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2. Bundesliga

Große Namen, große Ziele - das bringt die 2. Bundesliga 2022/23

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Neue Saison, neue Clubs, neues Glück: Nach einer furiosen Saison 2021/22 steigt bereits die Vorfreude auf die kommende Spielzeit - am 15. Juli geht's schon wieder los in der 2. Bundesliga!

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Die Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga wurde im Vorfeld von vielen als die "beste aller Z(w)eiten" ausgerufen und herbeigesehnt. Zwölf Monate später kann festgehalten werden: Die Spielzeit hielt, was sie versprach. Fußballhistorische Schwergewichte mit haufenweise Bundesliga-Erfahrung gaben sich nicht nur die Ehre, sondern lieferten sich ein Aufstiegsrennen, das lange eng und offen blieb und in Zweitligameister Schalke 04 und den zweitplatzierten Bremern zwei würdige (Wieder-)Aufsteiger fand.

Die beiden direkten Wiederaufstiege spülen nun natürlich reichlich fußballerische Klasse, Tradition und Fan-Wucht zurück in die Bundesliga. Das Tableau der Saison 2022/23 liest sich aber nicht unbedingt schlechter als das der vergangenen Spielzeit, kommen aus der 3. Liga mit dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig - hinter dem souveränen Drittligameister 1. FC Magdeburg - doch zwei ehemalige Deutsche Meister dazu.

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Träumen und erinnern am "Betze"

Welche Bereicherung solche Clubs für jede Liga der Welt sind, machten die Auftritte der Lauterer in der Relegation deutlich, als sich die "Roten Teufel", angetrieben von ihrem elektrisierenden Anhang, gegen Absteiger Dynamo Dresden das letzte Ticket für die neueste Ausgabe der 2. Bundesliga sicherten. Mit dem legendären Betzenberg im Rücken und Dirk Schuster auf der Trainerbank darf im Fritz-Walter-Stadion schon mal in Erinnerungen an frühere Aufstiege geschwelgt werden. Der sagenhafte Durchmarsch vom Bundesliga-Aufstieg 1997 zur Meisterschaft 1998 ist vielleicht sogar die größte Heldengeschichte des deutschen Fußballs.

Schuster gelang dieses Kunststück Mitte der Zehnerjahre eine Etage tiefer mit Darmstadt 98: Dem Aufstieg in die 2. Bundesliga folgte ein Jahr später die Beförderung ins Oberhaus. Auf die darf - mehr als Schusters aktueller - in der kommenden Spielzeit vor allem Schusters Ex-Verein hoffen. Die Darmstädter "Lilien" verzückten Fußballdeutschland 2021/22 unter Torsten Lieberknecht mit berauschendem Offensivfußball (ihre 71 Tore toppte nur Schalke mit 72), und verpassten die Bundesliga-Relegation letztlich nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem Hamburger SV.

Gleicher Trainer, gleiches Ziel: Der HSV will nun eben im fünften Anlauf zurück in die Bundesliga - IMAGO/ABS Michael Schwarz/IMAGO/Michael Schwarz

"Weiter mit Walter" beim HSV

Richtig, vier Jahre und drei 4. Plätze nach dem ersten Abstieg des "Dinos" aus der Bundesliga schaffte das Team mit Trainer Tim Walter dank eines bemerkenswerten Schlussspurts erstmals eine Top-3-Platzierung in der 2. Bundesliga. Doch auch im vierten Zweitligajahr konnte sich der Fußballgott eine Pointe auf Kosten der Hanseaten nicht verkneifen: Ausgerechnet HSV-Legende Felix Magath versperrte als Interimstrainer von Relegationsgegner Hertha BSC den Hamburger Weg zurück nach oben.

Anders als in den letzten Jahren sieht der Vorstand diesmal aber keinen Grund zu einem Kahlschlag, sondern setzt darauf, dass Walter die positive Entwicklung des Teams fortsetzt und diese im Frühjahr 2023 im ersehnten Wiederaufstieg mündet.

Wunderbar unberechenbar

Den dürften auf Grundlage der vergangenen Saison auch der spät aus dem Tritt geratene FC St. Pauli, der mittlerweile im Aufstiegsrennen etablierte 1. FC Heidenheim, die Auswärts-Riesen vom SC Paderborn und der 1. FC Nürnberg anpeilen, dem auf der Zielgeraden die Puste ausging. Doch so leicht wird es die 2. Bundesliga Experten, Tippern und Fans wohl auch 2022/23 nicht machen...

Wer weiß schon, wann schlummernde Riesen wie Fortuna Düsseldorf oder Hannover 96 erwachen, oder Holstein Kiel mal wieder zu einem Höhenflug ansetzt? Wer kann seriös voraussagen, ob Greuther Fürth und Arminia Bielefeld den Abstieg locker wegstecken und gleich wieder angreifen? Oder werden sie in dieser Liga, in der die Mannschaften traditionell enger zusammenliegen als eine Etage weiter oben, sogar durchgereicht? Keiner dieser Fälle wäre ein Novum in der 2. Bundesliga - doch jeder einzelne würde beitragen zu einem weiteren packenden Jahr in diesem wunderbar unberechenbaren "Tollhaus".

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