Dynamisch und euphorisch: So zeigten sich die Spieler des Aufsteigers VfL Osnabrück vor allem in der Hinrunde - © nordphoto / Paetzel via www.imago-images.de/imago images/Nordphoto
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2. Bundesliga

Zwischenbilanz: Der Saisonverlauf des VfL Osnabrück

Nach der Verlegung des 26. Spieltags: Mehr als zwei Drittel der Saison sind bisher gespielt. Was lief gut bei den Clubs, was eher nicht so? Was waren die Highlights der bisherigen Spielzeit? bundesliga.de zieht eine Zwischenbilanz für den VfL Osnabrück.

Saisonverlauf

Als die Hälfte aller Partien in der 2. Bundesliga absolviert waren, befand sich der VfL Osnabrück nah an dem, was man gut und gern als Sensation hätte bezeichnen dürfen. Der Aufsteiger rangierte nach 17 Spieltagen auf Platz fünf, hatte nur vier Punkte Rückstand zu den Bielefeld-Verfolgern Hamburg und Stuttgart. Sollte etwa ein Durchmarsch in die Bundesliga gelingen? Nein: Seitdem profitiert der VfL von der satten Punktausbeute der Hinrunde (26). Denn einen Sieg hat es in der Rückrunde bislang noch nicht gegeben. Fünf Niederlagen und drei Remis stehen zu Buche, inzwischen blickt die Elf von Trainer Daniel Thioune gar auf die Abstiegsränge. Vom Relegationsplatz trennen das Überraschungsteam der 2. Bundesliga noch vier Zähler, doch der Trend der letzten Partien darf sich in den verbleibenden Spielen nicht bestätigen.

Topspiel: 2:1 gegen den Hamburger SV

Am 15. Spieltag hatte sich der VfL Osnabrück endgültig in den Kreis der besten Hinrunden-Teams gespielt. An der Bremer Brücke war schließlich nicht nur für Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart nichts zu holen - auch Top-Favorit Hamburg scheiterte beim frech aufspielenden Liga-Neuling. Nach 90 Minuten stand es 2:1, und die Lila-Weißen hatten dem Aufstiegsaspiranten aus dem Norden die zweite Saisonniederlage beigebracht.

Topfakt

Osnabrück feierte am 17. Spieltag mit dem 3:0 gegen die SG Dynamo Dresden den dritten Sieg in Folge, blieb damit im achten Spiel in Folge ungeschlagen und hatte seine beste Zweitliga-Zwischenbilanz seit 32 Jahren aufgestellt.

U21-Nationalspieler Felix Agu überzeugt als Defensivspezialist - nordphoto / Paetzel via www.imago-images.de/imago images/Nordphoto

Schlüsselspieler: David Blacha

Wie wichtig Vize-Kapitän David Blacha für den VfL Osnabrück ist, zeigte bereits unmittelbar nach seinem Wechsel an die Bremer Brücke. Der Mittelfeldspieler, der gemeinsam mit Ulrich Taffertshofer die Doppel-Sechs des Aufsteigers bildet, verpasste in der Aufstiegssaison der Lila-Weißen lediglich eine Partie. "David Blacha zeichnet sich nicht nur durch seine strategische Spielweise auf dem Feld, sondern auch durch seine Führungsqualität auf und außerhalb des Platzes aus“, sagte Osnabrücks Sportdirektor Benjamin Schmedes, nachdem er den Vertrag mit dem 29-Jährigen um ein Jahr bis 2021 verlängert hatte.

Überraschung: Felix Agu

17 Partien absolvierte der Rechtsverteidiger, der aber auch auf der linken Außenbahn einsetzbar ist, bereits in der Aufstiegs-Saison. Nun, da er mit dem VfL Osnabrück in der 2. Bundesliga spielt, hat er seine Leistung aus der vergangenen Spielzeit mehr als bestätigt. Klar, dass schnell gestandene Bundesligisten auf den U21-Nationalspieler aufmerksam wurden: So sicherte sich der SV Werder Bremen die Dienste des 20 Jahre alten Defensiv-Spezialisten.