Herbstmeister der 2. Bundesliga - diesen inoffiziellen Titel konnten die Kicker des 1. FSV Mainz 05 nach dem 17. Spieltag feiern.

Doch gleich zu Beginn der Rückrunde schnappte ihnen der SC Freiburg die Tabellenführung weg. Seitdem stehen die Breisgauer ganz oben und hatten den Vorsprung auf den Zweiten zwischenzeitlich sogar auf sechs Punkte ausgebaut.

Platz 1 zurückerobern

Doch in den letzten drei Spielen gelang kein Sieg mehr und die Jäger kamen wieder heran: allen voran die Mainzer, die mit nur zwei Punkten Rückstand die Gelegenheit haben, durch einen Sieg gegen den SC (ab 20 Uhr im Live-Ticker), Platz 1 zurückzuerobern.

Damit ein "Dreier" gelingt, muss der FSV allerdings seine Heimschwäche überwinden. Im letzten Spiel zuhause setzte es eine bittere 1:4-Pleite gegen Alemania Aachen. Nur 17 Punkte holte die Truppe von Trainer Jörn Andersen im Stadion am Bruchweg, auswärts waren es dagegen 30.

"19 Gegentore sagen alles"

Und den Grund hierfür glaubt der Coach auch schon gefunden zu haben: "Wir haben zuhause 19 Gegentore bekommen, auswärts nur zehn. Die Wahrheit ist, dass wir daheim die Defensive vernachlässigt haben und nach hinten zu wenig Ordnung herrschte. Wir wollten immer nach vorne spielen, aber 19 Gegentore sagen alles."

Zwar wollen die Mainzer ihre offensive Spielweise auf keinen Fall einstellen, aber man müsse das Spiel aus einer kompakten Defensive heraus gestalten und bei einem Ballverlust schnell umschalten, erklärt Andersen.

Die Favoritenrolle in diesem Gipfeltreffen schiebt der Norweger seinem Gegner zu: "Der SC ist nach wie vor der klarste Favorit auf den Aufstieg, sie sind technisch und spielerisch unglaublich stark. Wir können mit einem Unentschieden gegen diesen starken Gegner leben, aber klares Ziel ist der Sieg."

Bechmann fraglich

Die Freiburger wollen nach zwei Niederlagen in Folge und einem Unentschieden (1:1) gegen Rot Weiss Ahlen endlich wieder dreifach punkten. Gerade das Remis vergangene Woche hatte Trainer Robin Dutt sehr geärgert, "weil wir ausgerechnet in einem Spiel, in dem wir einen derart großen Aufwand betrieben haben, ein Tor zu erzielen, uns hinten quasi selbst eines rein gemacht haben".

"Fest steht, dass es für beide Teams darum geht, etwas zu bewegen", sagt Dutt und dafür steht seinem Team fast der komplette Kader zur Verfügung. Einzig hinter Tommy Bechmann steht aufgrund von Wadenproblemen noch ein kleines Fragezeichen.

Bei den Mainzern trainieren bis auf Peter van der Heyden (Probleme an der Patellasehne), Daniel Gunkel und Felix Borja (beide Sprunggelenksverletzung) derzeit alle Profis mit und sind einsatzbereit.