Cottbus - Er hatte sich nach Weihnachten längst positioniert. Nun wurde die Zusage von Claus-Dieter Wollitz auch schriftlich fixiert. Der Trainer des FC Energie Cottbus unterschrieb einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag bis Juni 2013.

Auf Nachfrage machte der FCE-Coach noch einmal deutlich, dass er diese Mannschaft natürlich weiter begleiten und Teil der Entwicklung sein möchte. Auch den Verein FC Energie Cottbus lobte er nochmals ausdrücklich, ebenso die Bedingungen, die ihm und seinem Team zur Verfügung gestellt werden.

Familie trägt Entscheidung mit

Dennoch fiel ihm die Entscheidung schwer, aus familiären Gründen. "Ich bin seit 18 Monaten zum ersten Mal von meiner Familie getrennt, meine Frau ist allein mit den drei Töchtern. Und alles lässt sich eben nicht am Telefon besprechen und klären", hat Wollitz erfahren und fügt hinzu: "Ohne meine Frau wäre ich nicht der, der ich heute bin. Ich kann sie von hier aus aber nicht so unterstützen, wie sie das schon mehr als 20 Jahre lang für mich getan hat", bedankt sich der Trainer bei Marie Jo.

Deshalb war es ihm wichtig, dass seine Familie diese Entscheidung mitträgt. Zumal der Job beim FC Energie Cottbus und seine Auffassung vom Trainerdasein weit mehr als 40 Stunden pro Woche verschlingt. "Als Spieler war das einfacher. Da fuhr man eben nach dem Spiel oder Training nach Hause. Als Trainer ist man allerdings für alles verantwortlich, da geht die Arbeit nach dem Abpfiff oft erst los", erklärt der Coach und bezieht sich auf Spielbeobachtungen, -auswertungen, Gespräche, Verhandlungen, Trainingsvorbereitungen, Termine auch an freien Tagen für die Mannschaft.

All dies teile er sich mit Markus Feldhoff. Da der Co-Trainer in naher Zukunft seinen Fußballlehrer-Schein ablegen will und muss, werden die zu bewältigenden Aufgaben nicht weniger. "All das musste berücksichtigt werden. Es war also keine Entscheidung, die man mal eben bei einem Spaziergang trifft", gibt Wollitz Einblick in seine Überlegungen. Er hat sich entschieden und ist seiner Familie dankbar für die Unterstützung. Nun kann und will er weiterhin 100 Prozent Bereitschaft und Enthusiasmus einbringen.

Jula liegt Angebot vor

Nachdem die wichtigste sportliche Personalie besiegelt ist, stehen nun weitere Verträge zur Disposition. Denn die Arbeitsverhältnisse von Emil Jula, Dennis Sörensen, Jiayi Shao und Daniel Ziebig laufen am Saisonende aus.

Auch dazu bezieht Wollitz Stellung: "Emil hat bereits ein Angebot vorzuliegen, das beinhaltet drei Jahre FC Energie Cottbus sowohl für die 2. als auch für die 1. Bundesliga. Darin kommt eine hohe Wertschätzung für seine Leistungen und seinen Stellenwert zum Ausdruck. Der Verein macht für ihn das möglich, was er kann. Deshalb wird dieses Vertragsangebot auch nicht nachgebessert", sagt Wollitz in Absprache mit Präsident Ulrich Lepsch. Nun ist also Emil Jula "am Zug".

Weitere Entscheidungen stehen an

Mit Jiayi Shao und Daniel Ziebig sollen die Gespräche in den nächsten Wochen intensiviert werden. "Beide hatten mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Wir haben sie stets geduldig begleitet und sie heran geführt. Jetzt sind sie in guter Verfassung und bestätigen das durch Leistung. Hoffentlich konstant über einen langen Zeitraum", äußert Wollitz den Wunsch des Vereins.

Den Werdegang mit Dennis Sörensen will der Trainer auch zeitnah klären. Der langzeitverletzte Däne soll behutsam aufgebaut werden. "Die Frage ist nur, wofür wir ihn aufbauen", gibt der FCE-Coach Einblick in seine Überlegungen. Ein neuer Vertrag mit Sörensen mit entsprechender Planungssicherheit wäre somit im Sinne des FC Energie.