In der laufenden Saison musste Osnabrücks Stürmer Gaetano Manno lange verletzungsbedingt pausieren, doch nach seiner Rückkehr traf er gleich gegen Freiburg und Mainz.

Frage: Gaetano Manno, Sie haben Ihren Vertrag beim VfL gerade um weitere zwei Jahre verlängert. Warum so frühzeitig?

Gaetano Manno: Ich wollte mit einer klaren und frühen Zusage ein Zeichen setzen und mich auch dafür revanchieren, dass Verein und Trainer trotz meiner Verletzungen immer hinter mir standen. Es wäre nicht fair gewesen jetzt zu pokern. Außerdem möchte ich einfach gerne hier bleiben, denn ich fühle mich beim VfL sehr wohl.

Frage: Allerdings gilt der Kontrakt nur für die 2. Bundesliga. Auch wenn noch 13 Partien zu absolvieren sind, stand der VfL schon besser dar. Machen Sie sich manchmal Sorgen um den Klassenerhalt?

Manno: Nein, daran verschwende ich keinen Gedanken. Wir haben in der vergangenen Saison auch einige brenzlige Situationen erlebt und in den entscheidenden Spielen die richtige Antwort gegeben. Ich bin fest davon überzeugt, dass uns das auch in den kommenden Wochen gelingen wird.

Frage: Aber nehmen wir mal eine Partie wie das Heimspiel gegen Mainz 05. Ihr habt sehr gut begonnen, und im Grunde hätte die Sache - selbst gegen eine solche Spitzenmannschaft - nach 20 Minuten mindestens vorentscheidend geregelt werden können. Stattdessen stand es am Ende 1:3. Wie erklären Sie das?

Manno: Tja, wie soll man das erklären? Meiner Meinung nach bin ich im Strafraum klar gefoult worden. Wenn der Schiedsrichter da Elfmeter gegeben hätte, wären wir vermutlich 2:0 in Führung gegangen. Stattdessen fiel im Gegenzug der Ausgleich durch einen abgefälschten Schuss. Anschließend haben wir uns tatsächlich aus der Bahn werfen lassen. Uns fehlt in diesen Situationen mitunter das Selbstvertrauen, daran müssen wir natürlich arbeiten.

Frage: Zum Beispiel in einem "Sechs-Punkte-Spiel" gegen Ingolstadt?

Manno: Das ist kein Sechs-Punkte-Spiel. Auch am Sonntag können wir nur drei Zähler holen, und das wollen wir unbedingt. Aber wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen. Die anderen Mannschaften müssen auch Punkte sammeln, und am Ende werden wir ja sehen, was dabei herauskommt.