Zusammenfassung

  • Der 1. FC Köln hatsich seit dem 17. Spieltag immer näher an das rettende Ufer herangearbeitet.

  • Seit dem 6. Spieltag war der Abstand auf Rang 15 nicht mehr so gering.

  • In der Historie gibt es einige Vorbilder für die Ruthenbeck-Truppe.

Köln – "Die Leiche hat am Sarg geklopft. Jetzt hoffe ich mal, dass wir in den nächsten Wochen das Türchen aufmachen und am Ende da rauskrabbeln können. Totgesagte leben länger", erklärte Leonardo Bittencourt nach dem starken 2:0-Erfolg des 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen. Und ein Blick in die Statistiken dieser Saison und in die Historie zeigt, dass die Situation beim FC zwar schwer, aber lange nicht ausweglos ist. Wir nennen Euch fünf Gründe, warum die Kölner am Ende doch noch drin bleiben.

1) Seit elf Spielen läuft's beim 1. FC Köln

Nach 16 Spieltagen stand der 1. FC Köln bei kümmerlichen drei Punkten und hatte zwölf Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Seitdem hat das Team von Stefan Ruthenbeck 17 Punkte in elf Partien gesammelt und auf Wolfsburg elf, auf Mainz acht und auf den HSV sogar 14 Zähler aufgeholt. Da erscheinen die fünf Punkte aus sieben Partien, die der FC auf die Plätze 16 und 15 gutmachen müsste, als durchaus realistische Aufgabe. 

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2) Rückkehrer und Neuzugänge heben die Qualität

Ein Grund für den Aufschwung sind nach Verletzungen zurückgekehrte Leistungsträger. Jonas Hector marschiert als Kapitän wieder voran und Leonardo Bittencourt nähert sich wieder seiner Topform an. Bei den letzten beiden Siegen gegen die Europapokalsieger aus Leipzig und Leverkusen nahm der flinke Flügelstürmer eine Schlüsselrolle ein. So wie auch Yuya Osako, der zwar in der Hinrunde nicht länger verletzt war, aber vergeblich seine Form der Vorsaison gesucht hat. Diese Suche ist nun beendet. Erstmals hat der zwei Japaner in zwei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Partien getroffen und ist gerade im Zusammenspiel mit Osako nur kaum zu stoppen. Darüber hinaus ist der Kader im Winter mit den Einkäufen von Vincent Koziello und Simon Terodde noch einmal verstärkt worden. Wie die letzten Wochen belegen, kann dieses Team an einem guten Tag gegen jeden Gegner punkten.

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3) Frankfurt und Hoffenheim haben es vorgemacht

Die Aufholjagd des 1. FC Köln wäre bei einem erfolgreichen Klassenhalt insgesamt von historischer Dimension, aber der Schlussspurt müsste gar nicht so außergewöhnlich sein. 1998/99 hatte beispielsweise Eintracht Frankfurt am 30. Spieltag noch sechs Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, blieb aber dennoch drin.  Die TSG Hoffenheim hatte 2012/13 nach 27. Spieltagen ebenfalls nur 20 Punkte auf dem Konto und vier Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Hoffenheim holte aus den letzten sieben Saisonspielen 11 Punkte und rettete sich mit „nur“ 31 Punkten den Relegationsplatz. Dort setzte sich die TSG gegen den 1.FC Kaiserslautern durch und blieb erstklassig.

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4) Gut 30 Punkte könnten für Platz 16 reichen

Für die 31 Punkte, die Hoffenheim 2013 in die Relegation brachten, benötigen die Kölner nur noch elf Punkte. Im Schnitt wären das bei sieben ausstehenden Begegnungen noch knapp 1,6 Zähler pro Partie. In der Rückrunde ist die Ruthenbeck-Elf mit 1,4 Punkten im Schnitt auf einem ordentlichen Weg. Im Schlusspurt könnte aber der Blick aufs rettende Ufer noch einmal Kräfte freisetzen, die den einen oder anderen Punkt mehr bringen.

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5) Köln spielt noch gegen Mainz und Wolfsburg

Auch, wenn der FC natürlich auch auf die passenden Ergebnisse der Konkurrenz angewiesen ist, können sie in zwei der sieben restlichen Partien die Möglichkeit, den Abstand im direkten Duell zu verkürzen. Am 29. Spieltag ist der 1. FSV Mainz 05 im Rheinenergiestadion zu Gast und am 34. Spieltag reist das Team von Stefan Ruthenbeck zum VfL Wolfsburg. Wenn die Kölner Formkurve weiter nach oben zeigt, könnte das ein echtes Endspiel werden. Der FC hätte sicherlich nichts dagegen.