Mit der zu Ende gehenden zweiten Trainingswoche ist die Vorbereitung der Rückrunde des F.C. Hansa Rostock zur Hälfte absolviert. Trainer Dieter Eilts spricht im Interview über seine Eindrücke, die Neuzugänge und die kommende Halbserie.

Frage: Wie ist der Stand der Dinge?

Dieter Eilts: Ich denke, bis jetzt ist die Vorbereitung sehr gut gelaufen. Wir haben hier wirklich gute Trainingsbedingungen und konnten all das, was wir uns vorgenommen hatten, weitestgehend durchziehen. Die kurzzeitigen Ausfälle einiger Spieler sollte man nicht überbewerten. Dass jemandem einmal ein Zahn gezogen wird oder eine Magen-Darm-Sache dazwischen kommt, wird immer mal passieren und hat ja nichts direkt mit der Vorbereitung zu tun.

Frage: Sie bereiten zum ersten Mal eine Vereinsmannschaft auf eine Meisterschafts-Halbserie vor. Haben sie sich darauf noch einmal speziell vorbereitet?

Eilts: Natürlich habe ich das getan, aber nicht nur im Vorfeld der Vorbereitung. Wir sind auch jetzt ständig im Austausch und sitzen täglich im Trainerstab zusammen. Wir planen die Programme gemeinsam, wobei wir sehr flexibel sind und auch auf bestimmte Situationen reagieren müssen.

Frage: Zwei Neuzugänge stehen fest. Warum fiel die Wahl auf Sebastian Svärd und Krisztian Lisztes?

Eilts: Sebastian ist ein aggressiver, zweikampfstarker Spieler, der zudem ballsicher und taktisch gut geschult ist. Er ist eine sehr gute Ergänzung zu Martin Retov. Krisztian bringt sehr viel Erfahrung mit, ist technisch stark und sehr kreativ. Außerdem soll er auch außerhalb des Platzes ein Orientierungspunkt für die vielen jungen Spieler sein.

Frage: Beide neuen Spieler werden also einen Stammplatz erhalten?

Eilts: Eine Stammplatzgarantie wird es nie geben, die Aufstellung erfolgt immer klar leistungsbezogen. Aber es ist natürlich so, dass diese Spieler verpflichtet wurden, weil sie uns weiterhelfen sollen.

Frage: Sind die Personalplanungen damit abgeschlossen?

Eilts: Wir werden auch weiterhin die Augen offen halten. Und wenn wir das Gefühl haben, dass wir uns mit einem Spieler verbessern können, dann werden wir das - im Rahmen unserer Möglichkeiten - tun.

Frage: Das erste Pflichtspiel ist das Pokal-Achtelfinale in Wolfsburg. Welchen Stellenwert hat dieser Wettbewerb?

Eilts: Wir wollen auf jeden Fall in die nächste Runde einziehen! Zudem ist es für die Mannschaft eine wunderbare Möglichkeit, zu beweisen, dass sie mehr kann, als sie bislang gezeigt hat.

Frage: An den ersten Spieltagen der Zweitliga-Rückrunde geht es ausschließlich gegen Spitzenteams. Hätten sie sich ein anderes Auftaktprogramm gewünscht?

Eilts: Der Plan ist nun einmal vorgegeben, also nimmt man es so, wie es kommt. Aber das Auftaktprogramm ist wirklich hammerhart, denn die Duisburger befinden sich zurzeit im Aufwind. Und danach geht es ausschließlich gegen Mannschaften, die aktuell auf den Plätzen 1 bis 5 stehen. Doch Bangemachen gilt nicht, zumal ich davon überzeugt bin, dass wir sehr gut gerüstet sein werden.