Köln - Der 21. Spieltag beginnt am Freitagabend mit einem brisanten Duell: Klar ist natürlich, dass bei der Partie 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund der Trainer Peter Stöger im Mittelpunkt stehen wird. Schließlich trifft der Österreicher, der im Dezember eine Woche nach seinem Aus beim Effzeh den BVB übernommen hatte und nun erstmals auf den Club trifft, mit dem er nach dem Höhepunkt der Europa-Qualifikation einen historischen Absturz erlebt hat. Aber auch sportlich birgt die Begegnung jede Menge Spannung.

Unter dem Trainer Stöger holte Köln in dieser Saison lediglich drei Punkte aus 14 Spielen, unter Nachfolger Stefan Ruthenbeck hingegen zehn Zähler aus sechs Bundesliga-Partien - genauer gesagt sogar an den vergangenen vier Spieltagen.

Am Samstag war gegen den FC Augsburg sogar der vierte Sieg in Serie greifbar, letztlich reichte es aber nur zu einem 1:1. Nichtsdestotrotz, nach 16 sieglosen Partien hatten wohl nur Wenige den Geißböcken einen solchen Lauf zugetraut. Die Hoffnung auf das Wunder Klassenerhalt lebt auf jeden Fall wieder!

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Köln entdeckt das Toreschießen wieder

Seit dem Trainerwechsel zeigen sich die Kölner auch deutlich treffsicherer: Nach nur sechs Toren an den ersten 14 Runden gelangen dem Team in den sechs Partien unter Ruthenbeck beachtliche neun Treffer. Nur am 16. Spieltag beim 0:1 in München blieb der FC torlos.

Kölns Aufschwung ist auch etwas dem Spielplan geschuldet: Drei der vergangenen vier Partien fanden zu Hause statt, gegen Dortmund folgt nun gleich das nächste Heimspiel.

Vor den eigenen Fans haben sich die Kölner gewaltig gesteigert: Nachdem der FC aus den ersten sieben Heimspielen der Saison nur einen Punkt geholt hatte (beim 0:0 gegen Bremen), sammelte er in den vergangenen drei Heimspielen sieben Zähler.

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Dortmund ist 2018 noch ohne Sieg

Auch beim BVB machte sich der Trainerwechsel positiv bemerkbar: Unter Stöger sammelten die Dortmunder im Schnitt 1,8 Punkte pro Spiel, unter Peter Bosz waren es zuvor nur 1,5 gewesen. Auch für Stöger selbst lohnte sich der Wechsel: Mit Köln gewann er in dieser Saison kein Bundesliga-Spiel, mit dem BVB verlor er noch keines (zwei Siege, drei Remis).

Allerdings musste man sich in den drei Spielen nach der Winterpause stets mit einem Unentschieden begnügen, Dortmund wartet damit also noch auf den ersten Sieg im Jahre 2018. Für den BVB ist es der schlechteste Start in eine Rückrunde seit der Saison 2008/09 (damals gar nur zwei Punkte, erster Sieg am 25. Spieltag).

In der Heimtabelle belegt Dortmund mit nur 15 Punkten aus 10 Partien lediglich Rang 12, in der Auswärtstabelle mit 16 Zählern hingegen den 3. Platz. Der BVB kassierte in der Fremde auch weniger Niederlagen (zwei) als zu Hause (drei).

Als positive Einstimmung sollten sich die Borussen vielleicht noch einmal das Hinspiel anschauen, als sie die Kölner - mit Peter Stöger auf der Bank - beim 5:0-Kantersieg nach Belieben dominiert haben...