Sieben Siege in Folge, 600 Minuten ohne Gegentor, folgerichtig Platz 1 in der 2. Bundesliga. Arminia Bielefeld ist auf dem besten Weg zurück in die Bundesliga.

Gegner Cottbus soll, fragt man die Arminia-Anhänger, am liebsten nur Durchgangstation auf dem Weg ins "Oberhaus" sein. Doch der achte Sieg in Folge ist nicht so sicher, wie einige schon glauben. Mit Cottbus erwarten die Blauen, die mit nur acht Gegentoren die beste Abwehr der Liga stellen, nämlich die torhungrigste Mannschaft der ersten Halbzeit (elf Tore).

"Da steckt Potenzial drin"

Arminia tut sich zudem traditionell schwer gegen Energie Cottbus und konnte nur eines der letzten zehn Ligaspiele gegen die Lausitzer gewinnen. Doch in dieser Saison sieht alles ein wenig anders aus. Die Arminia zeigt sich in einer grandiosen Form und die Elf um Coach Thomas Gerstner weißt kaum Schwächen auf.

Von der Tatsache, dass Energie derzeit mit nur zwölf Punkten aus zehn Spielen auf Tabellenplatz elf rangiert, lässt Gerstner sich nicht blenden. Das 1:1 der Lausitzer beim FC St. Pauli habe gezeigt, "dass da Potenzial drin steckt", so Gerstner: "Ich kann mir immer noch vorstellen, dass Energie am Ende mit oben steht".

"Auch für uns ist eine Serie möglich"

Auch "Pele" Wollitz war mit den Leistungen der letzten Partien seiner Lausitzer durchaus zufrieden, warnt allerdings: "Trotzdem haben wir aus den zurückliegenden beiden Spielen nur einen Zähler geholt. Deshalb dürfen wir uns darauf nicht ausruhen sondern das Remis auf St. Pauli als Anfang betrachten und müssen jetzt noch mehr investieren".

Doch der FCE-Coach will nicht nur in ein Unentschieden investieren - er spielt auf Sieg: "Wir wollen in der Lage sein, drei Punkte mitzubringen." Dass dies möglich ist, daran glaubt Wollitz felsenfest. Denn Bielefeld sei trotz der jüngsten Erfolgsserie keine Übermannschaft, sondern Vorbild. "Auch für uns ist eine Serie möglich, wenn wir unsere Qualität einbringen und als Team auftreten", so der FCE-Trainer.


Rot Weiss Ahlen - SpVgg Greuther Fürth

Mit Fürth kommt eine Mannschaft an die Werse, die bis dato in der 2. Bundesliga - zusammen mit Union Berlin - die meisten Tore geschossen, aber auf der anderen Seite auch schon 18 Gegentore zugelassen hat. Christian Hock und sein Trainerteam erwarten einen starken Gegner, der nach dem Pokalsieg gegen den VfB Stuttgart mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen im Gepäck in Ahlen anreisen wird.

"Es kann nur an uns sein, die Fürther Euphorie aus dem DFB- Pokal zu bremsen, die Vorrausetzung dafür ist aber, hohe Kampfbereitschaft und absoluter Siegeswille", so der Fußballlehrer. Co-Trainer Andreas Zimmer fügt noch hinzu, dass die Truppe über ihre Schmerzgrenze hinaus gehen müsse, damit der erste "Dreier" eingetütet werden kann.

"Die Mannschaft will da unten raus"

In Ahlen sieht Kleeblatt-Trainer Benno Möhlmann seine Mannschaft gegen den Tabellenletzten vor einer großen Herausforderung: "So kurz nach dem Erfolg im Pokalspiel müssen wir körperlich und geistig in guter Verfassung sein. Aber ich sehe uns schon in der Lage, über 90 Minuten hohes Tempo gehen zu können." Nur zu häufig haben die Fürther in der aktuellen Spielzeit zwei völlig verschieden Gesichter gezeigt - mal hop, mal top. Nicht nur deswegen kommen aus der Richtung von Benno Möhlmann warnende Worte.

"Das Spiel in Ahlen ist keine einfache Aufgabe, denn die Mannschaft will da unten raus. Wir müssen dagegenhalten und uns konzentriert und diszipliniert an unsere Grenzen herantasten", so Möhlmann. Der 55-jährige sieht seine Mannschaft in der Favoritenrolle: "Aber dem können und wollen wir uns nicht entziehen. Vielmehr können wir selbstbewusst auftreten, mit der nötigen Konzentration und der absoluten Bereitschaft."

Kredit bei den Fans auf dem Platz zurück holen

Ahlen-Coach Hock wünsche sich nichts sehnlicher, als gemeinsam mit der Mannschaft den Bock umzustoßen. "Wenn es uns gelingt, von der ersten Sekunde an über den Kampf ins Spiel zu finden und eine Art Endspielcharakter aufzubauen, dann bin ich mir sicher, dass wir eine reelle Chance haben", gibt sich Christian Hock zuversichtlich. Die Mannschaft sei sich darüber im Klaren, dass sie sich nur so den verspielten Kredit bei den Fans auf dem Platz zurück holen könne.