Für den MSV Duisburg ist eine entscheidende Periode angebrochen: An den kommenden vier Spieltagen treten die derzeit sechstplatzierten "Zebras" gegen vier Gegner an, die allesamt vor ihnen in der Tabelle stehen. Bei erfolgreichem Ausgang dürften die Meidericher ein gewichtiges Wörtchen um den Aufstieg mitreden.

Den Anfang macht am Freitag die Partie gegen den FC St. Pauli (alle Freitagspartien ab 17:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio!), danach folgen die Spiele gegen die Rivalen aus Düsseldorf, Kaiserslautern und Bielefeld.

Sasic setzt auf Kontinuität

Das Team von Milan Sasic ist vor den entscheidenden Duellen jedenfalls gut in Form. Vier der vergangenen fünf Spiele wurden gewonnen, drei davon ohne Gegentor. Sasic setzt gegen den Tabellenzweiten aus Hamburg auf seine bewährte Stammformation.

Im dritten Spiel des Jahres wird der MSV-Coach, der weiterhin auf die Langzeitverletzten Bernd Korzynietz, Sandro Wagner, Sören Larsen, Frank Fahrenhorst, Bruno Soares und Tobias Willi verzichten muss, wohl die gleiche Elf auf den Platz schicken. Auch Srdjan Baljak, Siegtorschütze im jüngsten Duell gegen Cottbus, ist wieder mit von der Partie und fordert: "Wir müssen zuhause gegen St. Pauli unbedingt gewinnen. Die haben eine sehr starke Mannschaft, aber wir werden unsere Fans verwöhnen."

Stanislawski trotz Sieg unzufrieden

Die mit zwei Siegen ins Jahr 2010 gestarteten "Kiezkicker" bauen auf die Statistik: Alle sechs Abendspiele hat St. Pauli bislang gewonnen. Außerdem stellt St. Pauli, das zum Rückrundenauftakt zwei Siege feierte, mit 21 Zählern das erfolgreichste Auswärtsteam und mit 44 Toren das angriffsstärkste Team der Liga. Trainer Holger Stanislawski schlug nach dem 1:0 gegen Aachen aber Alarm.

"Ich verliere lieber und sehe eine aktive Mannschaft, als so eine Leistung hinzunehmen", sagte der Coach, dem besonders die Leistung in der zweiten Halbzeit gegen die Alemannen nicht gefiel. Spielmacher Charles Takyi steht nach überstandener Nagelbettentzündung wieder zur Verfügung.

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SpVgg Greuther Fürth - Energie Cottbus

Fürth erwischte unter dem neuen Trainer Mike Büskens mit zwei deutlichen Siegen und 8:0 Toren einen Rückrundenstart nach Maß. Die Gefahr, dass seine Mannschaft abheben könnte, sieht der ehemalige Schalker "Eurofighter" allerdings nicht. "Ich habe nicht den Eindruck, dass sie den Boden unter den Füßen verlieren», sagte der Coach und warnte gleichzeitig vor dem Gegner aus der Lausitz: "Die Mannschaft hat eine große Qualität und will nach dem 0:1 gegen Duisburg Punkte holen."

Cottbus startete mit zwei Niederlagen in die Rückrunde und hat damit endgültig den Kontakt zu den Aufstiegsrängen verloren. Die Statistik spricht außerdem gegen die Gäste: Energie gewann keines der bislang sechs Auswärtsspiele in Fürth (zwei Unentschieden, vier Niederlagen). FCE-Coach Claus-Dieter Wollitz trauerte den Punkten aus dem Duisburg-Spiel hinterher: "70 Minuten lang durfte der Sieger im Spiel gegen den MSV nur Energie Cottbus heißen."

Rahn wieder fit

In Fürth muss der Trainer seine Mannschaft umbauen, weil Kapitän Ovidiu Burca wegen der fünften Gelben Karte fehlt. Ob Adam Straith dafür von rechts in die Mitte rückt und Alexander Bittroff stattdessen rechts verteidigt, ließ der Trainer noch offen. Stanislav Angelov muss wegen einer schmerzhaften Unterkühlung am Ohr passen. Alle anderen Akteure sind bis auf die verletzten Dennis Sörensen und Clemens Fandrich an Deck.

Bei den Gastgebern drängt Christian Rahn zurück ins Team. "Ich bin fit und einsatzbereit», sagte Rahn, der die gesamte Hinrunde aufgrund eines Knorpelschadens im Knie verpasst hatte. Allerdings ist Kim Falkenberg auf der Linksverteidigerposition gesetzt und Büskens, der personell bis auf Edgar Prib und Jasmin Fejzic (beide Reha) aus dem Vollen schöpfen kann, hat eigentlich keinen Grund, an seiner Formation etwas zu ändern.

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TuS Koblenz - Fortuna Düsseldorf

Koblenz hat von seinen vergangenen sechs Begegnungen fünf verloren (ein Unentschieden). Den letzten von bislang nur zwei Heimsiegen feierten die Koblenzer am 22. November 2009 beim 1:0 gegen Aachen. Die Favoritenrolle vor dem Duell gegen den Aufsteiger aus Düsseldorf scheint also klar verteilt. Doch Fortunen-Coach Norbert Meier warnt davor, den angeschlagenen Gegner zu unterschätzen. Den 1:0-Sieg im Hinspiel gegen die TuS will er nicht als Maßstab gelten lassen.

"Koblenz hat nun eine andere Mannschaft, sich mit Daniel Gunkel aus Mainz, Andreas Glockner aus Freiburg und dem Augsburger Edmond Kapllani, der in Karlsruhe schon mal Torschützenkönig war, gut verstärkt. Das wird für uns ein ganz schweres Spiel, bei dem wir richtig dagegenhalten müssen", warnt Meier: "Einfache Spiele gibt es auch nicht. Für uns schon gar nicht."

Meier hofft auf Harbnik und Jovanovic

Die jüngste Verstärkung für TuS-Coach Petrik Sander und sein Team kommt von Schalke 04: Junioren-Nationalspieler Marvin Pourie, zuletzt leihweise bei 1860 München unter Vertrag, unterschrieb am Donnerstag einen Ausleihvertrag bis zum Saisonende und soll die Koblenzer Offensive tatkräftig unterstützen.

Auch die Abteilung Attacke der Fortunen lahmt derzeit. Immerhin meldete sich Dimitrij Bulykin nach langer Pause wieder im Teamtraining zurück, ist aber noch keine Option für das Koblenz-Spiel. Martin Harnik plagt sich mit einer Kapsel-Verletzung herum, für ihn kommen Torsten Oehrl, Marcel Gaus und Axel Lawarée als Ersatz in Frage. Stammstürmer Ranisav Jovanovic zwickt ein Muskel im Po. "Aber es geht ihm schon wieder besser", sagt Meier, der sowohl auf Jovanovic als auch Harnik für die Startformation hofft.

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