die Tradition mitbegründet haben, von der der FC bis heute profitiert", sagte FC-Präsident Werner Spinner, der die Nachricht von Potts Tod im Trainingslager des FC in Florida  erhalten hatte. "Wir sind sehr traurig und fühlen mit seiner Familie."

Wie Hans Schäfer hatte Pott das Kicken bei Rot-Weiß Zollstock begonnen, von wo er 1958 als großes Talent zum FC wechselte. Nach der damals vorgeschriebenen Sperre wegen des Vereinswechsels erkämpfte sich Pott in der Saison 1961/62 seinen festen Platz in der Elf des 1. FC Köln und blieb bis 1969 ein wichtiger Teil des Teams. 

Nachdem er in seiner letzten Saison 1969/70 nicht mehr zum Einsatz gekommen war, beendete Pott seine Karriere und arbeitete als Industriekaufmann. Zudem war er als Trainer tätig, zuletzt 1978/79 bei Viktoria Köln. Pott lebte zuletzt in Junkersdorf. Er ist, wie erst am Dienstag bekannt wurde, am 11. Januar nach schwerer Krankheit in der Kölner Uni-Klinik gestorben.